Besprechungen Krimis und Thriller

Simon Beckett – Kalte Asche

3. Februar 2011

David Hunter wird auf die schottische Insel Runa gerufen, nachdem in einem alten Cottage eine Leiche gefunden wurde. Keine alltägliche Leiche, der Großteil des Leichnams ist zu Asche verbrannt. Nur die Füße und eine Hand sind merkwürdiger Weise von den Flammen verschont geblieben. Hunters erster Verdacht bestätigt sich schnell, es war kein Unfall. Doch warum lässt der Mörder die Leiche einfach im Cottage liegen? Die Klippen wären nicht weit gewesen, das Problem damit auf immer verschwunden. Kaum wird auf der Insel bekannt, dass es sich um Mord handelt, zieht ein furchtbarer Sturm auf. Runa ist vom Festland aus nicht mehr erreichbar, auch die Funkverbindung bricht zusammen. Die Inselbewohner und Hunter sind auf dem Eiland gefangen, zusammen mit einem Mörder. Der nächste Mord lässt nicht lange auf sich warten…

„Kalte Asche“ ist der Nachfolger zu „Die Chemie des Todes“, lässt sich aber auch gut lesen, ohne den Vorgänger zu kennen. Es gibt die ein oder andere kurze Anspielung, für die Handlung spielen die aber keine Rolle. Die einsame Insel mit einer überschaubaren Anzahl an Protagonisten, einer von ihnen der Mörder und der totale Abschluss von der Außenwelt sind klassische Krimielemente, wie man sie zum Beispiel auch von Agatha Christies „Zehn kleine Negerlein“ kennt.

Richtige Spannung kam bei mir eigentlich erst gegen Ende auf, bis dahin dümpelte sie auf recht durchschnittlichem Niveau dahin. Interessant waren die Erläuterungen zum Phänomen der spontanen Selbstentzündung. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse dann regelrecht, kaum glaubt man, jetzt wisse man wie alles ablief, wird dem Leser noch mal eine lange Nase gedreht, es steckt doch noch mal wesentlich mehr dahinter als gedacht.

Das wirklich gute Ende hat mich dann auch wieder mit dem bis dahin nicht wirklich herausragenden Buch versöhnt, wer „Die Chemie des Todes“ mochte, sollte auch hier zugreifen. Jetzt bin ich gespannt auf den dritten Teil, „Leichenblässe“.

Kalte Asche – Simon Beckett
431 Seiten, Rowohlt
ISBN 9783499241956, 9,95 €

1 Kommentar

  • Antworten Tweets that mention Papiergeflüster » Blog Archiv » Simon Beckett – Kalte Asche -- Topsy.com 3. Februar 2011 von 16:45

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