Besprechungen Historischer Roman

Diana Gabaldon – Die Fackeln der Freiheit

29. Juli 2012

Lord John erhält von einem verstorbenen Freund Papiere, die eine Verschwörung gegen die britische Krone aufdecken. Zusammen mit seinem Bruder will er den Rädelsführer zur Strecke bringen und den Verrat verhindern. Eher unfreiwillig wird ihm dabei Jamie Fraser zur Seite gestellt, der noch immer als Gefangener auf Helwater lebt. Kann die zwangsweise miteinander verbrachte Zeit ihre angespannte Beziehung wieder normalisieren? Darf Jamie anschließend vielleicht zurück nach Schottland?

Auch wenn es laut Titel ein Lord-John-Roman ist, Jamie hat in ihm genau so viel Platz bekommen wie Lord John Grey. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von beiden erzählt. Der Anfang hat mich ehrlich gesagt etwas irritiert, das Niveau steigt aber schnell wieder. Nach wenigen Seiten war ich wieder gefangen in der typischen Atmosphäre eines Diana Gabaldon Romans.

Die Mischung der beiden Erzählperspektiven lässt die Kriminalhandlung weniger präsent sein, als sie es in den anderen Lord-John-Romanen ist. Im Vordergrund stehen die zwischenmenschlichen Aspekte, nicht nur zwischen John und Jamie. Auch Johns Bruder und seine Frau spielen keine unwesentliche Rolle, ebenso ein alter Bekannter Jamies, der ihn überraschend besucht und alte Wunden aufreißt.

„Die Fackeln der Freiheit“ kann man allen Lesers der Bücher von Diana Gabaldon bedenkenlos empfehlen. Wieder einmal empfängt der Roman einen mit seiner wunderbaren Atmosphäre, man hat das Gefühl nach Hause zu kommen und alte Bekannte wieder zu treffen. Nicht nur ein Lückenfüller, bis es endlich wieder mit Jamie und Claire weiter geht, sondern wirklich eine Empfehlung für gemütliche Schmökerstunden, in denen man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Die Fackeln der Freiheit – Diana Gabaldon
575 Seiten, Blanvalet
ISBN 9783764501778, 19,99 €
Hardcover

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