Belletristik Besprechungen

Angela S. Choi – Hello Kitty muss sterben

5. August 2012

 

Fiona ist eine erfolgreiche Anwältin in Amerika. Lebt aber noch immer bei ihren chinesischen Eltern. Mit 28 Jahren sollte sie endlich heiraten, beschließt ihr Vater. Und besorgt ihr jedes Wochenende ein Date, für das sie bitte den Lippenstift nicht vergessen soll! Mit Männern hatte Fiona bisher wenig Glück, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass ihre chinesische Erziehung keinen Sex vor der Ehe erlaubt. Welcher Mann will schon beim dritten Date heiraten? Als sie zufällig einen alten Bekannten wieder trifft, lösen sich einige ihrer Probleme fast wie von selbst.

„Hello Kitty muss sterben“ beschreibt die schwierige Rolle zwischen zwei extrem gegensätzlichen Kulturen. Fiona kann es niemandem Recht machen. Die Eltern hätten gerne eine Hello Kitty, ein süßes Ding ohne Zähne oder Krallen. In der Welt vor der Tür ihres Elternhauses muss sie sich im harten amerikanischen Leben beweisen. Das führt auch mal zu etwas ausgefallenen Aktionen.

Das an sich ernste Thema wird hier in tiefschwarzem Humor verpackt. Bitterböse, was sicher nicht jedermanns Sache ist. Ich habe mich dabei köstlich amüsiert. Wer sich unsicher ist, sollte einfach mal die ersten Seiten probelesen, wenn man damit klar kommt, geht auch der Rest. Aber Vorsicht, ich lag laut lachend im Bett.  Das könnte in der Öffentlichkeit eventuell peinlich werden, wenn ihr gerade ein quietschepinkes Buch in Händen haltet.

Die Coverfarbe hatte mich erst neugierig gemacht, dann aber doch auch skeptisch. Zum Glück habe ich mich nicht abhalten lassen, Buchtipp für alle, die ihren Spaß an schwarzem Humor haben und kein Problem mit ernsten Untertönen.

Hello Kitty muss sterben – Angela S. Choi
283 Seiten – btb Verlag
ISBN 9783442741267, 8,99 €
Taschenbuch

2 Kommentare

  • Antworten mrscoffee 6. August 2012 von 12:58

    Das Cover und der Titel würden mich tatsächlich erstmal abhalten, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Es wirkt dadurch mehr wie ein Teenieroman. Das es aber anscheinend etwas ganz anderes ist, hat mir deine Rezension gezeigt. Und sie hat mich neugierig gemacht.
    Viele Grüße und Dank
    mrscoffee

    • Antworten Emily 6. August 2012 von 19:41

      @mrscoffee: Ein Teenieroman ist es definitiv nicht, wird gegen Ende schon eher zum Thriller.

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