Monatsrückblick

Leserückblick März 2016

1. April 2016

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– Kevin Hearne – Getrickst
Der Eiserne Druide muss sterben, nach seinem letzten Abenteuer hat er zu viele Götter auf den Fersen, die ihm ans Leder wollen. Mit einem Trick gelingt ihm das auch, aber nur dank Coyotes Hilfe. Und dessen Hilfe ist niemals folgenlos… Der vierte Band der Reihe mit Atticus hat wieder alles, was ich an ihr und ihm so liebe. Der schnodderige Ton auf gleichzeitig nicht anspruchslosem Niveau, humorvolle Unterhaltungen mit seinem Wolfshund und jede Menge Götterwissen, dieses Mal das der amerikanischen Ureinwohner.

– Loisel & Mallié – Der große Tote III (Blanche) und IV (Sombre)
Faszinierende Graphic Novel Reihe, in der es eine Welt neben der unseren gibt, die nicht jeder betreten kann. Geheimnisvoll und ganz anders als unsere, aber doch beeinflussen sich die beiden gegenseitig. Wie sehr, merkt man erst, wenn das Gleichgewicht von Machthunger ins Wanken gebracht wird.

Gideon Böss – Deutschland, Deine Götter
Ein Sachbuch über Religionen, das könnte staubtrocken und langweilig sein. Ist es aber nicht, wenn es mit so viel Humor verfasst wurde, ohne dass jemals respektlos mit einer der vielen Religionen umgegangen würde, die hier vorgestellt werden. Kritisch werden sie aber alle unter die Lupe genommen.

– Nicole Gozdek – Die Magie der Namen
Eine Welt, in der das Schicksal eines jeden schon vorgegeben ist, durch den Namen, den seine Seele trägt, der immer weiter vererbt wird. Die meisten Namen tauchen seit Generationen immer wieder auf. Doch nicht der von Tirasan Passario, niemand hat je zuvor von ihm gehört. Nur das Archiv in der Stadt Himmelstor kann ihm bei der Antwort helfen. Aber der Weg dorthin wird ihm und seinen Freunden nicht leicht gemacht, jemand hat ihnen einen Mörder hinterher geschickt… Atmosphärische Fantasy, die wirklich viel Spaß macht. Mit dem sehr abrupten Ende war ich etwas unglücklich, bin aber sehr gespannt, was man in Zukunft noch von der Autorin lesen wird.

– Frank Goosen – Förster, mein Förster
Der anstehende fünfzigste Geburtstag ist ein guter Grund, gründlich über sein Leben nachzudenken. Und mit ein paar Freunden und der senilen Nachbarin spontan an die Ostsee zu flüchten. Kleinstadtidyll, die Typen von nebenban und allerhand Erinnerungen an Kindheit und Jugend, sehr humorige Mischung, die gleichzeitig aber auch Denkpotential birgt.

– Robert Galbraith – Die Ernte des Bösen, Cormoran Strike III
Spannung von der ersten Seite an. Robin findet in der Post nicht die erwarteten Kameras für ihre anstehende Hochzeit, sondern ein abgetrenntes Frauenbein. Die Polizei ermittelt nicht gerade mit Hochdruck. Aber für Cormoran Strike steht viel auf dem Spiel, und zu viele alte Bekannte aus seiner Zeit bei der Militärpolizei hätten noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen. Gekonnt aufgebauter Whodunit, bei dem man als Leser ständig miträtselt und doch erst am Ende auf die schlüssige Lösung kommt. Großartig!

– Emanuel Bergmann – Der Trick
1934 verliebt sich der fünfzehnjährige Mosche in die Kunst der Magie, und die schwebende Dame im Zirkus. 2007 versucht der zehnjährige Max mit Hilfe eines Zauberspruchs die Scheidung seiner Eltern zu verhindern. Mit wunderbar feinsinnigem Humor und faszinierenden Charakteren, die mit ihren Schrullen überzeugen, werden diese beiden Geschichten gekonnt verwoben. Für mich die bisher schönste Überraschung in diesem Bücherfrühling.

– Nina Blazon – Der Winter der schwarzen Rosen
Zwei Schwestern, deren Schicksal enger miteinander verwoben ist, als sie es anfangs wahrhaben wollen. Ein Königreich, das versucht sich vor der Magie zu schützen, die dieses Land früher beherrschte. Doch wer ist stärker? Ein wunderbarer, klassischer Fantasyroman voller Märchenelemente, verwoben zu einer fesselnden Geschichte. Verdient ausgezeichnet mit dem Seraph 2016 für das Beste Buch.

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1 Kommentar

  • Antworten wortsonate 2. April 2016 von 18:51

    Das Sachbuch über die Religionen würde mir gefallen. Ich habe mir eine interessante von interessante Sachbüchern angelegt.

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