Besprechungen Krimis und Thriller

Torkil Damhaug – Die Bärenkralle

5. September 2009

Mitten in Oslo werden drei ermordete Frauen aufgefunden. Das Seltsame an diesen Mordfällen sind die Wunden. An allen Leichen werden die Spuren von Bärenkrallen gefunden. Neben den Toten finden sich passende Fußabdrücke. Ein Bär mitten in der Großstadt? Die Bevölkerung wird nervös, die Polizei arbeitet unter Hochdruck an der Lösung des Falls.

Anfangs konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Die Auflösung scheint einem sehr früh klar. Doch mit der Zeit häufen sich die Anzeichen, dass es doch noch andere Lösungen gibt. Etwa nach zwei Dritteln überschlägt sich die Handlung dann, alles kommt ganz anders als erwartet, der Leser folgt atemlos einer neuen Erkenntnis nach der anderen.

Das Ende hat mich mit dem Buch versöhnt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es beinahe nicht weiter gelesen hätte, da mir die Lösung so früh so offensichtlich schien. Alles löst sich am Ende logisch auf, die Irrwege auf die der Leser gelockt wird, sind kunstvoll gesponnen. Aber ich gehöre zu den Krimilesern, die gerne miträtseln und nicht am Ende von etwas ganz anderem überrascht werden, was man anfangs nicht erahnen konnte. Auch die Ermittler sind mir sehr wichtig, mit diesen hier wurde ich nicht richtig warm. Sie blieben eher Statisten, die Hauptrolle spielt jemand ganz anderes. All das ist Geschmackssache, und mag anderen Lesern sogar besonders gut gefallen.

Alles in allem ein gelungener Krimi, der zwar ruhig und fast schon langweilig anfängt, gegen Ende aber immer spannender wird und dann auch wirklich Spaß macht.

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: