Monatsrückblick

Leserückblick August 2016

4. September 2016

Gelesen260

Romane

Alan Bradley – Halunken, Tod und Teufel, Flavia de Luce III
Auf dem Jahrmarkt begegnet Flavia einer Zigeunerin, die ihr die Zukunft aus der Hand liest. Was die Wahrsagerin nicht vorhersah, dass sie selbst nur einen Tag später von Flavia gerettet wird, als sie mit eingeschlagenem Kopf nach einem Überfall hilflos in ihrem Wohnwagen liegt. Dann hängt auch noch eine Leiche an der Poseidon Statue auf dem Anwesen der de Luces, man könnte meinen, Flavia zieht diese Dinge an. Selbstbewusst und mit großem Mundwerk löst die mal wieder alle Fälle, mit dem gewohnten Charme. Ich mag die kleine Göre und liebe die Bücher dieser Reihe.

Alex Gino – George
George wurde als Junge geboren, weiß aber schon lange, sie ist eigentlich ein Mädchen. Aber wie soll sie das ihrer Mutter beibringen, die es nach der Scheidung sowieso schon nicht leicht hat? Und wird ihre beste Freundin sie verstehen? Ein Blick in das Innenleben eines transsexuellen Jugendlichen, ein bisher seltenes Thema in der Jugendliteratur. Und damit hoffentlich eine Hilfe für alle, denen es ähnlich geht.

Christian von Aster – Zombigida
Böse, sarkastisch und wenn man das mag auch sehr lustig. Mit ernstem Thema, weil diese abstruse Geschichte über Zombifizierung im Mob nur einen kleinen Schritt neben der Realität herläuft.

J. L. Carr – Ein Monat auf dem Land
Traumatisiert vom Krieg nimmt er einen Auftrag auf dem Land an, er soll das übermalte Wandgemälde der Dorfkirche freilegen. Ein Monat in dem er zur Ruhe kommt, wieder er selbst werden kann und neue Freunde findet. Ein stiller Roman voller wunderbarer Bilder, der tief berührt.

Emma Cline – The Girls
Nach einem Drittel aufgegeben, wir wurden einfach nicht warm miteinander. Es plätscherte oberflächlich und behäbig vor sich hin, mir fehlte eine wirkliche Handlung und Tiefe.

Thomas Finn – Dark Wood
An einem Tag weggelesen, schöner Mystery Thriller mit netten Überraschungen bis zum Ende. Eine Horde Stadtmenschen wird für eine Spiele-Show in Norwegen ausgesetzt und muss feststellen, dass in diesen Wäldern tatsächlich Menschen verschwinden…

Ja. K. Rowling – Harry Potter & the Cursed Child
Nicht der achte Harry Potter Band, aber ein Theaterstück mit schönem Harry Potter Feeling. Die Geschichte beginnt dort, wo der siebte Band endete, am Bahnsteig auf Gleis 9 3/4. Harry, Ginny, Ron und Hermine begleiten ihre Kinder zum Zug nach Hogwarts. Für Harrys Sohn Albus ist es das erste Jahr dort und es läuft nicht wirklich so, wie er es sich erhofft hatte. Es ist aber auch wirklich nicht leicht, der Sohn einer Legende zu sein.

Anthony Ryan – Die Königin der Flammen, Rabenschatten III
Ruhe und Frieden herrschen noch lange nicht in den vereinten Königslanden, noch kann auch Vaelin al Sorna sich nicht zurückziehen. Erst muss der Feind vertrieben und endgültig besiegt werden. Schnell wird klar, was sie schon ahnten, ihr eigentlicher Feind ist nicht menschlich. Kann Vaelin ihn trotzdem besiegen, obwohl sein Lied verstummte? Der Abschluss einer großartigen High-Fantasy-Trilogie, aktuell die beste Lektüre in diesem Genre, die ich kenne.

Daniel Illger – Das Gesetz der Schatten, Skargat II
Der erste Band wurde letztes Jahr zurecht mit dem Seraph für das beste Debüt ausgezeichnet. Der zweite Band steht dem ersten in nichts nach. Ein paar lose Fäden werden aufgenommen und weitergesponnen, neue Fäden kommen hinzu, schnell entsteht aufs Neue eine fesselnde Geschichte. Rudrick hatte weitaus größere Pläne, als nur dem Tod ein Schnippchen zu schlagen und auch Venices Geschichte hat noch etliche unerzählte Kapitel. Noch ein Highlight der aktuellen Phantastik.

Comis & Graphic Novels

Terry Moore – Rachel Rising II und III
Rachel wurde ermordet, wacht einige Tage später in der Erde auf und weiß nicht, wie ihr geschieht. Wirklich tot fühlt sie sich eigentlich nicht. Ihre Tante und ihre beste Freundin helfen ihr, das Rätsel zu lösen. Die Idee mag ich und die Geschichte bekommt hier auch durchaus interessante Aspekte. Bewegt sich aber dermaßen langsam und mit vielen Wiederholungen vorwärts, dass ich jetzt doch aussteige.

Peter Goes – Die Zeitreise
Eigentlich eher ein Bilderbuch, aber für Große. Eine Reise durch die gesamte Geschichte der Erde, in wunderschönen großformatigen Tafeln zusammengefasst. Man könnte ewig jedes Bild und die vielen Informationen dazu betrachten. Hier treffen sich Wissen und eine wirklich traumhafte Gestaltung mit viel Liebe fürs Detail.

Joe Hill & Gabriel Rodriguez – Locke & Key
Bei einem brutalen Überfall wird ihr Vater ermordet, danach zieht die gesamte Familie zu einem Onkel in ein uraltes Anwesen, des Keyhouse. Dass dieses Haus nicht zufällig so heißt, entdecken die Kinder schnell. Aber was sie erst noch lernen müssen, ist dass es auch Gründe hat, wenn ihr Onkel ihnen gewisse Dinge verbietet. Wie zum Beispiel, zu nahe an das alte Brunnenhause zu kommen. Hier lauert nicht nur ein tiefer, dunkler Brunnenschacht… Großartiger Horror, geschrieben Stephen Kings Sohn und großartig zeichnerisch umgesetzt von Gabriel Rodriguez. Diese Reihe macht süchtig.

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