Browsing Tag

Drachen

Besprechungen Phantastik

Anthony Ryan – Das Erwachen des Feuers, Draconis Memoria I

3. Oktober 2017

Drachenblut ist in Mandinorien wertvoller als Gold. Mithilfe des daraus gewonnenen Elixiers können Blutgesegnete ihre Kräfte verstärken, abhängig von der Drachenart. Blaue, grüne, rote und schwarze Drachen werden gejagt und gezüchtet, um an ihr wertvolles Blut zu gelangen. Aber es werden immer weniger Drachen, das Blut der gezüchteten Exemplare ist schwach. Alle Hoffnung richtet sich auf den geheimnisvollen Weißen Drachen, den eine Expedition ins unwirtliche Inland vor einigen Jahren angeblich gesichtet hat, bevor der Kontakt zu ihren Teilnehmern abbrach. Gibt es ihn wirklich, den mächtigen weißen Drachen? Wenn ja, müssen sie ihn finden. Weiterlesen

Besprechungen Phantastik

Terry Pratchett – Dralle Drachen

16. Juni 2015

DralleDrachen

„Dralle Drachen und andere Storys vom Schöpfer der Scheibenwelt“ ist eine Kurzgeschichtensammlung aus Terry Pratchetts frühen Jahren. Laut Klappentext wurden die besten Geschichten aus den ersten Jahren seiner Schriftstellkarriere hier versammelt und erstmals veröffentlicht, illustriert von Mark Beech. Es gibt Begegnungen mit den Teppichvölkern, Baby-Schneemenschen, langweiligen Rittern und Tümpelmonstern.

Die Sunday Times wird auf dem Klappentext mit dem Satz zitiert „Ein unermesslicher Schatz aus Terry Pratchetts Scharfsinn, Wortwitz und feinem Humor.“ Ich denke, man hätte diese Geschichten lieber in der Schreibtischschublade liegen lassen, statt mit allem Geld zu machen, auf dem Pratchett drauf steht. Weiterlesen

Ich lese gerade...

Drachen und die Wirtschaftskrise

9. November 2009

Da liest man extra schon leichte Fantasylektüre, um sich ein wenig von den ganzen Wirtschaftsbüchern abzulenken, und was passiert: man bekommt die wahren Hintergründe der Wirtschaftskrise erläutert.

Die Drachen waren es! Schon für die Krise in den 20er Jahren waren chinesische Drachen verantwortlich. Aber das war nur zur Übung, ein Vorspiel der für uns aktuellen Wirtschaftskrise. Chinesische Drachen haben mit ihrem Geld die Blase aufgebaut und gezielt platzen lassen, um die Herrschaft über die Welt zu bekommen. Glaubt ihr nicht? Lest es nach, in “Drachenkaiser” von Markus Heitz steht es. Wusstet ihr noch nicht, dass uralte Drachen heimlich die Geschicke der Welt lenken, unsere Politiker nur Marionetten sind? So ganz weit hergeholt klingt das doch gar nicht, oder? 😉

Für ein Heitz Buch ist “Drachenkaiser” erstaunlich unblutig, dafür gibt es aber allerhand Ränkespiele, was er auch sehr gut beherrscht. Das Flair der 20er Jahre, in denen die Geschichte spielt, macht das Buch zu etwas Besonderem im Fantasygenre, eine angenehme Abwechslung zu den meist üblichen mittelalterlichen Welten. Mit Wirtschaftsunterricht hätte ich allerdings nicht gerechnet.

Besprechungen Kinder-/Jugendliteratur Phantastik

Tad Williams / Deborah Beale – Die Drachen der Tinkerfarm

2. September 2009

Tinkerfarm

Lucinda und Tyler sollen den Sommer auf der Farm eines Onkels verbringen. Wirklich begeistert sind sie nicht von der Aussicht, zwischen Kühen und Schweinen ihre Ferien zu verleben. Doch dann kommt alles ganz anders.

Auf der „Ordinary Farm“ leben alles andere als ordinäre Tiere. Drachen und Einhörner sind nicht die einzigen fabelhaften Wesen, die sich auf dieser Farm tummeln. Auch ihre Bewohner sind ungewöhnlich. Wo kommen all die Fabelwesen her? Und wohin verschwand vor Jahren ihre Tante Grace? Vor allem Tyler lassen diese Geheimnisse keine Ruhe, er macht sich auf die Suche nach Antworten, was alles andere als ungefährlich ist.

Das Buch spielt in unserer Welt und gleichzeitig mit der Möglichkeit des Unmöglichen. Wer kann sich schon sicher sein, dass nicht irgendwo auf einer entlegenen Farm Drachen hausen?

„Die Drachen der Tinkerfarm“ ist ein spannendes und fabelhaftes Fantasybuch für Leser jeden Alters. Auch wenn es für Jugendliche geschrieben wurde, vermag es ebenso erwachsene Leser zu fesseln. Nicht nur durch die wunderschönen Beschreibungen der tierischen Bewohner der Farm, auch die Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft ließ mich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Nicht zuletzt, da keine Magie im Spiel ist, mehr will ich hier aber nicht verraten.

Tad Williams schrieb dieses Buch zusammen mit seiner Frau Deborah Beale, vielleicht ist ihr zu verdanken, dass die für Williams typischen Einstiegsschwierigkeiten hier fehlen. Bisher musste ich mich noch in alle seine Bücher erst einmal einlesen, da er seine Welten sehr ausgefeilt beschreibt und dafür einfach Zeit und Platz braucht. Dies ist hier nicht so, man ist sofort drin in der Geschichte und möchte einfach nur noch weiter lesen.

Da „Die Drachen der Tinkerfarm“ der Auftakt zu einer neuen Reihe sind, kann ich mich schon auf die weiteren Bände freuen. Auch wenn es natürlich nicht verkehrt wäre, erschiene vorher noch der dritte Band zu „Shadowmarch“.

Allen Fantasylesern kann ich die „Drachen der Tinkerfarm“ wärmstens empfehlen. Lasst euch von den jugendlichen Charakteren nicht abschrecken, es ist wirklich mal wieder ein Buch das den Titel „All-Age-Fantasy“ wirklich verdient.