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Freundschaft

Belletristik Besprechungen

David Whitehouse – Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek

26. März 2015

ReisegestohlBibliothek

Bobby Nusku ist zwölf Jahre alt und verbringt viel Zeit damit, alles genau zu dokumentieren, für den Tag, an dem seine Mutter wieder zurückkommt. Sein Vater ist ein brutaler Alkoholiker, dessen neue Freundin auch nicht gerade die perfekte Ersatzmutter. In der Schule wird Bobby ständig verprügelt, nur sein Freund Sunny hält zu ihm, doch eines Tages verschwindet auch der. Zufällig trifft Bobby Rosa und ihre Mutter Val, die ihn in ihre Familie aufnehmen, doch sein Vater ist davon nicht begeistert, er will Bobby verbieten Val und Rosa zu sehen. Die drei sehen nur noch eine Chance, sie müssen abhauen, mit dem Bücherbus, der sowieso kurz vor der Rente steht. So beginnt ein irrwitziger Road-Trip quer durch England, mit jeder Menge Bücher und ihrer Freundschaft im Gepäck. Weiterlesen

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Besprechungen Kinder-/Jugendliteratur Phantastik

Jason Segel – Nightmares! Die Schrecken der Nacht Band 1

6. Februar 2015

Nightmares

Seit Charlie mit seiner Familie in das Haus seiner Stiefmutter ziehen musste, hat er keine ruhige Nacht mehr. Albträume plagen ihn, die scheinbar nicht in der Traumwelt bleiben wollen, also versucht er wach zu bleiben. Vollkommen übernächtigt handelt er sich natürlich auch noch Ärger mit seinen Freunden ein und verpasst beinahe, dass nicht nur er von Albträumen verfolgt wird. Sie scheinen sich in der Stadt auszubreiten. Hat der unheimliche Turm im Haus etwas damit zu tun? Kann Charlie sich, seinen Bruder und seine Freunde retten? Ist seine Stiefmutter tatsächlich eine böse Hexe, oder ist auch das nur ein Traum? Charlie weiß nicht mehr, wem er noch vertrauen kann. Weiterlesen

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Besprechungen Krimis und Thriller

Tana French – Geheimer Ort

29. Dezember 2014

GeheimerOrt

Vor einem Jahr kam im Park des noblen Mädcheninternats St. Kilda ein Junge ums Leben. Jetzt tauchen neue Hinweise auf, dass eines der Mädchen doch weiß, was damals geschah. Detective Stephen Moran sieht die Chance, mit diesem Fall endlich aus der Abteilung für ungelöste Fälle in die Mordkommission aufzusteigen, so schwer kann das doch nicht sein, ein paar Teenagern die Wahrheit zu entlocken. Womit er nicht gerechnet hat, ist das komplizierte Geflecht an Beziehungen und Abhängigkeiten, die in so einem Internat herrschen. Schnell verliert er den Überblick, welche Mädchen lügen, welche wollen ihn nur bezirzen oder eine Feindin schlecht machen? Was geschah wirklich in der Nacht, als Christopher starb? Mit einem Kondom in der Hosentasche, auf dem streng bewachten Gelände des Mädcheninternats? Weiterlesen

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Besprechungen Kinder-/Jugendliteratur

Isabel Abedi – Lucian

15. Oktober 2009

Lucian

Rebecca kramt in einer Kiste mit Erinnerungsstücken und hält gerade ihren alten Teddybären namens Lu in Händen, als es geschieht. Es fühlt sich an wie ein hauchfeiner Riss, tief in ihrem Inneren. Da ist plötzlich ein Gefühl der Leere, das sie nicht deuten kann.

Kurz darauf taucht Lucian in ihrem Leben auf, der nicht weiß woher er kommt, alle Erinnerungen verloren hat. Wie durch Zufall begegnen sie sich immer wieder. Doch beide spüren eine gegenseitige Anziehung, die sie nicht mehr an den Zufall glauben lässt. In seiner Nähe fühlt Rebecca sich ganz. Was verbindet die beiden miteinander? Ist Lucian wirklich nur ein Mensch?

„Lucian“ ist ein zauberhafter Roman, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Er handelt von der Liebe, doch nicht nur der zwischen Liebenden, sondern auch der zwischen Eltern und Kindern und ebenso zwischen Freunden. Wie in vielen Jugendromanen wird das Thema Freundschaft groß geschrieben, denn wer hilft mehr als eine Freundin, auf die man sich jederzeit verlassen kann, wenn die eigenen Eltern einem nicht mehr glauben.

Trotz der Tiefe der Emotionen kommt niemals das Gefühl von Kitsch oder übertriebener Tragik auf. Es ist auch kein klassischer Liebesroman, obwohl die Liebe zwischen Rebecca und Lucian das Hauptthema ist. Dank Lucians Geheimnis gehört es eher in die Richtung Mystery.

Das Rätsel um Lucians Herkunft ist es auch, das einen immer wieder weiter lesen lässt. Ganz langsam wird es aufgelöst. Selbst nach der Auflösung kommt aber keine Langeweile auf, ganz im Gegenteil. Denn dann geht es um Leben und Tod.

Die Erklärung von Lucians Existenz ist so schön, man wünscht sich es könnte wirklich so sein. Wer das Buch gelesen hat, weiß was ich meine.

Isabel Abedi hat wieder einmal einen wunderbaren Jugendroman geschrieben, an dem auch erwachsene Leser noch ihre Freude haben. Wenn sie bereit sind, sich auf die Welt der heutigen Jugend mit I-Pod und E-Mails einzulassen, sich gleichzeitig aber an die eigenen Empfindungen in dieser Zeit zu erinnern. Auch daran, wie schön und gleichzeitig schwer es sein kann, sich das erste Mal zu verlieben.

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