Besprechungen Krimis und Thriller

Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

6. Oktober 2011

Der wahnsinnige Mörder aus „Der Augensammler“ wurde entlarvt, ist aber auf der Flucht. Zorbach wurde das gleiche Ultimatum gestellt, wie den anderen Opfern zuvor auch. Denn nun hat der Augensammler seine Ex-Frau ermordet und seinen Sohn entführt. 45 Stunden und 7 Minuten bleiben Alexander Zorbach, um seinen Sohn zu finden. Doch es gibt mehr als nur einen Wahnsinnigen. Schon mehrere junge Frauen wurden grausamst verstümmelt und missbraucht, sie alle nahmen sich selbst das Leben, nachdem „Der Augenjäger“ sie frei ließ. Ist er vielleicht sogar Arzt? Die Entfernung der Augenlider erfolgte erschreckend professionell. Bald stellt sich heraus, dass der Augenjäger und der Augensammler scheinbar zusammen arbeiten. Welcher Zusammenhang besteht zwischen den beiden?

„Der Augenjäger“ beginnt dort, wo „Der Augensammler“ aufhört. Man kann ihn ohne den Vorgänger lesen, alles Wichtige wird erwähnt. Danach kann man sich „Der Augensammler“ allerdings sparen, wer also kein Buch von Sebastian Fitzek verpassen möchte, sollte lieber erst „Der Augensammler“ lesen. Was ich auf jeden Fall empfehlen würde, weil mich beide Bücher extrem fesselten.

Die Fortsetzung ist sogar noch spannender als „Der Augensammler“. Von der ersten Seite an packt das Buch den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Zwei anfangs noch unterschiedliche Handlungen kommen sich immer näher, um zu guter Letzt in einem großartigen Finale zu gipfeln. Die eine oder andere Überraschung hat Sebastian Fitzek auch wieder für seine Leser parat.

Wie schon im „Augensammler“, lässt der Autor nebenbei viel über die Lebensweise und die Erfahrungen blinder Menschen in den Text einfließen. Dieses Wissen hat er sich in vielen und ausführlichen Gesprächen mit sehbehinderten Menschen angeeignet. Damit liefert das Buch nicht nur Unterhaltung, man „sieht“ die Welt derer, sie sie nicht sehen können, anschließend mit anderen Augen.

Anfangs hatte ich meine Zweifel, ob der hohe Spannungslevel bis zum Ende gehalten werden kann. Er kann und er konnte sich sogar noch steigern, schneller als ich mich versah waren schon die letzten Seiten erreicht, ohne auch nur eine Seite Langeweile dazwischen.

Wer mal wieder einen richtig spannenden Thriller sucht und nicht all zu zart besaitet ist, kann hier getrost zugreifen. Wenn man beim Thema Augen sehr empfindlich ist, sollte man Vorsicht walten lassen.

Der Augenjäger – Sebastian Fitzek
428 Seiten, Droemer
ISBN 9783426198810, 19,99
Hardcover

Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

%d Bloggern gefällt das: