Besprechungen Kinder-/Jugendliteratur Phantastik

Suzanne Collins – Die Tribute von Panem „Tödliche Spiele“

30. Juni 2010

PanemSpiele

Alljährlich finden in Panem die Hungerspiele statt. Aus jedem der zwölf Distrikte werden je ein Mädchen und ein Junge gelost, die als Tribut an diesen Spielen teilnehmen müssen. Die 24 Teilnehmer haben nur ein Ziel: zu überleben. Erst wenn nur noch einer von ihnen übrig ist, hat das Spiel ein Ende. Als das Los auf ihre kleine Schwester Prim fällt, meldet sich Katniss freiwillig als Tribut. Zusammen mit Peeta, dem Jungen der ihren Distrikt vertreten muss, landet sie in der Arena. Aber hier zählt ihre Herkunft nicht mehr, auch sie werden sich irgendwann gegenüber stehen und nur einer von ihnen darf überleben. Doch dann rettet Peeta ihr das Leben. Katniss weiß nicht mehr, was Spiel und was Realität ist. Wem kann sie vertrauen?

„Tödliche Spiele“ war tödlich für meinen Zeitplan, einmal angefangen hätte ich es am liebsten am Stück verschlungen. Es hatte soviel mehr zu bieten, als ich erwartet hatte. Natürlich spielt der Kampf ums Überleben in der Arena eine große Rolle. Doch geht es dabei auch viel mehr um Freundschaft und Vertrauen, Zusammenhalt und auch ein wenig Liebe. Und darum wie schwierig all das ist, wenn das ganze Land dich und die anderen Teilnehmer lieber tot sehen möchte.

Beängstigend fand ich die Darstellung, wie die Hungerspiele als das große Medienspektakel des Jahres gefeiert wurden. Wie Menschen mit den Leben anderer spielen, nur um zu unterhalten und zu zeigen, welche Macht sie besitzen. Beängstigend, weil es nicht unmöglich scheint. Weil es so abgrundtief menschlich ist.

„Tödliche Spiele“ ist der erste Band der Reihe „Die Tribute von Panem“ und hat mich mit seiner unerwarteten Tiefe und seiner Spannung so begeistert, dass ich es kaum erwarten kann, demnächst den zweiten Band „Gefährliche Liebe“ zu lesen.

Die Tribute von Panem “Tödliche Spiele” – Suzanne Collins
414 Seiten, Oetinger
ISBN 9783789132186, 17,90 €
Hardcover

7 Kommentare

  • Antworten Nina [libromanie] 30. Juni 2010 von 21:26

    Gibt es eigentlich jemanden, der von diesem Buch nicht total begeistert ist? Ist irgendwie so ähnlich wie mit der Zeitreisetrilogie von Kerstin Gier. Die Bücher muss man einfach mögen. Wobei ich Panem im Vergleich sogar noch besser finde.
    Ende August erscheint der dritte Teil übrigens auf Englisch. Da werde ich mich dann am besten irgendwo einschließen. 😀

    • Antworten Emily 30. Juni 2010 von 21:36

      @Nina: Das hättest Du mir jetzt nicht verraten dürfen… Den zweiten Band kaufe ich mir als Belohnung für die überstandene Prüfung in zwei Wochen. Spätestens wenn ich bei Dir lese, dass Du den dritten liest, werde ich wohl auch schwach werden. Andererseits sieht so eine Reihe im Regal einheitlich schon besser aus. Das wird eine schwere Entscheidung.

  • Antworten Myriel 1. Juli 2010 von 19:04

    “Gibt es eigentlich jemanden, der von diesem Buch nicht total begeistert ist?”
    An der Stelle melde ich mich jetzt mal. Ich fand das Buch gut, aber totale Begeisterung konnte es nicht wecken. Dafür war mir Katniss’ Charakter zu unrund und sprunghaft. Trotzdem war das Buch so flüssig geschrieben, dass ich es nur schwer zur Seite legen konnte und mir auch die beiden Folgebände zulegen werde.
    LG Myriel

  • Antworten Katha 6. Juli 2010 von 17:19

    Toll, dass es dir auch so gut gefallen hat! Aber Band 2 fand ich ja sogar noch besser und spannender 😉

    • Antworten Emily 6. Juli 2010 von 18:33

      @Katha: na dann, der 2. Band ist schon eingeplant. Wahrscheinlich für Ende nächster Woche, erst steht noch eine Leserunde zu “Collector” an. Danach geht es nach Panem.

  • Antworten Buchtipp: Die Tribute von Panem 6. Oktober 2010 von 17:21

    Buchtipp: Die Tribute von Panem…

    Danke für den interessanten Beitrag!…

  • Antworten Die Tribute von Panem – Der Film! …für Nicht-Leser – Hazamelistan 9. April 2012 von 13:28

    […] wissen will um was es im Film geht, der kann das auch bei ihr, zur Buchform, nachlesen. Die Begeisterung, die sie für die Bücher hegt, kann ich leider nur eingeschränkt für den Film […]

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