Justin Cronin – Die Zwölf

Zwoelf

 

Vor vielen Jahren wurden zwölf Kriminelle für ein medizinisches Experiment ausgewählt. Es sollte Menschenleben verlängern, stattdessen kostete es unzählige Menschenleben. Die Zwölf wurden zu Monstern, die wahllos töten und Menschen mit einem grausamen Virus infizieren, der sie zu vampirähnlichen Wesen werden lässt. Es gibt kaum noch Orte, an denen Menschen überleben können, aber ein paar wenige Gruppen haben es geschafft, sie kämpfen ständig ums Überleben. Amy ist ihre einzige Hoffnung, nur sie kann sich den Zwölf entgegen stellen. Aber wird sie sie auch besiegen können?

„Die Zwölf“ ist die Fortsetzung zu „Der Übergang“. Im Prolog wird das wichtigste aus dem ersten Band noch einmal wiederholt, damit wird der Einstieg auch für die problemlos, bei denen die Lektüre schon eine Weile her ist. Neben einigen altbekannten Gesichtern trifft man im zweiten Band aber auch auf etliche neue Charaktere, nicht weniger interessant als die bekannten. Ein paar Überraschungen hat der Autor auch noch parat.

Sehr positiv fiel mir auf, dass dieser zweite Band einer Trilogie nicht das häufig beobachtete „Mittelbandproblem“ hat. Oft haben diese mittleren Bände wenig eigene Handlung. Die vom ersten Band wird ein wenig fortgesetzt, hauptsächlich aber viel erläutert oder vertieft, ein bisschen auf den finalen Band vorbereitet… Ganz anders hier. Man erfährt zwar  einiges mehr über die Hintergründe der Zwölf, aber das ist hier nicht nur Erläuterung. Mit diesem Band erhält die Geschichte eine ganz neue Tiefe, viele Charaktere erst so richtig ein Gesicht, weil der Fokus im ersten Band woanders lag.

„Die Zwölf“ ist eine fantastische Fortsetzung, in der Cronin die Spannung wieder durchgehend auf hohem Niveau hält. Er liefert ein dermaßen spannendes Zwischenfinale, dass ich mir für den letzten Band wohl Baldrian besorgen sollte.

Die Zwölf – Justin Cronin
829 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN 9783442311798, 22,99 €
Gebunden

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