Monatsrückblick

Leserückblick Dezember 2014

1. Januar 2015

Gelesen

Gelesen:

Alex Adams – White Horse
Fast ein Zombieroman. Ein Virus geht um, 95% der Menschen sterben, die Hälfte der Übriggebliebenen mutiert. Eine schwangere Frau macht sich auf den Weg, ihren Mann zu finden. Das ist das einzige Ziel, das sie am Leben hält. Las sich sehr gut, das Ende hätte ich mir anders gewünscht, alles in allem aber unterhaltsame Lektüre mit Spannung und tollen Charakteren.

Robert Kirkman – The Walking Dead 8, Auge um Auge
In diesem Band ist es endgültig vorbei mit der Ruhe, Spannung von Anfang bis Ende, für viele ist es auch ein Anfang oder ein Ende. Ohne Spoiler kann ich aber nicht mehr sagen, außer: ich will jetzt weiterlesen.

Gareth Roberts – Shada, Das verlorene Abenteuer von Douglas Adams
Douglas Adams schrieb auch Drehbücher für Doctor Who. „Shada“ wurde nicht fertiggestellt, Gareth Roberts hat es nun zu einem Roman verarbeitet. Sehr gelungen, die Atmosphäre von Doctor Who mit einer deutlichen Spur Douglas Adams, es war großartig.

Loisel & Tripp – Das Nest Band 1, Marie
Ganz wunderbare Comicentdeckung, eine Serie über ein kleines Dorf in Kanada. Mit ganz eigenen Charakteren, großartig zeichnerisch umgesetzt. Es lohnt sich, den inzwischen vergriffenen ersten Band zu suchen.

Charles Dickens – Der Weihnachtsabend, illustriert von Flix
Die Weihnachtsgeschichte mit dem alten Griesgram Scrooge, wunderbar illustriert von Flix. Der in seinen Zeichnungen die Atmosphäre der Geschichte großartig einfängt. Die Geschichte las ich nicht zum ersten Mal, aber mit den Illustrationen war es wie eine Neuentdeckung.

Zoé Beck – Remember, Remember
Ein Kurzkrimi von gerade mal 80 Seiten aber mit viel Spannung und einem Ende, das mich wirklich erschüttert hat. Für einen Thriller eine positive Eigenschaft, eindeutige Leseempfehlung für zwischendurch.

Alan Bradley – Flavia de Luce II, Mord ist kein Kinderspiel
Ein Puppenspieler strandet mit seiner Show im Dorf, bei der Aufführung gibt es eine echte Leiche. Wie hängt all das mit dem tragischen Tod des kleinen Robin vor einigen Jahren zusammen, der nie wirklich aufgeklärt wurde? Die neunmalkluge Flavia in Bestform, ich mag sie und hatte viel Spaß mit diesem Band.

Malala Yousafazi – Malala, Meine Geschichte
Malala setzt sich trotz ihrer Jugend schon lange dafür ein, dass auch Frauen ein Recht auf Bildung haben. Sie gibt Interviews, schrieb ein Blog, erlebte selbst hautnah mit, wie ihr und den anderen Mädchen der Schulbesuch verboten wurde. 2012 wurde ihr von den Taliban in den Kopf geschossen, mit viel Glück überlebte sie. Im Oktober 2014 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Eine bewundernswerte junge Frau und ein wichtiges Thema, die Unterdrückung der Frauen durch Religiöse Gruppierungen.

Larry Correia – Die Monster, die ich rief
Nach 150 Seiten abgebrochen. Es fing sehr gut an, ein Buchhalter wird eines Abends von seinem Chef angegriffen, der sich in einen Werwolf verwandelt hat, und landet bei einer Spezialeinheit für Monsterjagd. Humor, nette Geschichte, hätte ein tolle Buch werden können. Wenn der Autor nicht dermaßen von Waffen und Militäreinsätzen begeistert wäre, dass die Geschichte dahinter verschwand.

Jason Segel – Nightmares, Die Schrecken der Nacht Band 1
Seit Charlie mit seiner Familie in das Haus seiner Stiefmutter ziehen musste, verfolgen ihn Albträume, die mehr als nur Träume zu sein scheinen. Und nicht nur er wird von Albträumen geplagt, sie verbreiten sich in der Stadt. Was steckt dahinter? Können Traumwesen wirklich in die reale Welt eintreten? Ein tolles Jugendbuch ab 10 Jahren, in dem es um Freundschaft und die Bewältigung von Angst geht. Auch für Erwachsene noch eine tolle Leseerfahrung.

Leonie Swann – Dunkelsprung, Vielleicht kein Märchen
Eine Einordnung fällt schwer, märchenhafter Roman mit mystischen Elementen trifft es wohl am ehesten. Die Atmosphäre und die Sprache gefielen mir sehr gut, nur das Ende fand ich etwas enttäuschend. Da wurde sehr schnell einfach aufgelöst. Aber schöne Lesestunden hatte ich trotzdem damit.

Joann Sfarr – Aspirine
Nach Vampyr ein weiterer Comic um den Vampir Ferdinand, seine Exfreundinnen Aspirine und Liou, seinen Freund den Werwolf und viele andere Bekannte aus dem ersten Band. Liebe, Antisemitismus, Toleranz… Sfarr greift viele Themen auf, einfach nebenbei sollte man diese Comics nicht lesen, dafür steckt zu viel drin, das einem sonst entgeht. Der meist düstere Zeichenstil passt wunderbar, Sfarr experimentiert gerne mit verschiedenen Stilen, auch in diesem Band. Definitiv eine Empfehlung, wenn es mehr als der Comic nebenbei sein darf.

 

Wer sich jetzt fragt, wann ich das alles gelesen habe: zwischen dem vierten Advent und Silvester. Urlaub hatte ich zwar keinen, aber die Feiertage haben gereicht, um mal wieder ordentlich zu schmökern.

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4 Kommentare

  • Antworten Malapascua 1. Januar 2015 von 20:14

    Super Zusammenstellung, jetzt weiss ich auch was ich nicht lesen muss :-) Liebe Grüße aus Zürich

    • Antworten Papiergeflüster 2. Januar 2015 von 17:42

      Gerne geschehen. :) Ist aber immer Geschmackssache, ich kenne Leute, die „Die Monster die ich rief“ zum Beispiel wirklich gut fanden.

  • Antworten Antonia 1. Januar 2015 von 20:23

    ja das ist schon ordentlich :) Flavia de Luce habe ich diese Jahr auch kennen & lieben gelernt.
    Guten Start ins neue Jahr, Antonia

    • Antworten Papiergeflüster 2. Januar 2015 von 17:43

      Vielen Dank, Dir auch!
      Den ersten hatte ich schon lange als Hörbuch gehört, mir viel zu viel Zeit mit dem zweiten gelassen. Das wird mit dem dritten hoffentlich schneller gehen. ;)

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