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Sebastian Niedlich – Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

12. April 2014

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Martin hätte durchaus darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter dem leibhaftigen Tod zu begegnen. Der ist nämlich dermaßen begeistert, dass ihn endlich mal jemand sieht und hört, dass er fortan ständig ungebeten bei Martin auftaucht. Denn das Schicksal hat es anscheinend so gewollt, dass sie beste Freunde werden, sonst könnte Martin ihn doch nicht sehen. Martins Leben macht er damit aber nicht angenehmer, scheinbar Selbstgespräche zu führen und andere für die Umwelt unerklärbare Verhaltensweisen lassen Martin wie einen Sonderling wirken. Mit der Zeit und dem Erwachsenwerden beginnt er, an der Autorität des Todes zu zweifeln. Soll es wirklich Schicksal sein und nicht zu ändern, wenn ein kleiner Junge sterben muss? Martin sieht das nicht ein und versucht dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Er wird sogar Arzt, um möglichst viele Menschen möglichst lange vor der Begegnung mit seinem besten Freund zu bewahren. Aber kann er wirklich verhindern, was kommen muss? Welchen Sinn hat das Leben, wenn es doch nur zum Tode führt und nichts daran zu ändern ist?

„Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ ist eine wunderbare schwarze Komödie mit Sinn. Kein alberner Klamauk, Schicksal und Sinn des Lebens werden durchaus ernsthaft zum Thema. Aber immer mit einem Funken Humor, der den Leser auch an den ernsteren Stellen des Buches das Lächeln nicht verlieren lässt. Dazwischen darf gerne und oft auch laut gelacht werden, zum Beispiel wenn Martin versucht, sein Teenager-Leben mit der seltsamen Freundschaft zum Tod unter einen Hut zu bekommen.

Der Humor in diesem Buch ist tiefschwarz, dafür sollte man einen gewissen Sinn haben. Dann hat man viel Spaß, mit dieser gelungenen Mischung aus Humor und Niveau.

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens – Sebastian Niedlich
372 Seiten, Dotbooks
ISBN 9783955204501, 4,99 €
E-Book

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1 Kommentar

  • Antworten Fraencis 12. April 2014 von 21:45

    Hallo 🙂

    Das Buch klingt sehr spannend! Habe bisher noch nichts davon gehört, aber jetzt werde ich es mir erst mal merken.

    Liebe Grüße,
    Fraencis

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