Browsing Tag

Markus Heitz

Besprechungen Phantastik

Markus Heitz – Wédōra, Staub und Blut

3. August 2016

Wedora

Wédōra ist eine Stadt mitten im Sandmeer. Einst war die Quelle, um die herum die Stadt gebaut wurde, das Heiligtum der Wüstenvölker. Heute ist die Stadt ein wichtiger Handelsstützpunkt, den Sandmeerbewohnern wird der Zugang zu ihrem Heiligtum verwehrt. Die daraus entstandene Unruhe schwelt schon lange, ein Aufstand steht bevor. Mitten hinein in diese für sie ganz fremde Welt geraten Liothan und Tomeija, Freunde von Kindesbeinen an. Daran konnte auch ihre unterschiedliche Entwicklung nichts ändern, Liothan ist ein Halunke mit Robin Hood Allüren, Tomeija die Scharfrichterin des Barons, mit einem dunklen Geheimnis. Gestrandet in der Wüstenstadt versuchen beide auf ihre Weise, einen Weg zurück in die Heimat zu finden. Was nicht ganz ohne Verwicklungen in die örtlichen Unruhen vonstattengeht. Weiterlesen

Teile diesen Beitrag:
Interviews

Interview mit Markus Heitz zu „Wédōra – Staub und Blut“

28. Juli 2016
Markus Heitz by Martin Höhne

Fotograf: Martin Höhne

Es gibt wieder Nachschub aus der Feder von Markus Heitz, „Wédōra – Staub und Blut“ ist ein Fantasy-Roman und spielt in einer Wüstenstadt. Nach etlichen Fortsetzungen diverser Reihen also eine ganz neue Welt. Dazu hatte ich ein paar Fragen an Markus Heitz:

Hallo Markus, mit „Wédōra – Staub und Blut“ hast Du mal wieder eine ältere Idee in einen Roman verwandelt. Wann entstand die Idee zu diesem Buch?

„Ältere Idee“ ist gut – 20 Jahre hat die Stadt auf dem Buckel und durfte unter Bergen aus Sand ausharren, bis ich sie freischaufelte. Weiterlesen

Teile diesen Beitrag:
Belletristik Besprechungen

Markus Heitz – Kommando Flächenbrand

14. Oktober 2015

KommandoFlaechenbrand

„Kommando Flächenbrand“ ist eine Sammlung von vier Erzählungen, aber mit ungewohnter Thematik für Leser von Markus Heitz. Der in vielen Genres unterwegs ist, aber phantastisch angehaucht sind seine Bücher eigentlich immer. Dieses hier schockiert durch seinen Realismus, auch wenn es Fiktion ist. Vier Erzählungen zu den Themen Flucht, Krieg und Politik, erschreckenderweise nur eine davon gerade erst geschrieben. Die anderen drei verfasste er schon 2008 und 2011. Liest man sie, will man das kaum glauben, so perfekt passen sie zum aktuellen Geschehen in der Welt. Weiterlesen

Teile diesen Beitrag:
Besprechungen Krimis und Thriller Phantastik

Markus Heitz – Seelensterben, Exkarnation II

6. August 2015

ExkarnationII

Im zweiten Band von Exkarnation sind alle auf der Suche. Marlene von Bechstein sucht nach ihrem entführten Ehemann, unterstützt von ihrem Fitnesstrainer Ares Löwenstein und Konstantin Korff, dem Bestatter. Sia sucht nach ihrer entführten Tochter Elena und Eric, die von einer geheimnisvollen Organisation gefangen gehalten werden. Der Professor sucht nach Dubois, der scheinbar auch der Entführer von Marlenes Mann ist. Ebenso wie der Seelandwanderer Inverno, der sein Gedächtnis verlor und auch Dubois dafür verantwortlich macht. Allerhand Stoff für Action und immer mal wieder Überkreuzungen der verschiedenen Wege, was zu interessanten Konstellationen führt und stellenweise an ein Wettrennen erinnert. Wer wird zuerst am Ziel sein und seine Lieben retten, seine Geheimnisse enthüllen oder verlieren? Im schlimmsten Fall sogar sein Leben? Weiterlesen

Teile diesen Beitrag:
Interviews

Interview mit Markus Heitz zu „AERA“

28. Juni 2015
Markus Heitz by Martin Höhne

Fotograf: Martin Höhne

Hallo Markus, nach dem lange ersehnten fünften Band der „Zwerge“-Reihe und vor der ebenso sehnsüchtig erwarteten Fortsetzung von „Exkarnation“« startest Du noch ein neues Projekt mit dem Titel „AERA“. Langeweile gibt es bei Dir wahrlich nicht. Was ist „AERA“?

Heitz AERA Cover„AERA“ ist im Grunde eine Kombination aus zwei Ideen. Die ältere entstand 2009, wurde aber als Einzelidee verworfen. Es ging um ein modernes Sodom und Gomorrha und einen Ermittler, der dort agiert.

Die andere Idee kam etwas später, weil ich mich als Historiker fragte, was denn gewesen wäre, wenn Konstantin der Große damals die Schlacht im Zeichen des Kreuzes NICHT gewonnen hätte. Kein Sieg, keine Freiheiten für die Christen, und somit hätte es die Religion nie an die Spitze geschafft, aber alle anderen wären geblieben und nicht verschwunden.

Letztlich rückte 2012 näher, als es hieß, die Welt ginge unter, weil der Kalender der Maya zu Ende sei, mit Untergangsszenarien, die ich langweilig fand. Und so kam die Idee, die gesamte Götterschar zurückzubringen. Aber auch dazu hatte ich keine Zeit. Zu viele andere Projekte und Bücher.

Es wird doch sicher wieder einen Helden in „AERA“ geben, stellst Du ihn uns kurz vor?

Aber natürlich. Er ist Deutscher und heißt Malleus Bourreau, ist Mittvierziger und Ermittler bei Interpol, den man allerdings auch als privaten Ermittler engagieren kann.

Der Clou: Er ist Atheist in einer Welt, die nur so wimmelt von Göttern. Das nennt man Plottwist! Weiterlesen

Teile diesen Beitrag:
Besprechungen Phantastik

Sonja Rüther (Hrsg.) – Aus dunklen Federn

4. Dezember 2014

AusdunklenFedern

„Aus dunklen Federn“ ist eine Horror-Anthologie, mit Geschichten von Thomas Finn, Markus Heitz, Boris Koch, Lena Falkenhagen und ein paar anderen. Wer diese Geschichten lesen möchte, sollte nicht zart besaitet sein. Hinterhältige Mumien, alles andere als harmlose Spiegelbilder und ein Tannenbaum, nachdem man Weihnachten lieber ohne Baum verbringen möchte, geben sich hier ein Stelldichein. Aber ein eher ungemütliches, dafür umso spannenderes, das mir mehr als eine Nacht verkürzt hat. Weiterlesen

Teile diesen Beitrag:
Besprechungen Phantastik

Markus Heitz – Drachenkaiser

12. Januar 2010

drachenkaiser

„Drachenkaiser“ ist die Fortsetzung zu „Mächte des Feuers“ und schließt direkt an dessen Handlung an. Beide spielen in einer fiktionalen Parallelwelt, die auf unserer zur Zeit der zwanziger Jahre basiert. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass uralte Drachen heimlich, still und leise die Geschicke der Welt lenken. Ganze Staaten sind nur ihre Marionetten, die sie ohne Skrupel einsetzen um ihre Macht zu vergrößern.

Gegen diese Drachen kämpfen Silena und Grigorij noch immer, auch nach der großen Schlacht am Triglav gibt es noch genügend von ihnen zu beseitigen. Die Schwäche der zum Großteil besiegten Drachen der alten Welt lockt neue Feinde heran. Drachen aus dem fernen Osten wollen sich Europa unter die Krallen reißen. Doch Silena und ihre Mitstreiter haben da auch noch ein Wörtchen mitzureden, unverhofft bekommen sie auch Unterstützung von einem bisher unbekannten Drachentöter. Das ferne China ist ihnen bald nicht mehr so fern, wie sie annahmen.

„Mächte des Feuers“ gefiel mir sehr gut, „Drachenkaiser“ leider nicht mehr ganz so gut. Für meinen Geschmack gab es zu viele Handlungsstränge, die zwar am Ende alle zusammen fanden, aber anfangs oft zusammenhanglos waren. Die ganze Handlung wirkte leicht unrund, überraschende Wendungen teilweise etwas plump. Das Stilmittel des Cliffhangers am Kapitelende wurde meiner Meinung nach zu oft bemüht. Findet es sich an so gut wie jedem Kapitelende, baut es keine Spannung mehr auf, da ich, sobald es auch nur ein wenig spannend wird, sofort damit rechne, dass das Kapitel gleich zu Ende ist und ich die Auflösung erst Seiten später lesen werde.

Alles in allem war „Drachenkaiser“ eine nette Lektüre, das Setting in den 20er Jahren gefiel mir immer noch sehr gut. Die Drachen sind faszinierend beschrieben, es macht Spaß sich zu überlegen, was wäre, wenn all das nicht nur reine Phantasie wäre. Markus Heitz Fans werden auch mit diesem Buch sicher ihren Spaß haben, ich habe allerdings schon bessere Werke von ihm gelesen. Allen voran „Ritus“ und „Sanctum“, meine Lieblingsbücher dieses Autors.

Sehr gespannt bin ich auf „Judassohn“, das im März erscheinen wird. Darin treffen wohl Charaktere aus „Ritus“, „Sanctum“, „Kinder des Judas“ und „Blutportal“ aufeinander. Kleinere Überschneidungen gab es ja schon schon zwischen den Romanen. Seine Dark-Fantasy-Romane haben mir bisher noch immer sehr gut gefallen, Popcorn-Literatur vom feinsten, die man gar nicht mehr aus der Hand legen will.

Teile diesen Beitrag:
Ich lese gerade...

Es lag doch am Buch

16. November 2009

Dass ich eine gefühlte Ewigkeit an „Drachenkaiser“ las, war wohl doch des Buches eigene Schuld. Trotz unveränderter äußerer Umstände fesseln mich die anschließenden Lektüren weit mehr. „Gut gegen Nordwind“ habe ich übers Wochenende ausgelesen, „Bad Monkeys“ hält mich gerade regelmäßig länger am Esstisch als geplant.

„Gut gegen Nordwind“ war ja auch wirklich nur ein kleiner Happen zwischendurch, der sich leicht und schnell lesen lässt. Vor  „Bad Monkeys“ von Matt Ruff kann ich mal wieder nur warnen, wer gerade keine Zeit hat, sollte gar nicht erst damit anfangen. Von der ersten Zeile an hatte es mich fest im Griff, es ist jedesmal ein regelrechter Kampf, sich wieder los zu reißen. Am liebsten würde ich die Nacht durchlesen, nur wenige Bücher schaffen es, mich selbst während des Kochens lesen zu lassen. Es ist spannend, es ist schräg, es ist einfach genial.

Teile diesen Beitrag:
Ich lese gerade...

Drachen und die Wirtschaftskrise

9. November 2009

Da liest man extra schon leichte Fantasylektüre, um sich ein wenig von den ganzen Wirtschaftsbüchern abzulenken, und was passiert: man bekommt die wahren Hintergründe der Wirtschaftskrise erläutert.

Die Drachen waren es! Schon für die Krise in den 20er Jahren waren chinesische Drachen verantwortlich. Aber das war nur zur Übung, ein Vorspiel der für uns aktuellen Wirtschaftskrise. Chinesische Drachen haben mit ihrem Geld die Blase aufgebaut und gezielt platzen lassen, um die Herrschaft über die Welt zu bekommen. Glaubt ihr nicht? Lest es nach, in „Drachenkaiser“ von Markus Heitz steht es. Wusstet ihr noch nicht, dass uralte Drachen heimlich die Geschicke der Welt lenken, unsere Politiker nur Marionetten sind? So ganz weit hergeholt klingt das doch gar nicht, oder? ;-)

Für ein Heitz Buch ist „Drachenkaiser“ erstaunlich unblutig, dafür gibt es aber allerhand Ränkespiele, was er auch sehr gut beherrscht. Das Flair der 20er Jahre, in denen die Geschichte spielt, macht das Buch zu etwas Besonderem im Fantasygenre, eine angenehme Abwechslung zu den meist üblichen mittelalterlichen Welten. Mit Wirtschaftsunterricht hätte ich allerdings nicht gerechnet.

Teile diesen Beitrag: