Belletristik Besprechungen

Nick Hornby – Juliet, Naked

21. Oktober 2009

julietnaked

Annie ist selten mit ihrem Freund Duncan alleine, meist ist auch Tucker Crowe mit von der Partie. Zumindest in Duncans Gedankenwelt, den hält nämlich auch die Tatsache, dass Tucker seit 20 Jahren untergetaucht ist, nicht davon ab, ihn zu verehren. So wird zum Beispiel auch ihr USA-Urlaub zu einer Tucker-Crowe-Tour. Inklusive Besuch der Toilette, in der Tucker Crowe angeblich den Beschluss gefasst hat, dem Musikbusiness den Rücken zu kehren. Dann geschieht das Unerwartete, ein Album mit akustischen Solodemos des letzten Erfolgsalbums kommt heraus. Die Crowe-Gemeinde gerät in Verzückung, was Annie nicht daran hindert, ihre negative Meinung ebenfalls im Internet zu veröffentlichen. Tucker liest Annies Besprechung und fühlt sich endlich einmal verstanden. Er schreibt Annie eine Mail, der Beginn so einiger Verstrickungen.

„Juliet, Naked“ handelt wieder einmal von Musik. Aber nicht nur das Thema war der Grund, dass ich mich an „High Fidelity“ erinnert fühlte. Das Buch handelt ebenso von Beziehungen und Leidenschaften, davon wie sie Leiden schaffen aber auch Zufriedenheit und Glück begründen können. Wenn man nur den richtigen Weg für sich findet, wobei man sich auch mal eingestehen muss, falsch abgebogen zu sein.

Bisher mochte ich noch alle Bücher von Nick Hornby, dieses hier tanzt nicht aus der Reihe. Ich habe es an einem Tag verschlungen und konnte kaum genug davon bekommen. Wer „High Fidelity“ oder „About a boy“ mag, kann mit dem Buch nichts falsch machen. Der etwas merkwürdig anmutende Titel wird auch recht früh erklärt und passt wirklich gut. Wenn man den Hintergrund erst einmal kennt.

6 Kommentare

  • Antworten Julia 21. Oktober 2009 von 16:53

    Ich überlege noch hin und her es zu lesen, weil es dazu irgendwie gespaltene Meinungen gibt. Aber wenn es mit der Qualität von “High Fidelity” und “About a Boy” zu vergleichen ist, ist es ja quasi Pflicht! 😉

    • Antworten Emily 22. Oktober 2009 von 09:39

      @ Julia Da sind andere auch anderer Meinung, am besten einfach ausprobieren. 😉 Aber für mich kam es an High Fidelity nahe heran. Das war mein erstes Buch von Nick Hornby, seit dem lässt er mich nicht mehr los.

  • Antworten anjasi 21. Oktober 2009 von 19:18

    Das Buch interessiert mich auch. Habe bereits eine Radiobesprechung gehört und beschlossen es doch mal wieder zu versuchen. Mochte High Fidelity und Fever Pitch sehr, About a boy auch noch und danach kaum etwas. Daher scheint mir diese Rückkehr sehr geeignet für mich. Mal schauen, wann es mir in die Hände fällt. Deine Rezi lässt mich jedenfalls aktiver schauen 😉

    • Antworten Emily 22. Oktober 2009 von 09:37

      @ anjasi Viel Spaß damit, mir gefielen auch nicht alle Werke von Hornby gleich gut, aber das hier wieder sehr.

  • Antworten Nick Hornby: Juliet, Naked « LeseLustFrust 21. Oktober 2009 von 22:29

    […] now! Papiergeflüster Literaturzeitschrift.de Fiddler’s Blog Als ich ein Hamster war […]

  • Antworten Mart 22. Oktober 2009 von 11:15

    Eigentlich wollte ich dieses Buch überspringen – weiss auch nicht genau wieso – aber auch mich hat der High Fidelity-Vergleich neugierig gemacht 🙂

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