Belletristik Besprechungen

Nicolas Fargues – Nicht so schlimm

2. August 2010

Er liebt seine Frau Alice, ist von ihr abhängig und tut alles um ihr zu gefallen. Doch dann begegnet er einer Sängerin und betrügt seine Frau beinahe mit ihr. Er erzählt ihr davon und dass er sie verlassen wird. Alice dreht durch, überzeugt ihn doch bei ihr zu bleiben, betrügt ihn im Urlaub mit einem anderen. Woraufhin er sich furchtbar betrogen vorkommt und seine Frau nun wirklich betrügt. Wobei er sich im Recht fühlt, weil er ja schließlich betrogen wurde. Ein langer Prozess gerät ins Rollen, in dessen Verlauf er seine langjährige Beziehung zu seiner Frau analysiert und den für ihn richtigen Weg findet.

„Nicht so schlimm“ fand ich ziemlich schlimm. Hätte es mehr Seiten gehabt, wäre es von mir nie zu Ende gelesen worden. Der Protagonist berichtet die ganze Geschichte als sei der Leser ein guter Freund, der ihm zuhört. Nur kann man ihm nie sagen, dass man es gar nicht hören möchte. Oder wie sehr einen sein Selbstmitleid nervt. Es scheint unglaublich, in welche Rolle er sich jahrelang hat pressen lassen.

Vielleicht bin ich nicht die Zielgruppe, vielleicht habe ich es auch einfach nicht verstanden. Weder bin ich ein Mann, noch wäre ich jemals bereit, mich in einer Beziehung so behandeln zu lassen. Ich war froh, als ich endlich die letzte Seite erreicht hatte.

Nicht so schlimm – Nicolas Fargues
192 Seiten, Rowohlt
ISBN 9783499245367, 8,95 €

4 Kommentare

  • Antworten asu 2. August 2010 von 20:57

    ich hab es auch gelesen, und ich war auch froh, als ich es dann hinter mir hatte. ich mochte den schreibstil, aber das war es dann auch. die beziehung dahinter fand ich mehr als seltsam.

    • Antworten Emily 2. August 2010 von 21:00

      @asu: Dann bin ich ja froh, dass ich nicht als einzige damit Probleme hatte.

  • Antworten elin 6. August 2010 von 18:38

    ich hab das buch mal angefangen zu lesen, es dann jedoch aufgegeben. ganz schrecklich, äh schlimm war das.

    • Antworten Emily 6. August 2010 von 18:41

      @elin: es war mein Mittagspausenbuch. Zuhause hätte ich es wahrscheinlich auch aufgegeben. Es hat sich absolut nicht gelohnt, Du hast nichts verpasst. 😉

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