Besprechungen Krimis und Thriller

Roger Hobbs – Ghostman

2. August 2013

Ghostman

Der Ghostman ist ein Profi. Will er nicht gesehen werden, wird er nicht gesehen. Er wechselt sein Aussehen wie andere ihre Unterwäsch,  kennt alle Tricks um im kriminellen Gewerbe erfolgreich zu sein. Erfolgreicher als die beiden, die gerade versucht haben, ein Casino auszurauben. Deren Coup ging mehr als schief, der Tatort wurde zum Schlachtfeld. Jetzt soll der Ghostman aufräumen. Spuren verschwinden lassen und noch wichtiger, das verschwundene Geld finden, innerhalb von 48 Stunden. Dabei gerät er in die Schusslinie eines Drogenbosses, das FBI sitzt ihm im Nacken, sein eigentlicher Auftraggeber noch dazu. Schließlich muss er einen Fehler ausbügeln, der ihm selbst vor ein paar Jahren passierte.

„Ghostman“ ist ein kurzweiliger Thriller, der seine Leser von der ersten Seite an packt. Dank der zweiten Erzählspur, die in der Vergangenheit spielt, wird es auch niemals langweilig, es gibt keine langsamen Stellen. Rasant geht die Handlung voran, es bleiben ja auch nur 48 Stunden Zeit.

Sprachlich gibt es ein paar Tücken, zum Beispiel tickt jedes Mal der Motor des Autos, wenn es abgestellt wird. Mag ja sein, dass der Motor immer tickt, auch bei verschiedenen Autos, aber muss ich das jedes Mal lesen, wenn es keinerlei Relevanz für die Handlung hat? Ab und an geht die Logik auch zugunsten der Action ein wenig verloren, aber das konnte ich gut verschmerzen.

Es war ein wenig, wie „Oceans Eleven“ und Co. im Kino zu sehen. Tolle Unterhaltung mit viel Spannung, auf höherem Niveau als so mancher andere Krimi. Genau das Richtige, um ein paar Stunden Spaß mit einem wirklich lesenwerten Thriller zu haben.

Ghostman – Roger Hobbs
381 Seiten, Goldmann Verlag
ISBN 9783442313372, 14,99 €
Broschur

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