Belletristik Besprechungen

Rachel Joyce – Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte

20. November 2013

Jahr2Sekunden

Zwei Leben, vor vierzig Jahren und heute. Zwei Sekunden, die diese Leben veränderten. Nur der elfjährige Byron sah, dass seine Mutter ein Mädchen auf dem Fahrrad angefahren hatte. Ein Unfall, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellen sollte. Ein Sommer, den er nie wieder vergessen würde, nach dem nichts mehr war wie zuvor.

Rachel Joyce hat mich auch mit diesem Buch wieder in ihren Bann gezogen. Schon „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry“ hatte mich begeistert, dieses Buch ist ein gelungener Nachfolger. Eine ganz andere Geschichte, aber die Autorin beweist auch hier wieder, wie wunderbar sie Emotionen zu beschreiben weiß.

Mit jedem Satz werden die Figuren lebendiger, erhalten ihre Leben mehr Farbe und Tiefe, nähern sich gegenseitig an. Was geschah wirklich in diesen zwei Sekunden? Die wie ein Stein, der ins Wasser fällt, immer weitere Kreise ziehen. Ein wunderschöner Roman über Freundschaft und Liebe, mit all ihren Facetten.

Mehr will ich nicht verraten, um nicht zu viel von der Geschichte vorweg zu nehmen. Wenn ihr Harold Fry mochtet, werdet ihr mit diesem Roman ebenso viel Spaß haben. Einem Roman voller Gefühle und Gedanken, die einen noch lange nach dem Lesen begleiten.

Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte – Rachel Joyce
Übersetzt von Maria Andreas
432 Seiten, Fischer Krüger Verlag
ISBN 9783810510815, 18,99 €
Gebunden

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