Archiv für 6. Dezember 2008

Engelsspiele

“Somnia” und “Bis an das Ende der Nacht” sind beendet, gestern hatte sich noch schnell der neue Rowling, “The Tales of Beedle the Bard” dazwischen geschoben, jetzt versuche ich mal wieder nur ein Buch zu lesen. Und zwar “Das Spiel des Engels” von Carlos Ruiz Zafón. Es fängt sehr gut an, ich hoffe so geht es auch weiter.

Daneben gibt es bisher nur den literarischen Adventskalender von Jostein Gaarder, “Das Weihnachtsgeheimnis”. Ist ganz nett, aber noch kann ich die Begeisterung dafür nicht ganz nachvollziehen. Nächstes Jahr hole ich mir wohl doch lieber einen kriminellen Adventskalender wie “Der Tod hat 24 Türchen”.

Bernhard Hennen – Das Fjordland (Elfenritter Bd. 3)

Fjordland

Das Fjordland steht kurz vor der entscheidenden Schlacht. Wird der Schild der Albenmark fallen? Wird Mandred auftauchen und seinem Volk helfen, wie es in den Sagen immer wieder berichtet wird? Kann Gishild die Fjordländer zum Sieg führen?

Mehr will ich zum Inhalt gar nicht verraten, es soll ja auch Leser der Elfenritterreihe geben, die „Die Elfen“ noch nicht gelesen haben. Wer jetzt gerade nickt weil er dazu gehört, der sollte das schnell nachholen, sofern ihm „Die Elfenritter“ gefallen haben.

Auch wenn man „Die Elfen“ gelesen hat, und den Ausgang der Schlacht schon kennt, ist dieses Buch wie schon alle vorhergehenden Bände wieder unglaublich spannend. Bernhard Hennen schafft es als einer der wenigen deutschen Fantasyautoren die ich gerne lese, mit jedem Band die gleiche sagenhafte Qualität abzuliefern. Das ist vor allem deswegen unglaublich, da er mit dem ersten Band der „Elfen“ den Rahmen für alle folgenden Bände vorgegeben hat. Jede weitere Geschichte spielt innerhalb dieses Zeitraumes, was mit der Zeit zu einem komplexen Geflecht an Geschichten und Charakteren führte, aber ohne den Leser zu verwirren.

Trotzdem hätte ich inzwischen gerne einen Stammbaum von Mandreds Erben, vielleicht bekommen wir ihn ja im vierten Elfenband „Elfenkönigin“, der allerdings erst Mitte 2009 erscheinen wird.

Bernhard Hennens Schreibstil begeistert mich jedes Mal wieder, auch wenn es kaum einen Autor gibt, bei dem mir grauselige Szenen so auffallen. Markus Heitz schreibt viel brutaler und blutiger, Bernhard Hennen dagegen erwähnt die furchtbarsten Verletzungen während einer Schlacht ganz beiläufig, wodurch sie einem aber umso deutlich vor Augen stehen. Seine Charaktere stehen einem nahe, man leidet und hofft mit ihnen, und freut sich immer wieder alte Bekannte zu treffen.

Wer wirklich gute deutsche Fantasy lesen will, dem würde ich Bernhard Hennen ans Herz legen. Bisher war alles was ich von ihm gelesen habe sehr gut.

Monatsrückblick November

Im November habe ich 6 Bücher gelesen, ein weiteres habe ich abgebrochen. Insgesamt wurden 2630 Seiten gelesen.

Stefan Rehberger – Träum weiter +

Amüsanter Roman über das Erwachsenwerden, bei manch einem beginnt das erst in den dreißigern.

Markus Heitz – Vampire! Vampire! ++

Ein tolles Sachbuch über Vampire. Interessant und voller toller Informationen über die unterschiedlichsten Vampirmythen. Natürlich mit typisch heitzschem Humor in jeder Zeile.

J. R. Moehringer – Tender Bar +
Die Kindheit von J. R. war nicht leicht, wie man es trotzdem schaffen kann, etwas aus seinem Leben zu machen? Zum Beispiel mit Hilfer vieler manchmal skuriler Vorbilder in einer Bar.

David Safier – Jesus liebt mich 0

Leider nicht mehr so gut wie “Mieses Karma”, daher leichte Enttäuschung.

Kim Harrison – Blutspur -
Konnte mich nicht fesseln, war einfach zu platt. Nach 50 Seiten habe ich aufgegeben.

Anna Gavalda – Alles Glück kommt nie ++
Ein toller neuer Gavalda-Roman, wenn auch mit ganz anderer Stimmung als “Zusammen ist man weniger allein”.

Bernhard Hennen – Das Fjordland (Elfenritter 3) ++
Bernhard Hennen schreibt für mich momentan die beste deutsche Fantasy, dieses Buch ist wieder ein Beweis dafür.