Interviews

Phantastik-Geflüster mit Christoph Marzi

7. September 2016

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Steckbrief

Name: Christoph Marzi (Webseite)

Aktuelles Buch: London (Heyne Verlag)

Welches Buch liegt gerade auf dem Nachttisch: „Barkskins“ von Anne Proulx, und „The Rathbones“ von Janice Clark

Persönliches Lieblings-Genre: Genres sind Kreaturen, die im Marketing gezüchtet wurden (dessen eingedenk mag ich englische und amerikanische Literatur, modern und klassisch).

© privat

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Die Fragen

Was war Deine erste Begegnung mit Phantastik?

Im Fernsehen waren das die Filme von Jack Arnold, glaube ich (und „Krabat“ von Karel Zeman; und natürlich die Zeichentrickserien „Pinocchio“ und „Sindbad“). Im Kino „Tauchfahrt des Schreckens“ und „Der verlorene Kontinent“. Klassische Märchen waren meine erste Begegnung mit der Phantastik in Buchform. Dann die Narnia-Bücher. „Die dreibeinigen Herrscher“ (auch als Serie). „Die unendliche Geschichte“ und „Dracula“. Mein schriftstellerisches Ich wurde, glaube ich, durch „Salem`s Lot“ von Stephen King geweckt (aber da kann die Erinnerung auch täuschen).

Warum schreibst Du ausgerechnet Phantastik?

Es ergibt sich meistens. Ich neige dazu, mich in modernen Märchen zu verlieren. Es gibt eben keine Zufälle.

In welcher fiktionalen Welt würdest Du gerne leben?

Die meisten fiktiven Welten sind voller Gefahren. Westeros? Mittelerde? Die uralte Metropole? Besser nicht. Lummerland wäre eine Alternative, aber etwas klein. Wenn ich mich entscheiden müsste: im Hundert Morgen Wald. Dort ist es ungefährlich. Es gibt nette Tiere und Honig und es ist immer etwas los.

Woran arbeitest Du gerade?

An einer Geistergeschichte mit dem Titel MITTERNACHT. An einer Southern Gothic-Story, die mit Jazz zu tun hat. An einem Kinderbuch, in dem ein Tier vorkommt. An einem neuen Jugendbuch.

Gibt es ein Buch, von dem Du sagen würdest, dass man es unbedingt gelesen haben sollte? Wenn ja, welches? Wenn nein, warum?

Das ist schwierig, weil ja jeder etwas anderes sucht. „Garp“ und „Letzte Nacht in Twisted River“ von John Irving sind wunderbar, „David Copperfield“ von Charles Dickens hat mich stark geprägt. Viele Klassiker (Robert Stevenson, Rudyard Kipling, Jules Verne, James Thurber). Jedes Buch ist einzigartig. Bei Empfehlungen neige ich dazu Bücher (oder Autoren) zu nennen, die nicht unbedingt in den Bestsellerlisten auftauchen. Julia Gäbel hat einen Roman mit dem Titel „Pittys Blues“ geschrieben (für mich, neben allem von Benedikt Wells, eines der wunderbarsten Bücher, die mir in den letzten Jahren untergekommen sind). „Veronica“ von Nicholas Christopher. „The Descent“ von Jeff Long (unglaublich). “Es” von Stephen King. Und dann noch ganz viele Bücher, die einem die Sicht auf die Welt verändern, von Autoren wie beispielsweise E.O. Wilson, Ken Robinson, Amanda Palmer oder Tomas Sedlacek (um nur einige zu nennen). Und abschließend: „The Dude an the Zen Master“ von Jeff Bridges und Bernie Glassman. Das könnte jetzt noch lange so weitergehen …

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2 Kommentare

  • Antworten Nanni 8. September 2016 von 06:35

    Was für ein interessantes Interview. Ich mag Marzis Blick auf die Welt der Geschichten und die damit verbundenen Möglichkeiten und natürlich seine eigenen Bücher. „London“ ist für mich die am meisten herbeigesehnte Neuerscheinung des Jahres.

    Liebe Grüße
    Nanni

    • Antworten Papiergeflüster 8. September 2016 von 19:06

      @Nanni in den ersten Buchhandlungen wurde „London“ wohl schon gesehen. Ich muss mal wieder auf das eBook warten, nächsten Montag dann. :)

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