Archiv für 6. September 2009

Diana Gabaldons 7. Band der Highland Saga

Es ist offiziell, noch dieses Jahr erscheint mit “Echo der Hoffnung” der siebte Band der Highland Saga! Endlich wieder mit Jamie und Claire in vergangenen Zeiten verschwinden, ich freue mich schon. Auch wenn ich an 1024 Seiten ganz schön lange lesen werde.

Als Erscheinungstermin ist der 27.11.2009 angegeben, veröffentlicht wird er wieder im Blanvalet Verlag. Der Preis soll 24,95 Euro betragen. (ISBN 9783764503031)

Dieser Herbst liefert einige tolle Bücher, wer hat ein wenig Zeit für mich übrig?

Torkil Damhaug – Die Bärenkralle

Bärenkralle

Mitten in Oslo werden drei ermordete Frauen aufgefunden. Das Seltsame an diesen Mordfällen sind die Wunden. An allen Leichen werden die Spuren von Bärenkrallen gefunden. Neben den Toten finden sich passende Fußabdrücke. Ein Bär mitten in der Großstadt? Die Bevölkerung wird nervös, die Polizei arbeitet unter Hochdruck an der Lösung des Falls.

Anfangs konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Die Auflösung scheint einem sehr früh klar. Doch mit der Zeit häufen sich die Anzeichen, dass es doch noch andere Lösungen gibt. Etwa nach zwei Dritteln überschlägt sich die Handlung dann, alles kommt ganz anders als erwartet, der Leser folgt atemlos einer neuen Erkenntnis nach der anderen.

Das Ende hat mich mit dem Buch versöhnt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es beinahe nicht weiter gelesen hätte, da mir die Lösung so früh so offensichtlich schien. Alles löst sich am Ende logisch auf, die Irrwege auf die der Leser gelockt wird, sind kunstvoll gesponnen. Aber ich gehöre zu den Krimilesern, die gerne miträtseln und nicht am Ende von etwas ganz anderem überrascht werden, was man anfangs nicht erahnen konnte. Auch die Ermittler sind mir sehr wichtig, mit diesen hier wurde ich nicht richtig warm. Sie blieben eher Statisten, die Hauptrolle spielt jemand ganz anderes. All das ist Geschmackssache, und mag anderen Lesern sogar besonders gut gefallen.

Alles in allem ein gelungener Krimi, der zwar ruhig und fast schon langweilig anfängt, gegen Ende aber immer spannender wird und dann auch wirklich Spaß macht.

Tad Williams / Deborah Beale – Die Drachen der Tinkerfarm

Tinkerfarm

Lucinda und Tyler sollen den Sommer auf der Farm eines Onkels verbringen. Wirklich begeistert sind sie nicht von der Aussicht, zwischen Kühen und Schweinen ihre Ferien zu verleben. Doch dann kommt alles ganz anders.

Auf der „Ordinary Farm“ leben alles andere als ordinäre Tiere. Drachen und Einhörner sind nicht die einzigen fabelhaften Wesen, die sich auf dieser Farm tummeln. Auch ihre Bewohner sind ungewöhnlich. Wo kommen all die Fabelwesen her? Und wohin verschwand vor Jahren ihre Tante Grace? Vor allem Tyler lassen diese Geheimnisse keine Ruhe, er macht sich auf die Suche nach Antworten, was alles andere als ungefährlich ist.

Das Buch spielt in unserer Welt und gleichzeitig mit der Möglichkeit des Unmöglichen. Wer kann sich schon sicher sein, dass nicht irgendwo auf einer entlegenen Farm Drachen hausen?

„Die Drachen der Tinkerfarm“ ist ein spannendes und fabelhaftes Fantasybuch für Leser jeden Alters. Auch wenn es für Jugendliche geschrieben wurde, vermag es ebenso erwachsene Leser zu fesseln. Nicht nur durch die wunderschönen Beschreibungen der tierischen Bewohner der Farm, auch die Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft ließ mich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Nicht zuletzt, da keine Magie im Spiel ist, mehr will ich hier aber nicht verraten.

Tad Williams schrieb dieses Buch zusammen mit seiner Frau Deborah Beale, vielleicht ist ihr zu verdanken, dass die für Williams typischen Einstiegsschwierigkeiten hier fehlen. Bisher musste ich mich noch in alle seine Bücher erst einmal einlesen, da er seine Welten sehr ausgefeilt beschreibt und dafür einfach Zeit und Platz braucht. Dies ist hier nicht so, man ist sofort drin in der Geschichte und möchte einfach nur noch weiter lesen.

Da „Die Drachen der Tinkerfarm“ der Auftakt zu einer neuen Reihe sind, kann ich mich schon auf die weiteren Bände freuen. Auch wenn es natürlich nicht verkehrt wäre, erschiene vorher noch der dritte Band zu „Shadowmarch“.

Allen Fantasylesern kann ich die „Drachen der Tinkerfarm“ wärmstens empfehlen. Lasst euch von den jugendlichen Charakteren nicht abschrecken, es ist wirklich mal wieder ein Buch das den Titel „All-Age-Fantasy“ wirklich verdient.

Monatsrückblick August 2009

Der Urlaub hat sich bemerkbar gemacht, im August habe ich dreizehn Bücher mit insgesamt 5926 Seiten gelesen. Im Nachhinein frage ich mich, wann ich die gelesen habe? Die Zugfahrten wurden scheinbar wirklich gut genutzt. Das war bisher mein Rekordmonat. Zumindest seit ich Buch über die gelesenen Werke führe, also in den letzten fünf Jahren. So schnell werde ich den sicher auch nicht mehr brechen. ;)

Kristin Cashore – Die Beschenkte ++
Tolle All-Age Fantasy, von der Werbung “für Biss-Fans” sollte man sich nicht abschrecken lassen. Damit hat es überhaupt nichts gemeinsam.

Christoph Marzi – Heaven, Stadt der Feen +

Nette Jugendfantasy, aber nicht vergleichbar mit der Lycidas-Reihe.

Fabian Geier – J. R. R. Tolkien (rororo Monographie) ++

Sehr interessant und alles andere als staubtrocken. Seit der Lektüre habe ich Lust, den Herrn der Ringe nochmal mit dem neuen Wissen im Hintergrund zu lesen.

John Updike – Die Hexen von Eastwick 0
Hat mich nicht wirklich überzeugt, mit dem hier gezeichneten Frauenbild hatte ich Probleme.

Jasper Fforde – Der Fall Jane Eyre ++

Auch beim zweiten Mal lesen wieder toll, aber unbeschreiblich.

Arne Dahl – Rosenrot ++

Hat wieder sein Niveau gehalten, Dahls Krimis liegen genau auf meiner Wellenlänge.

Sven Regener – Neue Vahr Süd ++

Gefiel mir von all seinen Büchern am besten.

Florian Illies – Ortsgespräch +

Ganz nette Zwischendurchlektüre, gefiel mir besser als “Generation Golf”.

Douglas Adams – Das Restaurant am Ende des Universums ++
Adams eben, wer schrägen Humor mag ist hier richtig.

Markus Tietz – Rattentanz +(+)

Spannender Thriller der die Frage beantwortet, wie es uns ergehen könnte, wenn wir von heute auf morgen ohne Strom auskommen müssten.

C. J. Sansom – Der Anwalt des Königs +

Netter Historienkrimi, etwas zu langatmig.

Alice Sebold – In meinem Himmel +

Aus der Geschichte hätte man mehr machen können. Die ein oder andere Emotion hätte nicht geschadet.

Andrew Davidson – Gargoyle +(+)

Schwer einzuordnen, romantischer Historienroman mit einem Schuss Mystik. Lesenswert, aber nicht absolut fesselnd.