Monatsrückblick

Leserückblick Mai 2016

1. Juni 2016

Gelesen450

Im Mai gelesen

Garth Risk Hallberg – City on Fire
Über 1000 Seiten, ohne dass auch nur ein Funke Langeweile aufkommt. New York 1977, die Geschichte einer Stadt, in der gerade alles in Veränderung begriffen ist. Erzählt anhand der Geschichten ganz verschiedener Menschen, die doch alle irgendwie miteinander verbunden sind. Ein großartiges Buch, hier die Besprechung dazu.

Pénélope Bagieu – California Dreamin‘
Die Geschichte von Cass Elliott, der Sängerin der Band „The Mamas and the Papas“, die es dank ihrer Figur nicht leicht hatte, sich ihren Traum als Sängerin zu erfüllen. Obwohl sie über eine unglaubliche Stimme verfügte. Als Graphic Novel ganz wunderbar umgesetzt, mit lockerem und frechem Stil, der perfekt zu Cass passt.

Joël Dicker – Die Geschichte der Baltimores
Zwei Familien, die eigentlich eine sein sollten. Marcus wäre gerne Teil der anderen Hälfte. Bis er Jahre nach der Katastrophe, die die Familie traf, erkennen muss, das vieles anders war, als er es als Kind wahrgenommen hatte. Er lernt seine Familie noch einmal ganz neu kennen. Zur Besprechung.

Pénélopé Bagieu – Mein Leben ist ziemlich faszinierend
Ich mag den Zeichenstil von Bagieu sehr, in diesem Buch sind Comicstrips aus ihrem Blog versammelt. Über das ganz normale Leben einer Frau. Szenen, die viele von uns nur zu gut kennen und deshalb leise kichernd lesen werden.

Greg Rucka, Nicola Scott – Black Magic I
Sie ist Polizistin und sie ist eine wahrhaftige Hexe. Auch wenn sie ihre Magie schon lange nicht mehr genutzt hat. Aber irgendjemand hat es auf sie abgesehen, missbraucht hilflose Menschen um an sie heran zu kommen. Sie hat keine Wahl, sie braucht die Magie um sich wehren zu können. Spannender Anfang einer neuen Comic-Reihe, die ich definitiv weiter lesen möchte. Düster und nicht zimperlich, für die härteren Stunden.

Keigo Higashino – Verdächtige Geliebte
Wer den Mord beging, ist klar. Aber wird die Polizei auch dahinter kommen? Ein toll konstruierter Krimi in dem dann doch einiges anders kommt, als man dachte. Mein dritter Krimi von Higashino, jeder konnte mich auf andere Weise begeistern.

Sarah Moore Fitzgerald – Das Apfelkuchenwunder oder die Logik des Verschwindens
Ein wunderschönes Jugendbuch über Freundschaft, Ehrlichkeit und das anders sein. Apfelkuchen kommt natürlich auch darin vor. Meg und Oscar sind beste Freunde, schon seit Jahren. Als Meg mit ihren Eltern für sechs Monate nach Neuseeland muss, sind sie davon zwar nicht begeistert, aber die paar Monate können ihrer Freundschaft doch nichts anhaben. Denken sie. Oscar verschwindet, alle sind überzeugt, er habe sich mit dem Rad ins Meer gestürzt. Nur Meg und Oscars Bruder Stevie glauben fest daran, dass er noch lebt.

Candice Fox – Hades
Sie sollten sterben, sie wurden Polizisten und sie nahmen Rache. Großartiger Thriller, in dem nebenbei auch noch ein fieser Mörder gejagt wird, wichtiger sind aber die außergewöhnlichen Charaktere, die mehr als nur Narben auf ihrer Seele tragen.

Roger Smith – Ishmael Toffee
Ishmael wurde gerade aus dem Gefängnis entlassen und lebt zum ersten Mal ein ehrliches Leben. Gar nicht so einfach, wenn man in den Flats von Kapstadt lebt. Er hat einen Job als Gärtner gefunden. Aber dann erfährt er von einem Geheimnis, das er nicht einfach ignorieren kann. Eine Kurzgeschichte von gerade mal 100 Seiten, nur als eBook erschienen, aber man hat das Gefühl ein viel längeres Buch gelesen zu haben, so intensiv und tief schreibt Roger Smith. Leseempfehlung! Aber nichts für sensible Gemüter.

Olivia Vieweg – Augenfutter
Sammlung der Comicstrips von Olivia Vieweg im Tagesspiegel zu Filmen und Serien. Bunt, frech, genau mein Humor und wir haben einen ähnlichen Filmgeschmack. Eine Zeichnerin, von der ich mir definitiv noch mehr anschauen werde.

Flix & Bernd Kissel – Münchhausen, Die Wahrheit über das Lügen
Münchhausen war der letzte Patient von Sigmund Freud, nachdem er 1939 in London auf dem Dach des Buckingham Palastes landete. Ein Spion? Oder doch nur ein Lügner? Freud soll es herausfinden. Die Geschichte des bekannten Barons wunderbar neu interpretiert und großartig illustriert von Kissel.

Verena Reinhardt – Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul
Friedrich ist der letzte Nachkomme einer berühmten Hummelreiterfamilie, möchte selbst aber dieses Erbe nicht antreten, er saß noch nie auf einer Hummel. Bis eines Tages eine Hummel mit goldenen Streifen auf seinem Balkon landet und ihn regelrecht dazu zwingt, mit ihr zu fliegen. Die Hummel Hieronymus Brumsel ist Spion der Königin von Südwärts, die befürchtet, dass ihr Nachbar Nordwärts unlautere Pläne hegt. Friedrich und Brumsel sollen es herausfinden. Was sie stattdessen herausfinden, ist noch viel schlimmer! Sie müssen Südwärts retten, vor wem und wie? Verrate ich euch nicht, lest es selbst. Ein wunderbar verrücktes Abenteuer, das Kindern und Erwachsenen gleichviel Spaß machen dürfte, voller Anspielungen und mit viel Humor.

 

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2 Kommentare

  • Antworten Die Buchbloggerin 2. Juni 2016 von 13:54

    Vielen Dank für den „Apfelkuchenwunder“-Tipp. Ich habe gerade mal reingelesen – das klingt richtig gut.

    Viele Grüße,
    Friederike

    • Antworten Papiergeflüster 2. Juni 2016 von 18:13

      Sehr gerne und viel Spaß damit! Ich wollte es schon eine ganze Weile lesen, weil einige davon schwärmten. Und es ist wirklich so schön. :)

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