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Musik

Besprechungen Krimis und Thriller

Grégoire Hervier – Vintage

29. August 2017

Thomas ist Musiker und hilft ab und an in einem Gitarrenladen aus. Eines Tages schickt sein Chef ihn mit einer verkauften Gitarre nach Schottland, auf den Landsitz eines Lords. Der hat eine beeindruckende Sammlung an Gitarren und einen verlockenden Auftrag für Thomas, er soll eine ganz besondere Gitarre suchen. Um die Gibson Moderne ranken sich viele Geschichten, aber gesehen hat sie bisher noch niemand. An all den Gerüchten muss aber doch ein Körnchen Wahrheit sein? Thomas soll beweisen, dass es die Moderne wirklich gibt oder gab, koste es was es wolle. Weiterlesen

Besprechungen Sachbuch

Gast-Rezension: Bob Dylan – Chronicles

10. Februar 2017

Chronicles

Mit dem Erscheinen des fulminanten Bandes seiner „Lyrics“, die alle Texte von 1962-2012 beinhaltet, hat nun der Hoffmann & Campe Verlag auch die Autobiografie des Literaturnobelpreisträgers von 2016 neu aufgelegt. Bob Dylan, der mit bürgerlichem Namen Robert Zimmermann heißt, erzählt in „Chronicles“ von seiner Karriere in der Popmusikgeschichte, die er als Songwriter wie kein anderer prägte. Weiterlesen

Besprechungen Sachbuch

Gast-Rezension: Carrie Brownstein – Modern Girl

10. November 2016

"buchhandel.de/

„Was muss das für ein Privileg sein, niemals die Frage gestellt zu bekommen: „Wie fühlt es sich an, als Frau in einer Band zu spielen?“ Oder „Warum spielen Sie gerade in einer rein weiblichen Band?“ Carrie Brownstein ist Musikerin, Schauspielerin, Drehbuchautorin und Ikone des Punkrock. In ihren Memoiren „Modern Girl“ erzählt sie von der Suche nach Identität und dem Kampf nach Gleichberechtigung mit den Mitteln des femininen Punkrocks. Ihre Band Sleater-Kinney stieg in den 1990er Jahren zu den Ikonen der feministischen subkulturellen Riot Grrrls Bewegung auf, die neben Gleichberechtigung und künstlerischer Verwirklichung von Frauen auch die Bedeutung von „Frauenrollen“ aufdeckte und durch eine subversive Haltung mit künstlerischen Mitteln entlarvte. Weiterlesen

Besprechungen Gezeichnetes

Pénélope Bagieu – California Dreamin‘, Cass Elliot and The Mamas & the Papas

19. Juli 2016

CaliforniaDreamin

Ellens Vater wollte eigentlich Opernsänger werden, wurde dann aber doch Feinkosthändler. Wen wundert es, dass sein Traum auf die Tochter abfärbte, die in New York Karriere als Sängerin machen möchte. Auf den ersten Blick traut ihr das niemand so recht zu, die schlankeste ist sie nicht. Aber kaum singt sie, vergisst jeder ihre Figur, sieht nur noch ihre Ausstrahlung und hört diese unglaubliche Stimme. Nach ein paar Umwegen findet Ellen auch tatsächlich einen Platz in einer Folk-Band. Lernt andere Musiker kennen, Freundschaften und Liebschaften kommen und gehen, es sind die 60er. Was daraus entsteht, sind „The Mamas & the Papas“. Weiterlesen

Belletristik Besprechungen

Garth Risk Hallberg – City on Fire

10. Mai 2016

CityonFire

Neujahr 1977, im Central Park liegt ein siebzehnjähriges Mädchen im Schnee, zwei Kugeln im Kopf. Was geschah mit Samantha, dass ihr Silvester so endete? Die Polizei sucht den Täter vergeblich. Warum war sie im Park? Wer wollte sie ermorden? Sams Geschichte berührt viele andere Geschichten. Da ist zum Beispiel Charlie, ihr bester Freund, der nach dem Tod seines Vaters aus der Spur gerät. Und Mercer, ein schwuler und farbiger Lehrer an einer Mädchenschule, der Sam verletzt im Park findet. Sein Freund William Hamilton-Sweeney, Erbe eines Finanzimperiums, der sich aber von seiner Familie verabschiedet hat und als Künstler in den Tag hinein lebt. Seine Schwester Regan, mitten in einer Scheidung und gleichzeitig im Kampf um das Ansehen ihres Vaters. Der Reporter Richard, der versucht herauszufinden, was Sam zustieß und der Polizist Larry, der diesen letzten großen Fall gerne abschließen würde. Weiterlesen

Belletristik Besprechungen

Nick Hornby – Juliet, Naked

21. Oktober 2009

julietnaked

Annie ist selten mit ihrem Freund Duncan alleine, meist ist auch Tucker Crowe mit von der Partie. Zumindest in Duncans Gedankenwelt, den hält nämlich auch die Tatsache, dass Tucker seit 20 Jahren untergetaucht ist, nicht davon ab, ihn zu verehren. So wird zum Beispiel auch ihr USA-Urlaub zu einer Tucker-Crowe-Tour. Inklusive Besuch der Toilette, in der Tucker Crowe angeblich den Beschluss gefasst hat, dem Musikbusiness den Rücken zu kehren. Dann geschieht das Unerwartete, ein Album mit akustischen Solodemos des letzten Erfolgsalbums kommt heraus. Die Crowe-Gemeinde gerät in Verzückung, was Annie nicht daran hindert, ihre negative Meinung ebenfalls im Internet zu veröffentlichen. Tucker liest Annies Besprechung und fühlt sich endlich einmal verstanden. Er schreibt Annie eine Mail, der Beginn so einiger Verstrickungen.

„Juliet, Naked“ handelt wieder einmal von Musik. Aber nicht nur das Thema war der Grund, dass ich mich an „High Fidelity“ erinnert fühlte. Das Buch handelt ebenso von Beziehungen und Leidenschaften, davon wie sie Leiden schaffen aber auch Zufriedenheit und Glück begründen können. Wenn man nur den richtigen Weg für sich findet, wobei man sich auch mal eingestehen muss, falsch abgebogen zu sein.

Bisher mochte ich noch alle Bücher von Nick Hornby, dieses hier tanzt nicht aus der Reihe. Ich habe es an einem Tag verschlungen und konnte kaum genug davon bekommen. Wer „High Fidelity“ oder „About a boy“ mag, kann mit dem Buch nichts falsch machen. Der etwas merkwürdig anmutende Titel wird auch recht früh erklärt und passt wirklich gut. Wenn man den Hintergrund erst einmal kennt.