Monatsrückblick

Leserückblick April 2016

2. Mai 2016

Gelesen450

Im April trafen sich bei mir Urlaub und eine Erkältung, ich verbrachte unfreiwillig viel Zeit auf der Couch. Natürlich mit Büchern. Die Folgen dürft ihr jetzt ausbaden, einen relativ langen Leserückblick.

Gelesen:

Bernhard Stäber – Kalt wie Nordlicht
Ein Thriller im hohen Norden, begann sehr spannend, ließ mich dann aber doch mit einer Standardlösung und ein paar Stellen, die man mit etwas gutem Willen zurecht biegen kann, die ich aber nicht wirklich logisch fand, nur noch halb so begeistert zurück. Verdammt spannend war er trotzdem.

John Wyndham – Die Triffids
SciFi Klassiker, mutierte Pflanzen übernehmen die Herrschaft über die Erde. Sprachlich nicht unbedingt berauschend, aber viele schöne Ideen und auch Biologen können es lesen, ohne das Bedürfnis mit dem Kopf auf die Tischplatte zu schlagen zu verspüren. Wie es mir leider oft bei ähnlichen Büchern geht.

Owen Sheers – I saw a Man
An einem Tag verschlungen, ein stiller Thriller, aber deswegen nicht weniger spannend. Wie kleine Fehler und Entscheidungen ganze Leben beeinflussen, die Komplexität von Beziehungen, all das spannend bis zum Schluss. Der mir etwas zu „leicht“ war, aber das sieht nicht jeder so.

Kengo Hanazawa – I am a Hero Band I, II, III
Ein erfolgloser Mangazeichner mit Wahnvorstellungen steckt plötzlich mitten in der Zombieapokalypse. Oder in einer Wahnvorstellung. Wahrscheinlich aber der Zombieapokalypse. Und weiß noch nicht so recht, wie er reagieren soll. Zwischen Bildern mit bissigen Menschen gibt es immer wieder großartige Rants auf die Mangabranche. In der einfach noch niemand sein Potential entdeckt hat. Ich glaube, ich mag es. Ein paar Bände werde ich noch lesen.

Michael Tsokos – Zersetzt
Zu hart. Ich dachte ja immer, ich sei eine harte Socke was Thriller angeht. Immerhin lese ich Fitzek und Heitz auch ohne Probleme vor dem schlafengehen. Aber das hier hat mich erwischt. Drei Fälle auf einmal beschäftigen den Rechtsmediziner Dr. Abel. Misslungenes Waterboarding im Regierungsviertel, ein Krebstoter der gar keinen Krebs hatte und zwei in ungelöschtem Kalk zersetzte Leichen. Mehr dazu in meiner Besprechung.

Lot Vekemans – Ein Brautkleid aus Warschau
Die Liebe zu einem Amerikaner lässt Marlena alleine mit einem Kind zurück in Polen und führt sie in die Niederlande. In ein neues Leben, doch sie kann nicht vergessen, wo sie eigentlich zuhause ist. Entscheidungen, die man für andere trifft, sind nicht immer die besten. Ein wunderbarer Roman, der nicht nur mit seiner Geschichte, sondern auch einer ganz besonderen Sprache besticht.

Andreas Pflüger – Endgültig
Aaron ist Polizistin in einer Spezialeinheit. Bei einem Einsatz wird sie schwer verwundet und erblindet. Einige Jahre später verlangt ein inhaftierter Serienmörder mit ihr zu reden, nur mit ihr. Der Beginn eines perfiden Katz und Maus Spiels, mit einem alten Feind. Sehr spannend, aber für meinen Geschmack zu viel Drama.

Seth Patrick – The Returned
Jahre nach ihrem Tod stehen sie plötzlich vor den Türen ihrer Familien und wissen nicht, was geschah. Sie sind die Vorboten einer Katastrophe. Aber wer kann schon seine geliebte Tochter, die Ehefrau oder Bruder wegschicken, die nach Jahren der Trauer wie von Gott geschickt wieder auftauchen? Mystery Thriller mit gutem Gruselfaktor, auch wenn nicht viel neues dabei ist.

Loisel & Mallié – Panik, Der große Tote V
Erdbeben erschütten die gesamte Gegend, Chaos bricht aus und all das scheint irgendwie mit Blanche zusammen zu hängen. Mit ihr und ihren unheimlichen Kräften. Das Gleichgewicht zwischen den Welten ist gestört. Doch wie können sie es wieder richten? Wunderbar gezeichnete Graphic Novel Reihe.

Jasper Fforde – Das Lied des Quarktiers
MIt 16 Jahren eine Zauberagentur zu leiten ist nicht leicht. Wenn dann der Konkurrent iMagic auch noch zum Zauberduell aufruft, der König sich aus welchen Gründen auch immer auf dessen Seite schlägt und die eigenen Zauberer sich in Stein verwandeln oder sonstwie plötzlich alle abkömmlich sind… gibt Jennifer Strange trotzdem nicht auf. Genauso wunderbar schräge Fantasy für junge Leser wie schon der erste Band, „Die letzte Drachentöterin“.

Keigo Higashino – Ich habe ihn getötet
Der Bräutigam bricht auf dem Weg zum Altar tot zusammen. Drei Verdächtige hätten gute Gründe, ihn aus dem Weg zu räumen. Wer von ihnen es tatsächlich tat? Das darf man als Leser zusammen mit Kommissar Kaga herausfinden. Ein wunderbar klassischer Rätselkrimi, in dem jedes Detail wichtig ist. Erzählt aus den Perspektiven der Verdächtigen, ohne dabei zu viel zu verraten. Ein wahres Meisterstück.

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5 Kommentare

  • Antworten wortsonate 3. Mai 2016 von 16:01

    Von Kengo Hanazawa habe ich schon mal gehört.

    • Antworten Papiergeflüster 3. Mai 2016 von 19:13

      Positives hoffe ich?

  • Antworten tinelesemomente 8. Mai 2016 von 09:26

    „Endgültig“ habe ich neulich zum Geburtstag bekommen. Ich bin gespannt, wie es mir gefällt. Krimis/Thriller lese ich ja immer am liebsten in der Sauna. Mist, da muss ich wohl mal wieder einen Wellnesstag einlegen … ;D

    • Antworten Papiergeflüster 8. Mai 2016 von 13:15

      Oh nein, jetzt habe ich Dich zu einem Tag in der Sauna verführt. Das tut mir furchtbar leid. ;) Viel Spaß! :D

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