Besprechungen Krimis und Thriller

Simon Beckett – Verwesung

13. August 2012

Jerome Monk ist ein extrem brutaler Killer. Vier Mädchen gehen auf sein Gewissen, er hat die Morde gestanden. Drei der Leichen wurden bisher nicht gefunden. Nun taucht eines der Opfer im Moor auf, die Suche nach den zwei anderen Mädchen beginnt aufs Neue. David Hunter wird als forensischer Anthropologe hinzugerufen, doch die Suche bleibt erfolglos. Acht Jahre später flieht Monk aus dem Gefängnis, ist er eine Bedrohung für Hunter und die anderen, die damals an der Untersuchung des Falls beteiligt waren? Die erste folgende Leiche scheint es zu bestätigen. Werden sie Monk finden, bevor er sie findet?

Auch der vierte Fall um David Hunter hat wieder hohes Verschling-Potential. Ich saß zwei Abende mit dem Buch auf der Wiese, dann was das Vergnügen, viel zu schnell, auch schon wieder vorbei. Ein spannender Fall und tiefe Einblicke in Hunters Vergangenheit lassen diesen Roman zum Pageturner werden.

Anfangs ahnte ich kurz, wie es ausgehen würde, wurde aber durch ständige Irreführung vom Gegenteil überzeugt. Um zu guter Letzt doch Recht gehabt zu haben. All das mit Logik und nachvollziehbar, ohne einfach mal eben etwas vorgesetzt zu bekommen. So muss ein Krimi für mich sein, nicht nur auf der Gewaltschiene marschierend, sondern zum miträtseln animierend. Auch wenn man für Becketts Romane schon recht hartgesotten sein muss. Ich lese so etwas auch ohne Probleme beim Frühstück, andere haben damit schon mal Probleme. Hunter hat ständig mit Leichen zu tun, die auch detailliert beschrieben werden. Ohne dabei zu übertreiben und Ekel hervorrufen zu wollen, es ist eher informativ.

Sehr gelungene Fortsetzung der Hunter Reihe, die ich Krimifreunden ans Herz legen kann. Verwesung kann man auch gut lesen ohne die vorherigen Bände zu kennen, wissenswertes wird mitgeteilt, wichtig ist hier aber nur der aktuelle Fall.

Verwesung – Simon Beckett
444 Seiten, rororo
ISBN 9783499248665, 9,99 €
Taschenbuch

2 Kommentare

  • Antworten Konstantin [derschoenenlog.de] 16. August 2012 von 23:23

    Es ist natürlich immer erfreulich positive und zufriedene Buchbesprechungen zu lesen. Zwangsläufig gleicht man aber, wenn möglich, mit der eigenen Leseerfahrung ab. Oftmals führt dies zu einem sanften Kopfnicken oder eben auch zum Gegenteil. Letzteres geschah beim Lesen deines Blogposts… ich war dermaßen enttäuscht vom vierten Band, fand ihn gar so langweilig das ich weitgehend vergaß was eigentlich passierte – all das, wo mich die ersten Bände so begeisterten. Allen voran fand ich Verwesung schlicht zu dick, zu lang(atmig) und zu banal… soweit meine Erinnerungen reichen. Wie würdest du das Buch im Vergleich werten?

    • Antworten Emily 17. August 2012 von 12:05

      @Konstantin: Es war schon ruhiger und im Verhältnis lag der Fokus stärker auf Hunter selbst. Aber mich hat es nicht gestört, ich war trotzdem gefesselt. Zwei Abende und es war durch. Aber wie langweilig wären Büchergespräche, wenn uns allen dieselben Bücher gefallen würden. 😉

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