Belletristik Besprechungen

Stefan Rehberger – Träum weiter

13. November 2008

traeumweiter

Roman wird mit Mitte dreißig unverhofft Vater, gleichzeitig wird sein Vater zum Pflegefall. Willkommen im Leben, dem er sich bis dahin nicht wirklich gestellt hatte.

Mit seiner Freundin ist er erst wenige Monate zusammen, eigentlich streiten sie auch ziemlich viel, trotzdem freuen sie sich auf das Kind. Da sie ihren Job nicht aufgeben möchte, wird Roman sich um den Nachwuchs kümmern. Als er sich dann auch noch um seinen Vater kümmern muss, der nach einem Schlaganfall nicht mehr alleine leben kann, lernt Roman die anstrengenden Seiten des Lebens kennen. Bis dahin hatte er sich immer irgendwie durch gewurstelt, das Verhältnis zum Vater war auch nicht das Beste. Jetzt müssen sich die drei Männer irgendwie arrangieren.

Das Buch hat sowohl lustige Anklänge als auch ernste. Wobei die lustigen mich nicht wirklich erreicht haben, sie wirkten teilweise etwas gewollt komisch. Man hätte das Thema „Plötzlich ein Baby“ durchaus sehr humorvoll verarbeiten können, eigentlich hatte ich mit so etwas auch gerechnet. Aber dieses Thema kam irgendwie etwas zu kurz, viel mehr im Vordergrund stehen seine Probleme mit seinem Vater und damit die ernste Seite des Buches. Nachdem ich mich darauf eingestellt hatte, gefiel mir das Buch auch wieder gut. Es lässt einen schon ein wenig nachdenken, über die eigene Zukunft als auch die der Eltern und Kinder. Es hätte mir aber besser gefallen, wenn der Autor sich entschieden hätte, ob es ein humorvoller oder ein ernsterer Roman sein soll. So wirkten die lustigen Szenen teilweise etwas deplaziert. Der Weichspüler wurde auch etwas zu großzügig eingesetzt, irgendwie läuft doch immer alles wieder glatt. Wenn das im Leben nur mal so wäre. 😉

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