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Cory Doctorow – For the Win

 

Cory Doctorow – For the Win

Viele Jugendliche überall auf der Welt spielen sie, Online-Rollenspiele. Die meisten von ihnen nur zum Spaß, aber für viele wurde das Spiel zum bitteren Ernst. Goldfarmer lassen Kinder und Jugendliche für sich arbeiten, sie verdienen ihr Geld mit dem spielen. Allerdings unter unglaublichen Bedingungen und nur für einen Hungerlohn. Wollen sie aussteigen, hat der Spaß ein Ende. Wei-Dong aus LA spielt eigentlich nur zum Vergnügen, lernt aber im Spiel einige der beruflichen Spieler kennen und rutscht in ihren Gewerkschaftskampf gegen die Ausbeuter. Mit Streik ist es nicht getan, schnell geht es um Leben und Tod. Denn die Spiele sind längst große Wirtschaftsräume, deren Ertrag sich die Bosse nicht entgehen lassen wollen.

Cory Doctorow beschreibt in „For the Win“ die unglaublichen Arbeitsbedingungen, unter denen viele dieser Spieler leiden müssen. Aber nicht nur die Welt der Spieler wird näher beleuchtet, auch die Arbeiterwelt in Asien allgemein. Ganze Städte, die nur aus und für Fabriken bestehen, und mit ihnen fallen. Mädchen die aus dem Dorf in die Stadt kommen, um das Geld für ihre ganze Familie zu verdienen und ausgebeutet werden. Gewerkschaften sind dort nicht gewollt, werden mit allen Mitteln verhindert.

Ihr Kampf gegen die übermächtigen Bosse ist Thema dieses Buches. Was passiert, wenn es mutige Menschen gibt, die sich erheben? Ebenso wie der wirtschaftliche Einfluss von Online-Rollenspielen. Teile des Buches ähneln einem Wirtschafts-Grundkurs, aber immer spannend und leicht verständlich anhand der Vorgänge in den Spielen erklärt.

Mir hat sich mit diesem Buch eine Welt eröffnet, die mir bisher unbekannt war. Ich wusste nichts über Goldfarmer und den Handel mit virtuellen Währungen. Anhand der ganz unterschiedlich positionierten Charaktere wird dem Leser gezeigt, wie es hinter den Kulissen zugeht.

Ein Buch, das nicht nur für Spieler interessant ist. Sozialkritisch und zum nachdenken anstoßend, ein wirklich großartiges Buch.

For the Win – Cory Doctorow
635 Seiten, Heyne
ISBN 9783453267527, 16,99 €
 

In der Kürze liegt die Würze

Es stimmt also doch, in der Kürze liegt die Würze. Seit ich meine Linkliste radikal gekürzt habe, wird sie wesentlich öfter von den Lesern genutzt. Verständlicher Weise, ich hatte selbst wenig Lust, mich durch die gesamte Liste zu klicken. Aber ich habe es getan, jeden Link auf “bleiben oder gehen” getestet und ihr findet jetzt nur noch eine kleine aber feine Auswahl an Links aus den verschiedenen Bereichen.

Neben den selbstverständlichen Bücherblogs und Links aus der Buchwelt gibt es auch noch einige Würzburger Blogs zu entdecken und die Seiten verschiedener Phantastik-Schaffender aus der Umgebung. Wobei diese Umgebung inzwischen schon bis Berlin reicht. ;)

Alles neu macht der März

Ja, hier sieht es schon wieder ganz anders aus. So wirklich perfekt war das Zwischendurch-Theme dann doch nicht. Mir hat einfach das Header-Bild gefehlt. Das ursprünglich mal nur eine Übergangslösung sein sollte, inzwischen aber zu Papiergeflüster gehört wie die Bücher.

Also machte ich mich wieder auf die Suche und bin jetzt bei diesem Aussehen gelandet. Mein Header ist wieder da, die runden Ecken gefallen mir richtig gut. Außerdem ist es heller als die Zwischendurch-Lösung, die zwar schöne Farben hatte, aber etwas trist wirkte.

Was meint ihr dazu? Fehlt noch etwas? Hättet ihr gerne noch einen Punkt in der Sidebar? Wenn ja, welchen? Findet man die Kommentar-Funktion jetzt wieder leichter?

Arnaldur Indridason – Abgründe (Hörbuch)

 

Sigurdur Oli wird von einem Freund um Hilfe gebeten, immerhin arbeitet er ja bei der Polizei. Ein Freund des Freundes wird erpresst. Als Sigurdur Oli bei dem Erpresserpärchen auftaucht, findet er den weiblichen Teil davon als Leiche vor. Erschlagen. Bei den Ermittlungen taucht immer wieder der Unfall eines Investmentbankers auf, der vor einem halben Jahr bei einem Ausflug ums Leben kam. Hängen die beiden Fälle zusammen? Und warum taucht der Penner Andres immer wieder im Präsidium auf? Was will er ihnen mitteilen?

„Abgründe“ war mein erster Krimi von Indridason und sicher auch mein letzter. Es wirkt, als hätte der Autor sich nicht entscheiden können und mal eben alle Themen reingepackt, die ihm einfielen. Es beginnt mit Erpressung einer Person, die in der Öffentlichkeit steht, wegen nicht gesellschaftlich anerkannter Sexualpraktiken. Irgendwie landet er dann bei Wirtschaftskriminalität, Drogengeschäften und Geldeintreibern. Nebenbei kommt noch Jugendkriminalität und Missbrauch zur Sprache. Den Bogen über all diese Themen zu spannen scheint unmöglich, Indridason hat es auch nicht geschafft.

Der Fall selbst, der Mord an Lina, ist relativ schnell gelöst, nur das warum muss noch geklärt werden. Das zieht sich dann über eine große Strecke des Romans hin, ohne dabei wirklich spannend zu sein. Der zweite Fall des Penners Andres hat mich mehr berührt als der eigentliche Hauptfall, kam aber viel zu kurz, hat keinerlei Zusammenhang mit dem Rest des Buches und wird am Ende sehr schnell abgehakt.

Es gibt Hörbücher, bei denen ich alles um mich herum vergesse. Bei diesem hier habe ich vergessen, dass ich gerade einen Krimi höre. Wenn mal wieder 10 Minuten an mir vorbei gingen, ohne dass ich hätte sagen können, was gerade passierte, störte mich das überhaupt nicht. Wäre ich sonst ein Stück zurück gesprungen, um das Verpasste nachzuhören, war es mir hier egal und ich heilfroh, als es vorbei war. Ob Sigurdur Oli sich noch die Prostata untersuchen ließ, weiß ich. Es interessiert mich aber auch nicht.

Selten einen dermaßen langweiligen Krimi gehört, der erste Hörbüchflopp des Jahres. Der Sprecher war dieses Mal unschuldig, die Stimme von Walter Kreye passte wunderbar, das Hörbuch konnte er aber nicht retten.

Hörbuch

Abgründe
Autor Arnaldur Indridason

Sprecher Walter Kreye
Länge 5 Stunden 9 Minuten (gekürzt)
Genre: Krimi

Hörprobe und Downloadmöglichkeit bei Audible (Preis 19,99 €)

Im Flexi-Abo für 9,95 €

Für Camping-Hasser

Als kleiner Happen zwischendurch und zur Entspannung der Bauchmuskulatur durch lachen, lese ich jetzt “Das Vorzelt zur Hölle” von Tommy Krappweis. Tommy verarbeitet die Horror-Campingurlaube seiner Kindheit und er hat sie wirklich abgrundtief gehasst. Das liest man aus jedem Satz heraus und kann es ihm so gut nachfühlen. Spätestens nachdem Vater Krappweis das erste Mal selbst zu Wort kommt und klar wird: Tommy übertreibt nicht. Das war wirklich so und er tut mir leid. Ich hätte diese Urlaube wohl ähnlich verbracht wie er, mit einem Buch vor der Nase.

Faszinierende kleine Leute

“Hyddenworld: Der Frühling” von William Horwood gehört zu den wenigen Büchern, von denen ich wünschte, sie wären unendlich. Die Aussicht auf drei weitere Teile ist tröstlich. Trotzdem lese ich extra langsam und in kleinen Häppchen.

Was das Buch so besonders macht? Gar nicht so einfach zu sagen. Kleine Leute in einer Parallelwelt zu unserer sind eigentlich nicht neu. Die Hydden erinnern an eine Mischung aus Hobbits und Heinzelmännchen. Böser Widersache und seine Gegenmacht vergeht, Nachfolger dringend gesucht: auch nicht wirklich neu. Held weiß noch gar nicht dass er Held ist, muss dann aber ganz schnell einer werden: irgendwo schon mal gehört.

Aber einfach nicht so. Atmosphäre, Sprache, Charakterzeichnung, hier stimmt einfach alles! Und was für liebenswerte und schräge Charaktere, selbst der geniale Erfinder ist etwas besonderes, weil gerade mal 11 Jahre jung. Jack und Katherine mussten schon in jungen Jahren viel durchmachen und wurden dadurch keine einfachen Charaktere, aber gerne haben muss man sie doch einfach. Die Bösewichte bleiben lange undeutlich und schemenhaft, im doppelten Sinne. Der Spannung tut das sehr gut.

“Hyddenworld” kann ich jedem Fantasy-Leser, der genug von der Schnulzen-Pseudo-Fantasy hat, nur ans Herz legen. Eines der ganz besonderen Bücher, das sich mit Robin Hobbs “Weitseher-Saga” und Tad Williams “Osten-Ard” messen kann.

Arne Dahl – Gier

 

Arne Dahl – Gier

G20 Gipfel in London, plötzlich sprintet ein Chinese über die Absperrung und wird angefahren. Seine letzten Worte flüstert er einem Europolmitarbeiter ins Ohr. Der leider kein Chinesisch kann. Kurz darauf wird eine weibliche Leiche in einem Wald gefunden, kunstvoll drapiert. Was wollte der Mörder damit ausdrücken? Eine chinesische Putzfrau wird zufällig im Haus ihrer Arbeitgeber eingesperrt und googelt verdächtige Begriffe. Mit diesen Fällen beschäftigt sich die noch gar nicht existierende operative Einheit von Europol. Ein Team, das sich aus Polizisten der verschiedensten Nationen zusammensetzt, geleitet von Paul Hjelm. Gibt es vielleicht einen Zusammenhang zwischen all diesen Fällen? Was hat die Mafia damit zu tun?

Arne Dahl hat wieder einen erstklassigen Krimi geschrieben. Wie gewohnt geht es recht ruhig los, kommt erstmal nur langsam in Fahrt, um seine Leser dann aber mit auf eine abenteuerliche Schussfahrt der Spannung zu nehmen und sie nicht mehr vom Buch loskommen zu lassen. Kaum haben sich die ersten der vielen verschiedenen Fäden verknüpft, hängt man wie die Fliege im Netz und will einfach nur noch weiter lesen.

Wer das A-Team mochte, muss auch bei Europol nicht auf sie verzichten. Ein Teil der Truppe ist zwar schon in Rente gegangen, aber es finden sich viele alte Bekannte in diesem Buch wieder. Dazu kommen etliche neue Charaktere, jeder eigen, wie man es bei Dahl gewohnt ist. Die neue Truppe zu einer Einheit werden zu lassen geht natürlich nicht ohne Reibereien vonstatten. Sich die ehemaligen A-Team Mitglieder als alte Männer vorzustellen, fiel mir oft schwer. Aber gegen Ende des Buches hatte ich mich auch damit abgefunden. Mal sehen wie viele Bücher es noch dauert, bis sie komplett durch eine neue Mannschaft ersetzt werden.

„Gier“ ist wieder einmal ein Krimi der Extraklasse. Wer etwas anspruchsvollere Krimis mag, in denen es nicht nur um Gewalt und Blut geht, der sollte unbedingt zu Arne Dahl greifen.

Gier – Arne Dahl
506 Seiten, Piper
ISBN 9783492053051, 16,99 €

Homepage zum Buch mit Leseprobe

Monatsrückblick Februar 2012

Gelesen:

- Maryrose Wood – Das Geheimnis von Ashton Place

Wunderschönes Jugendbuch ab 11. Ein Kindermädchen tritt seine neue Stelle an und muss feststellen, dass diese Kinder nicht einfach nur wild sind, sie wurden bisher von Wölfen aufgezogen. Liebevoll widmet sie sich ihren Zöglingen, aber jemand in Ashton Place hat andere Pläne mit den Kindern. Gefährliche Pläne.

- Julia Stagg – Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf

Die Idylle eines französischen Bergdorfes wird durch eine haarsträubende Enthüllung gestört: Engländer haben das Restaurant im Dorf gekauft. Das darf nicht sein, die können doch gar nicht kochen! Am Ende kommt dann doch alles anders als gedacht. Herzerwärmendes Buch, dass man mit einem Lächeln schließt.

- Ben Aaronovitch – Die Flüsse von London

Skurile Fantasy auf hohem Niveau. Peter ist ein ganz normaler Polizist am Ende seiner Ausbildung, bis er einen Geist als Zeugen vernimmt. Was er besser nicht ins Protokoll aufnimmt. Und schon steckt er mittendrin in abenteuerlichen Ermittlungen, muss Streitigkeiten zwischen Flussgottheiten schlichten und ist Zauberlehrling. Lustig und spannend in einem, ich freue mich auf weitere Abenteuer mit Peter.

- Florian Bredl – Kunden aus der Hölle

Absurde Gespräche mit Kunden, die so oder ähnlich jeder kennt, der mit Kunden zu tun hat. Sehr amüsant.

- Alina Bronsky – Spiegelkind

Es gibt sie noch, Jugendfantasy ohne Liebesgeschichte. Statt dessen eine atmosphärische Welt mit packenden Charakteren. Sehr spannende Dystopie, auch wenn noch viele Fragen ungeklärt bleiben.

- Jutta Profijt – Kühlfach 4

Fängt ziemlich durchschnittlich an, mausert sich aber schnell zu einem spannenden Krimi mit sehr viel Humor. Die weiteren Fälle des ungleichen Ermittlerpaares, Rechtsmediziner und ein Geist, werde ich sicher auch noch lesen.

- Patrick Rothfuss – Die Furcht des Weisen II

Etwas enttäuschender zweiter Teil der Fortsetzung zu “Der Name des Windes”, der sich in der ersten Hälfte zieht wie zu lange gekauter Kaugummi. Das Ende versöhnte mich wieder, der dritte Band wird auf jeden Fall trotzdem gelesen. Wenn er dann erscheint.

- Heike Maria Schmidt – Purpurmond

Wunderschöner Jugendroman, den man am Stück wegschmökern möchte. Auch in Bamberg wurden Hexen verbrannt, Cat wird dank eines Fluches durch die Zeit zurück geschickt und steckt ziemlich im Schlamassel. Sie muss verhindern, dass dieser Fluch ausgesprochen wird, um ihr Leben zu retten. Der freche und forsche Charakter von Cat gefiel mir sehr gut, erinnerte ein wenig an “Rubinrot” von Kerstin Gier und die “Mara”-Reihe von Tommy Krappweis.

- Arne Dahl – Gier

Auch Jahre später haben die ehemaligen Mitglieder des A-Teams noch immer genug zu tun, ein Teil von ihnen arbeitet jetzt bei Europol, in einer gar nicht existierenden operativen Einheit. Zusammen mit Polizisten aus aller Herren Länder. “Gier” beginnt relativ ruhig, nimmt dann aber schnell an Fahrt auf um den Leser dann in einer mitreißenden Story gefangen zu halten. Mafia, Umweltverbrechen und Wirtschaftskriminalität mischen sich zu einem Krimi der Extraklasse.

 

Gehört:

- Arnaldur Indridason – Abgründe

Sterbenslangweiliger Krimi in den zu viel hineingepackt wurde, als dass es noch eine Geschichte hätte ergeben können. Der Autor hätte sich besser entschieden und den einen oder anderen Strang gestrichen. Am besten den Hauptstrang, eine der Nebenhandlungen hat mich wesentlich mehr gefesselt. Mein erster und letzter Versuch mit Indridason.

Heike Eva Schmidt – Purpurmond


Heike Eva Schmidt – Purpurmond

Cat findet im alten Drudenhaus einen Kupferhalsreif und legt ihn sich um. Nicht ahnend, dass ein Fluch auf dem Schmuckstück liegt, der sie prompt 300 Jahre in die Vergangenheit zurück schickt. Im mittelalterlichen Bamberg wird Cat Zeugin einer Hexenverbrennung. Zurück in ihrer Zeit stellt sie voller Schrecken fest, dass sie den Reif nicht mehr öffnen kann. Stattdessen wird er immer enger und droht ihr schon bald die Luft abzuschneiden. Sie muss zurück in die Vergangenheit und verhindern, dass der Fluch ausgesprochen wird. Nur so kann sie ihr Leben retten. Ist es Zufall, dass sie im alten Bamberg immer wieder auf die kräuterkundige Dorothea trifft? Kann sie ihr vielleicht helfen?

„Purpurmond“ ist ein wunderschöner Schmöker, in dem man versinkt und erst Stunden später wieder auftaucht. Der Schreibstil ist locker und frech, wie auch der Charakter von Cat. Sie ist nicht auf den Mund gefallen, was in der Vergangenheit natürlich zu dem einen oder anderen Fauxpas führt. Nicht nur die unpassende Wortwahl, auch ihr unweibisches Verhalten fällt natürlich auf. Was sie aber nicht daran hindert, das Herz eines Klosterbruders zu erobern. Wenn auch eher ungeplant. Eigentlich hat sie gerade wichtigeres zu tun, nämlich ihr Leben zu retten.

Die Liebesgeschichte ist präsent, im Vordergrund steht aber die Geschichte der Hexenverbrennungen in diesem düsteren Zeitalter. Als man ziemlich schnell auf dem Scheiterhaufen landete, nachdem man bei einer peinlichen Befragung, also unter schwerster Folter, alles gestanden hatte, was die Peiniger einem vorsagten.

Emanzipation und Liebe sind immer wieder Thema in „Purpurmond“, aber auf angenehm realistische Weise. Ohne Kitsch und übertriebene Moralpredigten. Ganz im Gegenteil wird wunderschön beschrieben, wie Cat zum ersten Mal das Gefühl des Verliebtseins erlebt und erst gar nicht wirklich einordnen kann.

„Purpurmond“ erinnerte mich an Kerstin Giers „Rubinrot“ und die „Mara“-Reihe von Tommy Krappweis. Ein Schmöker mit Humor und historischem Hintergrund, ein Mädchen im Gefühlswirrwarr der ersten Liebe und ein Schuss Magie. Eine gute Mischung, aus der Heike Eva Schmidt einen sehr gelungenen Jugend-Roman zauberte, der auch ältere Leserinnen noch zu fesseln vermag.

Purpurmond – Heike Eva Schmid
351 Seiten, PAN Verlag
ISBN 9783426283660, 14,99 €
Hardcover

Entscheidungsnot

“Purpurmond” war wie erwartet ein toller Schmöker und ist schon ausgelesen. Jetzt standen zwei Bücher zur Auswahl, zwischen denen ich mich nicht entscheiden konnte. Also habe ich beide angefangen. Und werde wohl je nach Lust und Laune mal das eine, mal das andere weiterlesen.

Arne Dahl lese ich schon lange sehr gerne, er hat mich für Krimis begeistern können. Ganz frisch von ihm ist “Gier” erschienen. Die bekannten Ermittler bekommen neue Kollegen, bei Europol. Die ersten Seiten haben schon dafür gesorgt, dass mein Frühstück wesentlich länger und üppiger ausfiel als geplant.

Klett Cotta Hobbitpresse ist bekannt für großartige Fantasyromane. “Hydddenworld: Der Frühling” von William Horwood reiht sich, laut den bisherigen Kommentaren, nahtlos in die Reihe bemerkenswerter Phantastik ein. Nach den ersten Seiten bin ich schon begeistert von den sprachlichen Spielereien. Diesen Roman hätte ich wohl besser im englischen Original genossen. Aber viele Wortspielereien wurden nicht übersetzt, so dass ihr Charme erhalten bleibt.

Wer sich gerade über “ein Buch an einem Tag gelesen” und “ausgiebiges Frühstück” wundert, ich habe diese Woche Urlaub und viel Lesezeit eingeplant.