Endlich “Irgendwo ganz anders”
14. Dezember 2009 von Emily
Auch wenn ich mich tatsächlich öfter mal “irgendwo ganz anders” hin wünsche, diesmal ist der fünfte Band der Thursday Next Reihe von Jasper Fforde gemeint. Fforde hat einen ganz eigenen Stil, den sicher nicht jeder mag. Aber ich finde ihn einfach genial.
Neben äußerst passenden Beschreibungen zur allgemein üblichen Politik (“von einer Krise zur nächsten zu stolpern und das Land mit ständigen Ad-hoc-Gesetzen und schlagzeilenträchtigem, aber sinnlosem Aktionismus zu beruhigen”) wurde auch das Leben mit einem Pubertierenden ziemlich treffend beschrieben (“er grunzte und maulte bei der kleinsten Bitte, lag bis Mittag im Bett und gammelte dann in einem Zustand herum, der einem Karriere-Zombie alle Ehre gemacht hätte”). Da musste ich doch spontan an Moggadodde und ihre Erfahrungen denken.
Die Idee, Dummheit zu sammeln und in einer großen Mega-Dummheit alle zehn Jahre aufzubrauchen ist einfach typisch für Ffordes schräge Einfälle, von denen es anscheinend auch in diesem Buch wieder nur so wimmelt. Immerhin besser, als wenn es von ditransitiven Verbisoiden wimmelt. Fragt mich nicht, was das sein soll, aber es klang ungesund.
Ich freue mich schon auf die noch fehlenden 360 Seiten.



TOLL!! Freut mich, dass dir der Band so gut gefällt, ich werde ihn mir wohl auch kaufen, sobald ich etwas mehr Zeit habe zu lesen, denn Thursday Next ist ja ein MUSS
“Irgendwo ganz anders” schwebt auch in meinen Regalen herum, ich denke vom Stil (jetzt nur vom Klapptext her, denn bisher habe ich noch kein Buch vom Autor gelesen), kommt mir Fforde etwas wie Douglas Adams vor. Hast du mal “Per Anhalter durch die Galaxis” bzw. die folgenden Bände gelesen?
@Kari: es lohnt sich, wenn Dir die ersten Bände gefallen hatten.
@Sandra: Nein, nicht wirklich. Der Stil von Adams und Fforde ist schon unterschiedlich (Ja, ich habe die Anhalter Reihe schon gelesen, die ersten beiden Bände dieses Jahr zum wiederholten Mal). Beide Autoren haben aber auch einen sehr eigenen Stil. Gemeinsam sind ihnen die vielen schrägen Ideen, die dem Leser so ganz nebenbei präsentiert werden. Die Thursday Next Reihe von Fforde sollte man aber besser von Anfang an lesen. Es wird zwar auch viel erläutert und man kann auch mittendrin einsteigen, mehr Spaß macht es aber, wenn man die Vorgeschichte auch kennt.
Mhhhhh … ich werde mein Glück erstmal mit dem Aktuellen versuchen, und wenn mir die Geschichte gut gefällt müssen wohl auch die Vorgänger herzu
.