„Garou“ ist die Fortsetzung zu „Glennkill“. In seinem Testament hatte der in „Glennkill“ verstorbene Schäfer verfügt, dass seine Schafe Europa besuchen sollen. Das tun sie in „Garou“ dann auch. Zusammen mit ihrer Schäferin Rebecca beziehen sie in Frankreich ihr Winterquartier neben einem alten Schloss. Doch mit der winterlichen Ruhe ist es schnell vorbei, als ein gerissenes Reh neben ihrer Weide gefunden wird. Obwohl niemals Hunde zu sehen sind, hört man nachts ab und an ein unheimliches Heulen aus dem Wald. Vor einigen Jahren hatte es hier wohl schon einmal eine Schafsherde gegeben. Nur ein Schaf ist noch von ihr übrig. Wenn es denn ein Schaf ist, was unter all der ungeschorenen Wolle steckt. So sicher kann man da nicht sein, es ist ziemlich verwirrt und spricht ständig mit Schafen, die sonst niemand sieht. Die Ziegen von der Nachbarweide nennen den Schrecken beim Namen: ein Loup-Garou geht um. Der Werwolf hat schon früher getötet, und nicht nur Rehe…
„Garou“ hat den gleichen wolligen Charme wie schon „Glennkill“. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, wieder mit den Schafen unterwegs zu sein. Die Welt aus ihrer Sicht zu sehen, zu verfolgen wie sie das Leben ihrer Schäferin auf herrlich schafige Weise so manches mal missverstehen und ihr zu gerne die Meinung sagen würden. Dumm sind sie nicht, zumindest nicht alle. Mopple the Whale denkt zwar hauptsächlich ans Fressen, ist aber das Gedächtnisschaf und kann sich an fast alles erinnern. Das Denken übernimmt dann Maple, das klügste Schaf der Herde. Jedes Schaf hat etwas beizutragen, zusammen sind sie stark und lösen auch diesen Fall wieder, in dem nicht alles so ist wie es zu sein scheint.
Mit den Ziegen wurde das Charakterrepertoire erweitert. Sympathischer sind einem eindeutig die Schafe, auch wenn ich die kleine Madouc am Ende schon sehr ins Herz geschlossen hatte. Wer schon mal mit Schafen und Ziegen zu tun hatte, wird die Unterschiede zwischen den Vierbeinern hier sehr treffend beschrieben finden. Wenn Schafe und Ziegen aufeinander trafen, kam es immer wieder zu wunderbaren Szenen mit viel Humor.
„Garou“ ist wieder ein Krimi der etwas anderen Art mit sehr viel Charme und Atmosphäre, aber auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Eine tolle Fortsetzung zu „Glennkill“, ich hoffe es wird noch weitere Bände mit den wolligen Ermittlern geben.
Garou – Leonie Swann
416 Seiten, Goldmann
ISBN 9783442312245, 19,95€
Hardcover


Hach, das hört sich wieder sooo toll an! Ich habe gerade noch mehr Lust auf Schaflogik und ein Wiedersehen mit Mopple, Miss Maple und Zora bekommen… *seufz*
Ich kann mich Seychella nur anschließen. Würde die Schafbande auch gern mal wieder sehen bzw. hören (ich glaub ich warte aufs Hörbuch)
Klingt gut!
Liebe Grüße
@Seychella: und Cloud und Lane und Othello und das Winterlamm, das hier übrigens einen Namen findet.
Madouc würdest Du sicher auch mögen.
@Katrin: es ist wirklich gut, ich habe gerade Lust bekommen “Glennkill” nochmal zu lesen. “Garou” war viel zu schnell vorbei.
Wie gemein, dadurch wird es auch nicht besser… Ich muss mal Miss Maple nach einer Lösung fragen – Hardcover kaufe ich mir doch möglichst nur günstiger gebraucht. Und das kann noch lange dauern…
Und Madouc ist eine Ziege? Und warum würde ich sie mögen? *löcher*
@Seychella: Ja, Madouc ist eine kleine schwarze Ziege. Die es gar nicht einfach hat im Leben. Aber sehr mutig ist und sich nicht klein kriegen lässt.
Ich hatte ja ein wenig Sorge, dass das Buch bei Weitem nicht an Band 1 heranreicht, aber deine Rezension klingt toll! Ich hab “Glennkill” geliebt und werd mir mit Sicherheit auch “Garou” kaufen – allerdings wohl erst das Taschenbuch.
@irina: Die Sorge hatte ich auch, aber wenn man mich jetzt fragen würde, könnte ich mich kaum entscheiden ob mir “Glennkill” oder “Garou” besser gefiel.
Hm … vielleicht zieh ich doch das Hardcover in Erwägung?! *lach*
Ich freu mich auch schon auf ein Wiedersehen mit den Schafen. Hat ja auch eeewig gedauert. Allerdings werde ich mir das Hörbuch zulegen, da es von Andrea Sawatzki gelesen wird und da kann ich nicht widerstehen.
Mir hat das Buch genauso gut gefallen wie dir. Auch ich fand es viel zu kurz und ich hätte gern noch mehr Abenteuern mit den Schäfchen
Liebe Grüße!
@Katrin: Freut mich sehr, dass es Dir ebenso gut gefiel.
Bisher habe ich nur positive Meinungen dazu gehört.
Liebe Grüße
Emily
[...] meine Rezension dazu findet ihr jetzt schon hier. var flattr_wp_ver = '0.9.11'; var flattr_uid = '14786'; var flattr_url = [...]
Ich habe es ja jetzt nun auch gehört und schließe mich den positiven Meinungen an. Außerdem habe ich mit Madouc einen neuen Liebling gefunden. ♡
Und als jemand, der auch schon mit Schafen und Ziegen zu tun hatte, kann ich sagen: Ja, die beiden Tierarten sind in ihren Eigenarten wirklich sehr treffend beschrieben. Da hast du echt recht, Emily!
@Nina: Madouc gefiel mir auch gut, ich hoffe sie taucht in einer eventuellen Fortsetzung auch wieder auf.
Kann mich nur anschliessen, es ist wirklich top gelungen. Ich selbst besitze eine kleine Schafherde alle mit Namen und persönlichen Eigenheiten und man trifft im Buch einige wieder. Bei uns zogen auch zwei Ziegen im August ein, die heißen selbstverständlich Madouc und Amalté.
Kleiner Tipp für alle, die auf das Buch oder Hörbuch warten, in der Bücherei größerer Orte ist beides vorrätig.
Grüße Jani und die Wollweiber