Besprechungen Phantastik

Tobias O. Meißner – Die Dämonen

23. September 2008

Daemonen


Inhalt:

Orison ist ein verhältnismäßig friedliches Reich, auch wenn die Barone mit ihrem neuen König nicht unbedingt zufrieden sind.

Der Frieden schwindet allerdings recht schnell, als zwei Dämonen es schaffen aus dem Dämonenschlund zu entkommen, in dem sie mit anderen Dämonen seit langer Zeit gefangen gehalten wurden. Beide Dämonen übernehmen die Körper von Menschen. Schnell stellen sie fest, dass die Lebenskraft von der sie sich ernähren nicht für zwei Dämonen ausreicht. Ein erbitterter Kampf um die Lebenskraft beginnt und geht auch an den Menschen nicht spurlos vorbei.

Meine Meinung:

Fantastische Fantasy der anspruchsvolleren Art. Auch wenn es ein Band der „Geschöpfe-Reihe“ ist, hebt es sich sehr von den meisten anderen Büchern dieser Pseudo-Reihe ab. Was daran liegen könnte, dass es eigentlich auch keine Geschöpfe mehr zu beschreiben gab, da alle schon “abgearbeitet” waren. Daher hatte Tobias Meißner vom Verlag her völlige Freiheit sich etwas auszudenken.

Die Charaktere in „Die Dämonen“ sind weder Gut noch Böse, jeder hat seine Licht- und seine Schattenseiten. Übrigens auch die Dämonen, die so gar nicht wirklich dämonisch sind. Zumindest nicht so, wie ich mir Dämonen vor dieser Lektüre vorgestellt hätte.

Als Leser begleitet man die Akteure während ihrer Metamorphosen, die gewaltig sind. Am Ende des Buches erkennt man die Handelnden aus den ersten Kapiteln kaum wieder.

Ernst trifft auf Komödie, die sich zur Tragödie wandelt. Ordnung wird zu Chaos, bereits vorhandene, sich bis dato nur ab und an bemerkbar machende, Eigenschaften gewinnen die Oberhand, die eigenen Dämonen übernehmen die Führung.

Es ist sehr schwer, dieses Buch zu beschreiben ohne zuviel der Handlung zu verraten. Das Rätseln während des Lesens ist einer der Gründe, weshalb die Lektüre soviel Spaß machte. Vor allem wenn man anschließend entdeckt, dass der Autor einem eigentlich alles schon vorher verraten hatte, nur eben gut versteckt.

Das Buch regt zu Gedanken fernab der eigentlichen Handlung an, es hat so viele Ebenen die es anspricht, dass ich den eigentlichen Reiz nicht beschreiben kann.

Wer gerne etwas andere Fantasy liest, die nicht nur zum einfachen weg lesen einlädt sondern auch zum mitdenken, ist mit diesem Buch gut bedient.

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: