Besprechungen Phantastik

Stefan Bachmann – Die Wedernoch

6. Oktober 2014
Wedernoch

Stefan Bachmann – Die Wedernoch

Bartholomew musste mit ansehen, wie seine Schwester Hettie in die Feenwelt entführt wurde. Das ist inzwischen ein paar Jahre her, doch noch immer sucht er nach einem Weg, um zu ihr zu gelangen und sie zu retten. Aber wie soll er einen Weg ins Feenreich finden? Lebt Hettie überhaupt noch? Der Straßenjunge Pikey gibt ihm neuen Mut, denn er hat Hettie gesehen. Mit seinem Feenauge. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Portal ins Feenreich. Mitten im Krieg, den England gegen die Feen führt.

„Die Wedernoch“ ist die Fortsetzung von „Die Seltsamen“, die man auch vorher lesen sollte. Es wird genug erklärt, um die Erinnerungen an den ersten Band aufzufrischen, aber ganz ohne dieses Wissen hat man nur halb so viel Spaß mit diesem Buch.

Stefan Bachmann hat sich mit diesem zweiten Buch eindeutig noch gesteigert. Gefielen mir „Die Seltsamen“ schon gut, „Die Wedernoch“ haben mich begeistert. Zwei Handlungsstränge wechseln schnell aber ohne Hektik, im genau richtigen Tempo um die Spannung stetig zu steigern, ohne dass dabei auf übertriebene Cliffhanger zurückgegriffen werden muss. Der Straßenjunge Pikey bringt dabei eine interessante neue Facette in die Handlung. Die im ersten Band noch recht geheimnisvollen Feen bekommen hier mehr Hintergrund, während Hetties Aufenthalt im Feenreich erfährt man einiges über diese impulsiven Wesen und ihr Miteinander.

Wer gerne Fantasy liest und nach den besonderen Geschichten in diesem Genre sucht, dem lege ich „Die Seltsamen“ und „Die Wedernoch“ unbedingt ans Herz. Diese Bücher sind kein Fastfood, aber trotzdem sehr gute und spannende Unterhaltung, nur eben mit Niveau. In einer faszinierenden Welt mit leichten Steampunk-Elementen und Feen, wie man sie lieber nicht persönlich kennen lernen möchte.

Die Wedernoch – Stefan Bachmann
Deutsch von Hannes Riffel
416 Seiten, Diogenes Verlag
ISBN 9783257069068, 16,90 €
Gebunden

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5 Kommentare

  • Antworten sandhofer 6. Oktober 2014 von 19:48

    Komposition kann Bachmann, studiert er ja auch. Werde den zweiten Teil demnächst lesen…

    • Antworten Papiergeflüster 6. Oktober 2014 von 19:58

      @sandhofer Ich bin gespannt, ob er Dir vielleicht auch besser gefällt als der erste. 🙂

      • Antworten sandhofer 14. Oktober 2014 von 21:09

        Besser als der erste auf jeden Fall, ja. Die zwei Jahre, die Bachmann zwischen “Die Seltsamen” und “Die Wedernoch” älter geworden ist, haben ihn auch als Schriftsteller reifen lassen. Ich würde ihn immer noch nicht einem Philipp Pullman oder Mervyn Peake gleichsetzen, aber er hat eindeutig Potential.

        • Antworten Papiergeflüster 14. Oktober 2014 von 21:14

          @sandhofer: Freut mich, dass Dir der zweite Band auch besser gefiel. 🙂

  • Antworten Christoph 6. Oktober 2014 von 22:27

    Wie bereits erwähnt hat mir “Die Seltsamen” nicht ganz so gut gefallen, aber nach dieser Rezension bin ich nun doch versucht, Bartholomew eine zweite Chance zu geben…

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