Belletristik Besprechungen

Nick Hornby – Mein Leben als Leser

12. Februar 2009

lebenalsleser

„Mein Leben als Leser“ ist eine Sammlung von Kolumnen zu Hornbys monatlicher Lektüre. Jedem Beitrag ist eine Liste der gekauften und der gelesenen Bücher des vergangenen Monats voran gestellt. Anschließend berichtet Nick Hornby im gewohnt lockeren Stil über die Lektüre, welches Buch ihm gefiel, welches nicht, warum er gerade dieses Buch kaufen musste oder wie die Bücher sonst den Weg zu ihm finden.

Obwohl ich gar nicht damit gerechnet hatte, hat mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen. Das lag zum Teil an Hornbys Schreibstil, den ich einfach gerne mag. Auch seine Romane habe ich sehr gerne gelesen. Andererseits war es aber auch die Verbundenheit mit jemandem, der ebenso mehr Bücher kauft als er je lesen werden kann und sich dessen durchaus bewusst ist. Aber nicht schämt. Meinen Stapel ungelesener Bücher sehe ich seitdem etwas lockerer, auch wenn er demnächst die magische einhundert erreicht. Wie zitierte Nick Hornby Gabriel Zaid so passend: „dass die „wahrhaft Kultivierten die Gabe haben, Tausende von ungelesenen Büchern zu besitzen, ohne ihre Gelassenheit oder den Wunsch nach noch mehr Büchern zu verlieren.““
Noch kann ich mich nicht zu den wahrhaft Kultivierten zählen, aber ich arbeite daran.
Es war auch immer wieder schön auf ein Buch in Hornbys Rezensionen zu stoßen, das ich selbst schon gelesen hatte und seine Meinung dazu zu lesen. Das eine oder andere von ihm für gut befundene Werk ist inzwischen auch auf meine Liste gewandert.

Für alle Leseratten und Fans von Nick Hornby ist dieses Buch auf jeden Fall eine Empfehlung. Wer danach weitere Kolumnen von ihm lesen möchte, kann das auch gleich mit der Fortsetzung „All you can read“ tun.

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