Podcast

Podcast Nr. 1 E-Books und DRM

21. Juli 2013

OnAir

Papiergeflüster gibt es jetzt auch zum hören. Nach dem digitalen Blog, dem digitalen und dem gedruckten Buch, wird das Portfolio hiermit um einen Podcast erweitert.

Oliver Plaschka bat mich als Testleserin seines Buches “Das Licht hinter den Wolken” Anfang des Jahres zum Interview (Teil 1 und Teil 2). Dabei haben wir gemerkt, wie unterschiedlich Autoren und Buchhändler die Buchwelt wahrnehmen. Irgendwann kamen wir auf die Idee “Da könnte man eigentlich einen Podcast daraus machen…”. So ganz ließ uns dieser Gedanke nicht mehr los, vor ein paar Wochen fiel bei einem Twitteraustausch zum Thema SiDiM dann der Satz:

Das Ergebnis hört ihr jetzt hier. Nach der Überwindung etlicher technischer Tücken, wir müssen ein paar hundert Kilometer Strecke überwinden und konnten uns nicht einfach treffen, entstand der erste Podcast.

Das Thema hat sich während des Gesprächs ein wenig ausgeweitet, geplant war ein Beitrag zu DRM, nach der SiDiM Debatte. Aber ohne Hintergrund geht es nicht, also haben wir allgemein über E-Books, ihren Erwerb und die Schwierigkeiten verschiedener Kopierschutzmaßnahmen gesprochen.

Wir wünschen euch viel Spaß beim hören und freuen uns über euer Feedback! Wenn ihr nach mehr verlangt, war das sicher nicht unser letzter Podcast.

Hier noch ein paar Links zu Seiten und Themen, die wir im Podcast besprochen haben:

e-Luise

Liste DRM freier Verlage auf lesen.net

SiDiM im Börsenblatt

Tor Books zu “1 Jahr ohne DRM”

 

10 Kommentare

  • Antworten Ralf 21. Juli 2013 von 21:06

    Endlich, das war ja eine lange Podcast-Schwangerschaft! 🙂

    • Antworten Emily 21. Juli 2013 von 21:17

      @Ralf: 6 Monate, das ist doch noch eine Frühgeburt. 😉 Und wesentlich schneller als Nils’ Baby, den habe ich locker überholt. Trotz Entfernungsproblem bei Oliver und mir. Darf ich mich jetzt Blogger nennen? 😉

      • Antworten Ralf 21. Juli 2013 von 21:29

        Wenn deine MP3-Dateien als Feed abonnierbar sind, dann darfst du sie Podcast nennen und du dich Blogger! 😉

        Aber ich helfe gerne und freue mich wirklich, dass es endlich einen zweiten Podcast (zur Hälfte) aus Würzburg gibt! 🙂

        Die ersten zehn Minuten sind schon mal gut, ich höre jetzt den Rest auch noch an … 🙂

  • Antworten Marcel Aubron-Bülles 21. Juli 2013 von 23:16

    Na, herzlich Glückwunsch 🙂

    Und sehr schöne Information rund um das Thema eReader/ Formate usw. Mir sind gedruckte Bücher immer noch lieber, v.a. weil es immer noch ein Thema ist, dass zitieren aus eBooks nicht verläßlich möglich ist (und PDF ist ja für den Leser, wie von euch erwähnt, nicht gerade optimal ;)) Papier ist nun mal einheitlich.

    Welche Themen stehen denn als Nächste an?

    • Antworten Emily 22. Juli 2013 von 13:03

      @Marcel: vielen Dank 🙂 Die nächsten Themen haben wir noch nicht festgelegt. Wir wollten erst einmal abwarten, wie die erste Runde läuft. 😉 Jetzt grübeln wir schon, nachdem sie so gut ankommt. 🙂

  • Antworten The Rainlights Gazette 22. Juli 2013 von 11:50

    Podcast mit Simone Dalbert…

    Gestern habe ich mich mit Simone Dalbert auf einem uns freundlicherweise zur Verfügung gestellten Teamspeak-Server getroffen, um über E-Books, DRM und deren Unsinn zu reden. Das Ergebnis ist die erste Ausgabe des Podcasts “Papiergeflüster”, den man h…

  • Antworten Maikl 22. Juli 2013 von 12:30

    Ist ja sehr gut geworden.

    Sehr informativ.
    Und, wie ich schon geahnt habe, werden hier wieder die ehrlichen Kunden bestraft und haben durch DRM massive Probleme. Als Amazon-Kunde bin ich da nicht so leidgeprüft, aber halt auch (in gewissem Maße) eingesperrt.

    Falls ihr weitere Folgen plant, steht euch unser TS-Server weiterhin zur Verfügung.

    Grüße von ODM

    Michael

    • Antworten Emily 22. Juli 2013 von 13:04

      @Maikl: Vielen Dank für die Rettung, so war die Aufnahme wirklich klasse! Wir werden euch bestimmt wieder besuchen kommen. 😉 Danke für das Angebot!

  • Antworten Caro 31. Juli 2013 von 10:25

    Vielen Dank für den informativen Podcast. Den Teil mit den geänderten Textzeilen, musste ich glatt zweimal hören – so unglaublich finde ich das. Was für eine merkwürdige Idee. Aber zumindest tut sich etwas. eBooks sind nämlich wirklich klasse. “Richtige” Bücher kaufen macht zwar mehr Spaß, ich lese aber lieber eBooks. Es ist einfach handlicher. Man muss nur seine Denkweise etwas ändern. Anfangs hatte ich mich geärgert, weil man eBooks nicht mehr los wird. Bücher, die ich nicht mochte, kann ich verschenken, vertauschen, verkaufen oder sonstwie loswerden, bekomme also irgendwie einen Gegenwert. Bei eBooks habe ich nur das Recht zum Lesen und kann mich dann über meine schlechte Wahl ärgern. Langsam sehe ich das aber wie bei einem Kinofilm, für den zahle ich auch und habe hinterher nichts in der Hand.
    Aber wie auch immer: Toller Podcast – würde mich freuen, wenn ihr das wiederholt. Ihr findet bestimmt noch mehr spannende Themen. 🙂
    Und von dem Oliver Plaschka muss ich jetzt doch endlich mal was lesen.

  • Antworten skreutzer 11. August 2014 von 23:15

    10:15 DRM hat überhaupt nichts mit dem Nutzungsvertrag zu tun, denn es gibt DRM-geschädigte Werke, die ein Leser legal nutzen dürfte, technisch aber nicht kann, und es gibt DRM-freie Werke, deren Nutzung rechtlich eingeschränkt ist, technisch aber möglich wäre.

    18:07 Man kann unmöglich eine Sache „Raubkopieren“, siehe Definition „Raub“. Technisch funktioniert DRM so, dass die betroffene Datei verschlüsselt und zum Zweck der Anzeige entschlüsselt wird (ganz wie E-Mails o.ä. auch). Die Umgehung von DRM versucht, wie der Name schon sagt, nicht etwa, DRM zu knacken, sondern wie ein Reader die Datei regulär zu entschlüsseln und dann den Inhalt abzugreifen, was mittlerweile aber unter Strafe stehen könnte (warum eigentlich?). Vor allem die Zukunftsfähigkeit von solchem unbrauchbarem Datenschrott darf mehr als angezweifelt werden. Ferner gibt es immer noch die Option des analogen Abgriffs (z.B. abscannen des Readers).

    18:30 „Hartes DRM“ wegen der Verschlüsselung, die an sich auch nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand gebrochen werden kann, während die Umgehung weit einfacher ist. „Weiches DRM“, weil es sich eigentlich gar nicht wirklich um irgendeine Form von DRM handelt, sondern um die Schaffung und Schürung von Ängsten. Wenn zwei Leute unabhängig voneinander mit „weichem DRM“ versehene Dateien erwerben, können diese miteinander verglichen, der weiche DRM-Mechanismus identifiziert und entfernt werden. Wenn dann eine mit „weichem DRM“ versehene Datei entwendet und illegal verbreitet wird, würde der ursprüngliche Käufer völlig zu Unrecht verdächtigt oder gar juristisch belangt werden. Die Einbettung personenbezogener Daten dürfte einen Verstoß gegen das Datenschutzgesetz darstellen, wenn sie ohne ausdrücklicher Zustimmung des Käufers erfolgte und könnte anderenfalls auch womöglich wiederufen werden. Zuletzt könnte die Identifikationskennzeichnung auch gefälscht werden und zu einem gänzlich unbeteiligten Käufer führen.

    24:46 Wie wär’s denn mit einer Leermedienabgabe für E-Books auf E-Reader, Smartphones und Tablets?

    29:15 Bei derselben Ansammlung von Bytes dürfte es äußerst schwierig bis unmöglich werden, ein „Original“ von der Kopie zu unterscheiden, was im Wesen immaterieller Güter begründet liegt, zumal auch das vermeintliche Original in der Regel ebenfalls nur eine Kopie ist.

    30:28 Leute bezahlen für Dateien aus Bequemlichkeit und aus Überzeugung.

    34:41 Genau umgekehrt: wer von der Wirksamkeit des urheberrechtlichen Schutzes ausgeht (insbesondere bei kommerzieller Weiterverbreitung von Kunst- und Unterhaltungswerken), braucht sich nicht weiter mit dem ganzen DRM-Unfug aufhalten, und wer den urheberrechtlichen Schutz ohnehin für nutzlos erachtet, sucht sich eine technische „Lösung“.

    37:10 Naja, wie sieht denn das Geschäftsmodell aus in einer Welt, wo die Herstellung viel kostet und die Vervielfältigung überhaupt nichts? Das einzelne Artefakt ist da nur noch augenscheinlich der Gegenstand des Kaufs (erst Recht bei einem immateriellen Gegenstand), es geht vielmehr um Erwartungen, Emotion, Beziehung, Bezug usw. Der unbekannte Autor verkauft nicht viel.

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