Belletristik Besprechungen

Christopher Coake – Bis an das Ende der Nacht

29. Dezember 2008

BisEndeNacht
Nein, es ist kein weiterer Titel der momentan so weit verbreiteten Vampirreihen, sondern eine fesselnde Sammlung von Kurzgeschichten, die von emotionalen Extremsituationen handeln. Ein todkranker Mann steht vor der letzten Entscheidung, die Frau eines Extrembergsteigers muss wieder einmal mit der Angst leben, ihren Mann nie wieder zu sehen, ein junges Paar wird ein Hütte eingeschneit und kämpft ums Überleben. Das sind nur drei der Geschichten, die in diesem Buch versammelt sind.

Eines haben alle diese Geschichten gemeinsam, sie sind bedrückend und tragisch, man kommt nicht daran vorbei, mit den Protagonisten zu leiden und zu bangen. Die Erzählungen sind sehr emotional und gehen unter die Haut, ohne jemals kitschig zu werden.

An sich mag ich Kurzgeschichten nicht wirklich gerne, dieses Buch hatte ich auf der Buchmesse entdeckt, ich habe kurz rein gelesen und es hat mich sofort gepackt. Christopher Coake gelingt es, einem in diesen kurzen Einblicken in das Leben der Charaktere enorm viel zu vermitteln. Ohne ausschweifende Erläuterungen sieht man die Personen vor sich, werden sie greifbar und man fühlt mit ihnen, obwohl man sie erst seit wenigen Seiten kennt.

Ein beeindruckendes Buch, das mich so sehr gefesselt hat, wie schon lange kein anderes Buch mehr. Aber auch eines, das einen nicht glücklich, sondern nachdenklich zurück lässt.

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