Archiv für Ich lese gerade…

Feurige Leserunde

Heute beginnt die Leserunde zu Ann-Kathrin Karschnicks “Die Feuerritter – Kampf um Teinemaa”. In letzter Zeit habe ich nur an wenigen Leserunden teilgenommen, weil die Terminfindung meist Monate im Voraus geschieht und ich nicht so lange warten wollte, bis ich ein Buch lesen kann. Auf diese Leserunde freue ich mich allerdings sehr, weil ich nicht nur die Autorin kenne, sondern auch einige der Mitlesenden. Man schreibt doch gleich ganz anders, wenn man den Menschen hinter den Posts kennt.

Zum Buch kann ich euch nicht viel sagen. Auf den Fantasy-Days hatte ich eine Lesung dazu gehört und es mir anschließend gekauft, seit dem aber nicht mehr auf den Klappentext geschaut. Ich lasse mich jetzt einfach überraschen.

Kriminelles Nordlicht

Die Skandinavier verbreiten sich immer mehr in der Krimilandschaft, auch ich habe jetzt mit einem weiteren Bekanntschaft gemacht. Jussi Adler-Olsens erster Band um Kommisar Carl Morck “Erbarmen” ist bei mir eingezogen und wird auch schon verschlungen.

In den letzten Monaten bin ich immer wieder mal über den Namen des Autors gestolpert, bei den meisten war die Begeisterung über seine Bücher groß. Dass es “Erbarmen” jetzt als Taschenbuch gibt, hat den entscheidenden Ausschlag gegeben. Carl Morck kehrt nach einer längeren Pause wegen eines traumatischen Einsatzes wieder in den Dienst zurück, und soll sich um Fälle kümmern, die seine Kollegen ungelöst zu den Akten legen mussten. Vor fünf Jahren verschwand eine junge Politikerin spurlos, wahrscheinlich ist sie ertrunken. Ihre Leiche wurde aber nie gefunden. Sprang sie selbst in den Tod oder half jemand nach? Schnell zeigt sich, dass viel mehr hinter der Sache steckt, als man anfangs ahnt.

Bisher gefällt es mir sehr gut, der Schreibstil ist angenehm, es flutscht einfach so weg. Die Spannung wird immer auf einem angenehmen Level gehalten, der einen ganz von selbst weiter lesen lässt. Ich hoffe nur, dass die Auflösung nicht die ist, die ich seit 100 Seiten schon im Hinterkopf habe. Das würde mich doch sehr enttäuschen. In 200 Seiten werde ich es wissen.

Andere Götter

Lektüremäßig geht es bei mir immer noch göttlich zu, diesmal aber keine griechischen Götter. Mama Maschine und Großväterchen Uhr haben in “Die Götter von Whitechapel” von S. M. Peters einen Teil Londons in ihre Gewalt gebracht. Sie beherrschen die Menschen, sind fast allgegenwärtig. Ihre Diener sind mehr Maschine als Mensch, angetrieben von Öfen in der Brust anstelle von Herzen.

Ein richtig schöner Steampunk-Roman, wenn man erst einmal hinein gefunden hat. Die ersten Seiten haben es mir nicht leicht gemacht. Es tauchten sehr viele Personen auf einmal auf, lange blieb unklar, wer auf wessen Seite ist und worum es überhaupt geht. Kurz bevor ich das Buch schon aufgeben wollte, hat es mich dann aber gepackt, jetzt kann ich mich kaum noch davon lösen.

Vom Uhrwerk gefesselt

Zum Rezensionen schreiben komme ich gerade nicht, ich muss lesen! Gestern habe ich mit “Clockwork Angel” von Cassandra Clare angefangen und bin begeistert. Jede freie Minute wird genutzt, um noch ein paar Seiten zu lesen. Sogar während “Wer wird Millionär” läuft, bis die Kandidaten sich endlich mal für eine Antwort entschieden haben, kann ich noch ein paar Seiten…

“Clockwork Angel” spielt in der gleichen Welt wie “City of Bones” und seine Nachfolger, aber zu einem früheren Zeitpunkt. Damit erhält es einen leichten Steampunk-Touch, was mir sehr gut gefällt. Dass “Clockwork” teilweise mit “Klockwerk” statt “Uhrwerk” übersetzt wird, finde ich zwar etwas merkwürdig, aber vielleicht hat der Übersetzer sich ja etwas dabei gedacht.

Ich werde jetzt erst mal weiter lesen. Wenn euch das Warten auf den nächsten Blogbeitrag zu lange wird, schaut einfach mal in “Clockwork Angel” rein. Es lohnt sich und die Zeit vergeht wie im Flug. ;)

And another thing… it’s Towel Day!

Am 25. Mai erkennt man Douglas Adams Fans an einem sonst eher ungewöhnlichen Utensil: einem Handtuch. Handtücher sind ungemein praktisch und vielseitig einsetzbar, wie jeder Leser von “Per Anhalter durch die Galaxis”, der Trilogie in fünf Bänden, weiß.

Als Reminiszenz an einen großartigen Autor, der leider viel zu früh verstarb, wurde der 25. Mai zum Handtuch-Tag ernannt. Wer die Anhalter-Reihe noch nicht kennt, und einen Sinn für schrägen und intelligenten Humor hat, sollte mal einen Blick in den ersten Band riskieren.

Wer es eher naturwissenschaftlich mag, dem kann ich “Die letzten ihrer Art” ans Herz legen. Ein Buch über eine Reise zu verschiedenen Tierarten, die damals kurz vor dem Aussterben standen. In diesem Buch verbindet sich Adams Humor mit viel Hintergrundwissen, beigesteuert von einem Biologen, zu einem Werk, das einem die Natur und ihre Verletzlichkeit näher bringt. Aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern eben mit Humor. Wer mich einmal über dieses Buch hat reden hören weiß, wie begeistert ich davon bin. Schriftlich lässt sich das nur halb so gut beschreiben. Schaut rein und lasst euch entführen!

Ich lasse mich heute auch entführen, aber in die Galaxis. Auf meinem SUB lag noch der von Eoin Colfer verfasste sechste Band der Anhalter-Trilogie, “Und übrigens noch was…”. Colfer maßt sich nicht an, diese Reihe wirklich fortsetzen zu können . Es ist eher als Hommage an einen von ihm bewunderten Autor gedacht. Und das ist ihm gelungen. Es ist nicht Adams, das will er aber auch gar nicht sein, es ist trotzdem der Anhalter und macht Spaß.

Salzig

Inzwischen ist Ju Honisch für mich eine Garantie, dass ich das Buch verschlingen werde und nur mit Mühe und Not wieder aus der Hand lege. So erging es mir mit den zwei bereits gelesenen Werken von ihr, “Salzträume Band 1″ hat mich auch sofort in seinen Bann gezogen.

Zum einen ist es toll, gleich wieder auf etliche Charaktere aus “Das Obsidianherz” zu treffen. Zum anderen ist es die unvergleichliche Atmosphäre, die Ju Honisch immer wieder schafft. Ich muss langsamer lesen, nach diesem Buch habe ich nur noch “Salzträume Band 2″, dann muss ich warten, bis etwas neues von ihr erscheint. Sie schreibt schon fleißig, aber so gute Bücher brauchen natürlich auch ihre Zeit. Wer Steampunk-Feeling in anspruchsvollem aber nicht anstrengendem Stil mag, der sollte es mal mit ihren Büchern versuchen.

Werther ein Werwolf?

Monströse Satiren der guten alten Klassiker sind gerade sehr in Mode. Mit “Heidi und die Monster” hatte ich einen ersten Versuch gewagt und wurde positiv überrascht. Das Cover war zwar grausam, der Inhalt aber durchaus fesselnd.

“Werther und der Werwolf” von Wolf G. Heimrath und Johann Wolfgang von Goethe hat ein wesentlich ansprechenderes Cover vorzuweisen, schlägt aber in die gleiche Kerbe wie “Heidi und die Monster” oder auch “Sissi die Vampirjägerin”. Der Text der “Leiden des jungen Werther” wird stellenweise original zitiert. Von der für “Nicht-Klassikleser” ungewohnten Sprache sollte man sich nicht abschrecken lassen, man findet sich schnell hinein und merkt bald nicht mehr viel davon.

Hier leidet der junge Werther jedoch etwas anders, als man es kennt. Kurz bevor er Lotte kennen lernt, wird er von einem schwarzen Hund gebissen. Als er sich gerade auf einem Ball amüsiert, bricht ein Unwetter los. Zum Glück alleine auf der Terrasse, bemerkt er, dass er statt Händen zwei haarige Klauen sein eigen nennt! Was ist mit ihm geschehen?

Die ersten Seiten versprechen Spaß bei der Lektüre, ich freue mich drauf. Allerdings würde ich zu gerne wissen, wer hinter dem Pseudonym Wolf G. Heimrath oder auch Peter H. Geißen steckt. So unendlich groß ist die deutsche Fantasy-Szene doch gar nicht, wer könnte es sein? Hat jemand einen Tipp für mich?

Neues für Ohren und Augen

Nach “Grimm” von Gesa Schwartz begeben sich meine Augen gerade wieder in ganz andere Gefilde. Zum einen wird es kriminell, mit “Opferzahl” von Arne Dahl. Ein Buch das ich in aller Ruhe genieße, weil mich Dahls Krimis nicht nur mit ausgefeilter Choreographie, sondern auch einer wunderbaren Sprache begeistern.

Zwischendurch gibt es dann immer wieder einen Happen “Nein! Ich gehe nicht zum Seniorentreff!” von Virginia Ironside, das einem mit viel Humor zeigt “Alt werden ist gar nicht so schlimm”.

Gehört wird auch fleißig, nach Arno Geigers “Der alte König in seinem Exil”, das ich wirklich sehr empfehlen kann, ist jetzt “Die Einsamkeit der Primzahlen” von Paolo Giordano an der Reihe. Das erste erzählt vom Schicksal eines Alzheimerkranken am Ende seines Lebens, das andere von zwei jungen Leuten, die schon früh vom Schicksal getroffen wurden. Beide nicht ganz leicht aber sehr fesselnd.

Leichte und schwere Lektüre

Wie schon geahnt, hat “Das Erbe des Lichts – Grim II” von Gesa Schwartz erst gar nicht den Weg auf den SUB gefunden, sondern landete gleich in der Leselotte. Da ich am Wochenende unterwegs war, brauchte es allerdings noch eine etwas leichtere Lektüre. “Grimm II” bringt stolze 1062 Gramm auf die Waage, bei einem Buch über Gargoyle ist das ja auch nicht erstaunlich. Für meine Handtasche aber eindeutig zu groß und zu schwer.

Als leichtere Lektüre durfte mich deshalb “Hand aufs Herz” von Anthony McCarten begleiten. Die Geschichte über einen ganz besonderen Wettbewerb. Wer es schafft, am längsten seine Hand an einem Auto zu halten, wird es gewinnen. Extremsituationen wie diese bringen immer wieder neue Seiten an den Menschen zum Vorschein, zum Teil kannten sie diese Seiten an sich nicht mal selbst. Ein paar Seiten habe ich noch vor mir, es wartet bis ich wieder auf Tour bin. Der Platz auf dem Küchentisch gehört eindeutig den Gargoylen.

Zurück im Tal

Nachdem ich letzte Woche so gut wie gar nicht gelesen hatte, schlafen war einfach wichtiger, habe ich jetzt mal eben ein Buch auf ex weggelesen. “Die Prophezeiung” von Krystyna Kuhn, Teil 4 von Season 1, war dafür aber auch wie gemacht.

Die ersten Bände der Reihe waren schon so gut, dass ich mir vom vierten viel versprach. Und ich wurde nicht enttäuscht, die Rezension folgt demnächst. Ich bin beeindruckt, wie sie einerseits die Season abschloss, aber trotzdem einen Cliffhanger für Season 2 einbaute, der sich gewaschen hat. Man sollte eigentlich warten, bis alle Bände erschienen sind. Aber soviel Beherrschung besitze ich nicht. ;)