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der insider

Besprechungen Krimis und Thriller

Michael Robotham – Der Insider

27. Juni 2012

Luca ist Kriegsjournalist, seit Jahren mehr in Krisengebieten unterwegs als zu Hause. Gerade ist er in Bagdad und wird stutzig, weil immer wieder Banken überfallen werden. Was geschieht mit all den gestohlenen Dollars?
Währenddessen wird in London der ehemalige Polizist Vincent Ruiz von einem scheinbar harmlosen Mädchen überfallen und ausgeraubt. Als er ihr auf die Spur kommt, gerät er unversehens in den Strudel ganz anderer Geschehnisse und muss nicht nur um sein eigenes Leben fürchten. Zusammen mit seinem Freund, dem Psychologen Joe O’Loughlin versucht er heraus zu finden, was das Mädchen weiß. Warum ist plötzlich alle Welt hinter ihr und ihm her? Hat all das vielleicht mit dem verschwundenen Banker zu tun, der von seiner Frau gesucht wird?

“Der Insider” war mein erstes Buch von Michael Robotham, aber ganz sicher nicht mein letztes. Polit- und Wirtschaftsthriller stehen sonst eher selten auf meiner Leseliste. Auch das sollte ich vielleicht ändern, wenn sie so gut geschrieben sind wie hier. Die Spannung ist anfangs noch auf einem recht entspannten Niveau, steigt aber schnell an, man rätselt bis zum Ende mit. Wie hängen die verschiedenen anfangs scheinbar ganz unabhängigen Erzählstränge zusammen? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Die Auflösung erfolgt Stück für Stück, nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Perfekt dosiert.

Dass es Teil einer Reihe mit ein und demselben Ermittler ist, wurde mir erst am Ende bewusst. Als ich auf die Auflistung der anderen Titel stieß. Man kann diesen Band ruhigen Gewissens unabhängig lesen. Vielleicht entgeht einem die eine oder andere Anspielung auf vorhergende Bände, das tut der Spannung aber keinerlei Abbruch.

Mit Robotham habe ich nach vielen durchschnittlichen Krimis und Thrillern endlich mal wieder einen Autor gefunden, der mir so gut gefällt, dass ich unbedingt mehr von ihm lesen möchte. Wer einen spannenden Roman für den Sommerurlaub sucht, sollte sich “Der Insider” anschauen. Und zur Sicherheit noch ein zweites Buch mitnehmen, weil er viel zu schnell gelesen sein wird.

Der Insider – Michael Robotham
539 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN 9783442312504, 14,99 €

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Ich höre gerade... Ich lese gerade...

Wunder und Herzen

5. Juni 2013

Hört sich kitschiger an, als es ist. Am Sonntag habe ich am Stück „Ein Jahr voller Wunder“ von Karen Thompson Walker gelesen. Was passiert, wenn die Welt sich plötzlich langsamer dreht und die Tage länger werden? Das ganze aus der Sicht einer elfjährigen, die zusätzlich noch die üblichen Teenagerprobleme hat. Sehr schönes Buch.

Danach durfte es wieder etwas brutaler werden. „The Walking Dead“ von Robert Kirkman habe ich ziemlich schnell nur noch quer gelesen. Meistens war es doch nur dasselbe, flüchten vor Zombies, kämpfen gegen Zombies, flüchten vor Zombies… ihr ahnt wie es weiter geht. Die Comics bieten viel mehr Tiefe und Hintergrund, ich werde dabei bleiben.

Also wurde es doch der Thriller, „Dein Wille geschehe“ von Michael Robotham ist die aktuelle Lektüre. Damit lese ich mich nach „Der Insider“ und „Todeswunsch“ zwar rückwärts durch die O’Loughlin Reihe, das tut der Spannung aber keinen Abbruch.

Gehört wird gerade „Knapp am Herz vorbei“ von J. R. Moehringer und es ist mal wieder eines der Hörbücher, für die ich alles um mich herum vergesse. Die Geschichte des Bankräubers Willie Sutton, der nach 17 Jahren aus der Haft entlassen wird und sich an seine Vergangenheit erinnert. Toll gelesen, tolle Geschichte, ich bin begeistert!

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Besprechungen Krimis und Thriller

Michael Robotham – Todeswunsch

14. Mai 2013

Todeswunsch

Die beste Freundin seiner Tochter steht eines Abends blutüberströmt vor der Haustür. Ihr Vater liegt mit durchgeschnittener Kehle in ihrem Zimmer. Der Psychologe Joe O’Loughlin ist von ihrer Unschuld überzeugt, auch wenn alles gegen sie spricht. Das Mädchen selbst kann sich an nichts mehr erinnern. Zusammen mit einem Freund, ein ehemaliger Polizist, macht O’Loughlin sich selbst auf die Suche nach dem Täter und deckt dabei noch ganz andere Verbrechen auf. Die zum Teil seit Jahren ungelöst und vergessen sind. Das Rühren an der Vergangenheit wird bald lebensgefährlich für alle Beteiligten.

„Todeswunsch“ ist für mich das zweite Buch von Michael Robotham, schon „Der Insider“ hatte mich überzeugt. Jetzt steht für mich endgültig fest, dass ich auch die restlichen Bücher von ihm lesen sollte. Seine Charaktere sind schrullig und gerade deshalb so sympathisch. Weder zu perfekt, noch übertrieben leidend.

Die Handlung entwickelt sich Seite für Seite aus mehreren, anfangs scheinbar unabhängigen Strängen. Die Zusammenführung erfolgt Stück für Stück, bleibt dabei nachvollziehbar und logisch. Die Spannung steigert sich mit jedem weiteren Stück, das seinen Platz im Puzzle gefunden hat, bis man die letzten Seiten regelrecht verschlingt, um endlich zu erfahren, wie es ausgeht.

Mit diesem Buch hat Robotham es in meine Liste der „alles von ihm lesen“-Autoren geschafft. Er schreibt atmosphärisch und spannend, mit Charakteren deren seelische Narben sie auch mal zu Dummheiten verleiten, die man aber gerade deshalb mögen muss. Der Leser bekommt nicht einfach eine Lösung vorgesetzt, sondern kann dem Fall von Anfang bis Ende folgen. Alles was ein guter Thriller für mich braucht.

Todeswunsch – Michael Robotham
510 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN 9783442478712, 9,99 €
Taschenbuch

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Monatsrückblick

Monatsrückblick Juni 2012

22. Juli 2012

 

Mit größerer Verspätung als gedacht, hier nun endlich der Monatsrückblick für Juni 2012. Der Umzug ging zwar recht flott über die Bühne, zog aber doch noch einen Rattenschwanz an Verpflichtungen und Terminen nach sich. Danach wollte ich einfach nur noch lesen und habe den Rechner ignoriert. ;)

Gelesen:

– Michael Robotham – Der Insider

Großartiger Thriller, der mich trotz politischem Thema fesseln konnte. Nachschub von Robotham liegt schon hier.

– Alexandra Fuller – Unter dem Baum des Vergessens

Als Kind von Auswanderern in Afrika aufzuwachsen ist spannend, aber nicht immer einfach. Hat mir neue Welten eröffnet.

– Isabel Bogdan – Sachen machen

Ein Buch das Lust macht, auch einfach mal was zu machen. Gute Laune Literatur, die ich jedem in den Urlaubskoffer stecken würde.

– Ernest Cline – Ready Player One

Pflichtlektüre für Nerds und alle aus den Achtzigern. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und voller Anspielungen auf Filme, Bücher und Musik.

Gehört:

– Jennifer Donnelly – Die Teerose

Wunderschöner historischer Roman, von dem mir schon seit Jahren vorgeschwärmt wurde. Jetzt weiß ich warum und schwärme mit.

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Ich höre gerade... Ich lese gerade...

Lese-Schnecke

14. Juni 2012

Ganz kann ich es ja nicht lassen, also gönne ich mir zwischen der Arbeit und dem Kisten packen doch immer wieder ein paar Seiten Buch. Leider reicht das nicht, um im gewohnten Tempo Bücher zu verschlingen. So lese ich seit einer gefühlten Ewigkeit an „Der Insider“ von Michael Robotham. Obwohl mich das Buch wirklich fesselt, das schlechte Gewissen ist dann doch immer wieder stärker.

Anfangs war ich auch skeptisch, ob dieses Buch wirklich etwas für mich ist. Jetzt muss ich den vielen positiven Kritiken Recht geben. Robothams Stil überzeugt, die anfangs scheinbar zusammenhanglosen Handlungsstränge finden langsam zusammen. Noch rätsele ich, wie es genau zusammen hängt. Und fiebere gleichzeitig mit den verschiedenen Hauptcharakteren in ihren ganz eigenen Geschichten mit.

Zwischendurch hatte ich „Unter dem Baum des Vergessens“ von Alexandra Fuller gelesen, das besser in die Handtasche passte, als „Der Insider“. Ich sollte endlich komplett auf E-Books umsteigen, dann hätte ich das Problem nicht mehr. ;) „Unter dem Baum des Vergessens“ berichtet vom Leben weißer Auswanderer in Südafrika. Faszinierend, ernüchternd und nachdenklich machend. Die Buschromantik vergeht einem da schnell, es ist ein hartes Leben.

Gehört habe ich bis heute morgen „Die Teerose“ von Jennifer Donnelly. Endlich mal wieder ein richtig schönes Hörbuch, nachdem die letzten beiden nicht wirklich fesselnd waren. Dieser historische Roman hat mich mit seiner Atmosphäre begeistert, auch wenn es eine starke Frauenfigur gab und viele glückliche Zufälle. Was mich sonst an historischen Romanen eher abschreckt. Fiona habe ich ins Herz geschlossen und der Abschied fiel schwer.

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Belletristik Besprechungen Krimis und Thriller

Gianrico Carofiglio – In der Brandung

23. Mai 2013

InderBrandung

Roberto Marías lebte jahrelang ein provisorisches Leben, spielte immer eine Rolle. Als verdeckter Ermittler war er im Drogenmilieu unterwegs. Bis er sich selbst verlor und wegen psychischer Probleme vom Dienst freigestellt wurde. Dann lernt er Emma kennen, die ebenso wie er in Behandlung ist. Eines Tages bittet Emmas Sohn Giacomo ihn um Hilfe, eine Freundin ist in großer Not.

„In der Brandung“ wird als Krimi eingeordnet, was ich allerdings nicht unterschreiben würde. Es ist die Geschichte eines Polizisten, die aber viel mehr ist als nur seine Fälle. Als Leser begleitet man Roberto auf dem Weg zur Wahrheit. Zu Beginn berichtet er beim Psychiater noch stolz von seinen ersten Fällen und den großen Fischen, die er in seiner Karriere hinter Gitter brachte. Doch immer mehr kommt die Erkenntnis, was das jahrelange Rollenspiel mit ihm angerichtet hat, wie es ihn fast zerbrochen hat. Bis er sich selbst einen schlimmsten Erinnerungen stellen muss, die er lieber verdrängt hätte.

Gianrico Carofiglio verfügt über viel Insiderwissen, was man seinen Büchern auch anmerkt. Er fesselt seine Leser mit diesen Szenen, während er gleichzeitig seine beeindruckend tiefgründigen Charaktere zeichnet, uns an ihrer Entwicklung teilhaben lässt. „In der Brandung“ handelt an vielen Stellen von Vätern und Söhnen, Väter die mehr oder weniger freiwillig gehen und ihre Söhne alleine lassen. Kein einfaches Thema, das Carofiglio mit Fingerspitzengefühl aber ohne Samthandschuhe angepackt hat.

Es ist schwer zu beschreiben, was an seinen Büchern so fesselt. Wer gerne Bücher mit Hauptfiguren liest, die nicht nur stereotype Klischees abarbeiten, sondern sich entwickeln und gleichzeitig interessante Informationen zur Mafia und ihren Machenschaften aufdecken, sollte unbedingt mal reinschauen. „In der Brandung“ eignet sich perfekt für einen Einstieg, weil es das erste Buch mit Roberto Marías ist.

In der Brandung – Gianrico Carofiglio
285 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN 9783442312269, 17,99 €
Gebunden

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Interviews

Thomas Finn im Interview auf Papiergeflüster

22. Oktober 2010

Neu auf Papiergeflüster: Autoren im Interview. Thomas Finn hat sich netter Weise als erstes „Opfer“ zur Verfügung gestellt, viel Spaß mit seinen Antworten.

Kurzporträt:

Thomas Finn wurde 1967 in Chicago geboren, wuchs in Deutschland auf und lebt heute in Hamburg. Schon während seines VWL-Studiums schrieb er für verschiedene phantastische Magazine, war später Chefredakteur der „Nautilus“ und arbeitete als Lektor und Dramaturg in einem Drehbuchverlag. Heute ist er als Roman-, Spiele-, Theater- und Drehbuchautor tätig.

Im Romanbereich veröffentlichte er unter anderem zwei Bände der Gezeitenwelt-Reihe, den historischen Phantastik Thriller „Der Funke des Chronos“ ebenso wie die Jugendfantasy-Reihen „Die Chroniken der Nebelkriege“ und „Die Wächter von Astaria“. Gerade erst erschienen ist der Mystery Thriller „Weißer Schrecken“. Weiterlesen

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Ich lese gerade...

Streunende Magier

16. September 2010

Hier ist mal wieder Parallellesen angesagt. „Magierdämmerung: für die Krone“ von Bernd Perplies hatte ich ja eigentlich schon vor ein paar Tagen angefangen. Zwischendurch habe ich dann aber noch schnell „Reckless: steinernes Fleisch“ von Cornelia Funke gelesen. Selbst schuld, jetzt bin ich mit der „Magierdämmerung“ nicht vor der anstehenden Leserunde fertig geworden. Dabei ist der Steampunk-Roman wirklich sehr gut, es war nur zu wenig Lesezeit übrig in den letzten Tagen.

Also lese ich ab morgen parallel noch „Die Streuner“ von Manuel Charisius dazu. Mit diesem Roman hatte er es bei einem von Heyne ausgeschriebenen Wettbewerb zu fantastischer Literatur immerhin bis ins Finale geschafft. Ich bin schon sehr gespannt, was mich erwartet. Das Buch lese ich nämlich mal wieder nicht alleine, sondern in einer Leserunde inklusive Autor. Der sich etwas ganz Besonderes ausgedacht hat, der Streuner Fischkopf wird mit uns lesen und mit Insiderwissen versorgen. Wer noch spontan mitlesen möchte, ist herzlich willkommen.

Vielleicht ist es ganz gut, dass ich ein zweites Buch gleichzeitig lese. Sonst würde ich den anderen Leserundenteilnehmern wahrscheinlich wieder einmal davon laufen. ;) Sollte ich zu schnell mit der „Magierdämmerung“ fertig sein, lockt auch schon „Der Augensammler“ von Sebastian Fitzek, frisch signiert. Ich hatte vor der Lesung noch die ersten (oder letzten? Das Buch ist rückwärts durchnummeriert) Seiten gelesen. Seit dem hallt schwach sein Ruf vom SAB (Stapel angefangener Bücher), dass ich doch sicher wissen möchte, wie es weitergeht. Werden die Kinder überleben?

Es gibt mal wieder viel zu viele Bücher, die ich am liebsten alle gleichzeitig lesen würde. Aber das wäre dann wohl auch für mich als geübte Parallelleserin zuviel des Guten. ;)

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