Roger Smith – Leichtes Opfer

LeichtesOpfer

Michael Lane und seine Familie gehören zur privilegierten weißen Oberschicht in Kapstadt. Als sein Sohn im Poolhaus ein Mädchen erschlägt, besteht seine Frau Beverly darauf, den Mord jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Michael hat keine Chance, seit zwanzig Jahren hat Beverly ihn in der Hand, ein Druckmittel, dass sie jetzt wieder ausnutzt. So muss er tatenlos zusehen, als jemand Unschuldiges für die Tat seines Sohnes büßen muss und daran eine ganze Familie zugrunde geht. Doch keine Schuld bleibt ungesühnt, die Rache kann auch noch später und aus ungeahnter Richtung kommen… Weiterlesen

Leserückblick Mai 2015

Gelesen2

Dieser Rückblick wird für meine Verhältnisse extrem kurz. Was nicht daran liegt, dass ich nicht gelesen hätte. Aber Mai ist der Monat der Vorschauen und Herbstnovitäten, da lese ich vieles erst einmal nur an. Was mir davon gut gefällt, wird später in Ruhe ganz gelesen. Deshalb kommen zu den aufgezählten Büchern noch 58 angelesene mit insgesamt 3503 Seiten dazu, die ich hier aber nicht alle aufzählen werde.

Gelesen:

– Jeremiah Pearson – Die Täuferin
Angefangen, weil es zum Teil in Würzburg spielt. Abgebrochen, weil es mir zu sehr Standardhistorienschinken war. Die lese ich nur selten wirklich gerne.

– Loisel & Tripp – Das Nest 7, Charleston
Langsam aber sicher geht es auf das Ende der Reihe zu, der Herbst ist schon da. Wieder ein wunderschöner Band aus dieser Comicreihe, die in einem kanadischen Dorf zu Beginn des letzten Jahrhunderts spielt.

– Barbara Yelin – Irmina
Bedrückend und beeindruckend. Die Geschichte einer jungen Deutschen, die in London eine Ausbildung macht, der Krieg zwingt sie aber zurück nach Deutschland. Sie wäre so gerne selbständig, hat ihren eigenen Kopf, keine Eigenschaften einer guten deutschen Ehefrau zu dieser Zeit. Das ist Irmina.

– Terry Pratchett – Dralle Drachen
Diese Kurzgeschichten hätte man besser in der Schublade verstauben lassen, statt sie auf Erstlesergröße zwanghaft zu einem Buch zu machen. Mehr dazu demnächst in der Rezension.

– Boulet & Pénélope Bagieu – Wie ein leeres Blatt
Durch Zufall gefunden und es war noch besser, als ich erhofft hatte. Eloise sitzt auf einer Parkbank und erinnert sich an nichts. Überhaupt nichts. Nicht ihren Namen, wo sie wohnt, wer sie ist und wie sie überhaupt hierher kommt. Sie macht sich auf die Suche, nach sich selbst. Wunderbar umgesetzt, zum mitlachen und mitweinen in einem.

Digitale Verlagsvorschauen – hui oder pfui?

 Vorschauenhellkl

Langsam aber sicher wird es ernst, die ersten Systeme stehen in den Startlöchern oder sogar schon bereit, die digitalen Verlagsvorschauen kommen. Wahrscheinlich erst einmal parallel zu den gedruckten auf Papier, aber Random House rechnet damit, ab 2017 keine Vorschauen mehr drucken zu müssen. Buchmarkt “Keine gedruckte Vorschau mehr ab 2017?”

Wer bei digitalen Verlagsvorschauen an das denkt, was die Verlage momentan auf ihren Webseiten zum Download anbieten, der denkt zu kurz. Dort findet man aktuell nur statische PDFs, ohne die Funktionen, die für uns Buchhändler zur Bearbeitung essentiell sind.

Wenn wir Verlagsvorschauen durchsehen, werden die mit Eselsohren versehen, Notizen hinterlassen, mit Meinungen, Bestellmengenwünschen oder auch Fragen, es werden Post-its geklebt, mit verschiedenen Farben markiert… um am Ende demjenigen, der die Bestellung ausführt, die Meinung verschiedener Kollegen gemeinsam zu präsentieren. Weiterlesen

Peter V. Brett – Das Erbe des Kuriers

ErbeKurier

„Das Erbe des Kuriers“ spielt in der Welt der Reihe „Das Lied der Dunkelheit“, ist aber noch nicht der lange ersehnte vierte Band der Reihe, sondern eine Novelle, die den dritten Band, „Die Flammen der Dämmerung“ und den im Herbst 2015 erscheinenden vierten Band, „Der Thron der Finsternis“, verbindet.

Relan war einst ein Sharum, floh aber mit der Hilfe des Kuriers Ragen und lebt nun mit Frau und Kindern im kleinen Dörfchen Moorweiler. Doch eines Nachts geschieht ein Unglück, das Haus brennt ab, alle Mitglieder der Familie finden den Tod. Nur von Dorn fehlt jede Spur, Relans jüngstem Sohn, gerade einmal sechs Jahre alt. Als Ragen von dem Unglück hört, macht er sich auf die Suche nach dem Sohn seines Freundes, gibt aber schnell jede Hoffnung auf. Wie soll ein kleiner Junge auch nur eine Nacht im Freien überleben, inmitten von Dämonenhorden. Weiterlesen

Anthony Doerr – Alles Licht, das wir nicht sehen

AllesLicht1

August 1944, das von den Deutschen besetzte Saint-Malo wird von den Amerikanern befreit. Die meisten Bewohner haben sich vor dem Angriff aufs Land gerettet, aber nicht alle. Die blinde Marie-Laure wartet auf dem Dachboden auf die Rückkehr ihres Onkels. Nur wenige Straßen weiter flüchtet der junge deutsche Soldat Werner vor den Bomben in den Keller des Hotels, in dem sie hausen.
Nur vier Jahre zuvor sahen ihre Leben noch so anders aus. Marie-Laure lebte mit ihrem Vater in Paris und genoss die Zeit in dem Museum, in dem er arbeitete. Werner lebte in Essen in einem Waisenhaus, den Vater verlor er an Schacht 9, sobald er 15 Jahre alt wäre, würde er auch in der Zeche arbeiten müssen. Aber seine Begeisterung für Technik eröffnet ihm einen anderen Weg. Weiterlesen

Vera Brosgol – Anya’s Ghost

AnyaGhost

Anya führt ein typisches, amerikanisches Teenagerleben. Sie ist unzufrieden mit ihrem Körper, unglücklich mit ihrer Familie und versucht alles, um in der Schule dazu zu gehören. Sich in den heißesten Typen zu verknallen, der mit einem Mädchen zusammen ist, das scheinbar alles hat, macht es nicht gerade einfacher. Aber eine gute Freundin könnte sehr hilfreich sein. Dass sie die am Boden eines ausgetrockneten Brunnenschachts findet, hätte Anya allerdings nicht gedacht. Dass ihre schon etwas länger verblichene Freundin ihre Freundschaft etwas zu ernst nehmen könnte, aber auch nicht. Weiterlesen

Leserückblick April 2015

Gelesen2

Jasper Fforde – Die letzte Drachentöterin
In einer Welt, in der die Magie langsam verschwindet, gibt es auch nur noch einen letzten Drachen. Ebenso wie die letzte Drachentöterin, die den Drachen eigentlich gar nicht töten will. Wunderbar schräge Geschichte im Fforde-Stil.

Vera Brosgol – Anya’s Ghost
Wenn Deine beste Freundin seit Jahren tot ist und Du zu spät merkst, dass sie ihre ganz eigenen Vorstellungen von eurer Freundschaft hat… Mehrfach ausgeszeichnete Graphic Novel, mit stark steigendem Gruselfaktor, großartig!

Dörte Hansen – Altes Land
Wie die Vergangenheit immer auch in die Gegenwart hineinreicht. Es ist schwer, die Fesseln des Erlebten abzulegen. So ergeht es auch den Frauen in dieser Geschichte, um das Überleben im Krieg, das Leben danach und wie es sich unerwartet doch noch ändern kann. Emotional und berührend, aber ohne Kitsch, eine wunderschöne Geschichte. Weiterlesen

Melanie Raabe – Die Falle

Falle

Linda Conrads ist eine bekannte Romanautorin, angeblich von einer geheimnisvollen Krankheit ans Haus gefesselt. Doch diese Krankheit hat einen Grund. Vor elf Jahren fand sie ihre Schwester ermordet in ihrer Wohnung und sah den Mörder flüchten. Seitdem hat sie Angst, Angst bestimmt ihr ganzes Leben. Jahre später sieht sie im Fernsehen einen Mann und erkennt ihn, den Mörder. Kann das sein, nach so vielen Jahren? Die Polizei würde ihr niemals glauben, also bereitet sie eine Falle vor. Aber wer stellt hier in Wirklichkeit wem eine Falle? Oder war damals vielleicht doch alles ganz anders? Weiterlesen

Dana Simpson – Phoebe and her Unicorn

PhoebeUnicorn

Phoebe ist nicht gerade das beliebteste Mädchen in der Klasse, ein wenig nerdy, eher eine Göre als ein Glamour Girl, Freunde bringt ihr das keine ein. Bis sie eines Tages ein Einhorn rettet, das von seinem eigenen Spiegelbild regelrecht gefangen war. Phoebe darf sich etwas wünschen und sie wünscht sich, dass das Einhorn ihre beste Freundin wird. Puh, so hatte das Einhorn sich das mit dem Wunsch aber nicht vorgestellt… Weiterlesen