Belletristik Besprechungen

Nick Hornby – How to be good

25. April 2009

Katie hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann. Einen erfolgreichen Mann, gesunde Kinder, einen Job den sie meistens gerne macht. Hinter der Fassade sieht es anders aus, das Leben mit ihrem Mann ist alles andere als einfach.

Bis dieser einen Wunderheiler aufsucht und plötzlich als „guter Mensch“ durchs Leben wandelt. Alle Unfreundlichkeit und das ihm eigene negative Denken sind verschwunden. Was in der Umgebung natürlich auf Befremden stößt, da man auch „zu gut“ sein kann, was leicht weltfremd wirkt. Plötzlich das Sonntagsessen auf der Straße verteilen zu wollen, stieß bei den Schwiegereltern doch eher auf Widerstand. Doch wie „gut“ sollte man sein? Sollte man sich lieber der Gesellschaft anpassen, oder versuchen etwas an den Missständen zu ändern? Auch wenn man damit nicht auf Verständnis trifft? Wie viel Macht hat jeder einzelne, schon mit kleinen Dingen die Welt zu verbessern?

Bisher hat mich noch jedes Buch von Nick Hornby gefesselt. Dieses war das erste, das eher geplätschert ist. Es war nicht schlecht, las sich leicht und irgendwie hatte ich doch immer noch mal umgeblättert. Aber der richtige Kick hat gefehlt, wie ihn seine anderen Bücher für mich hatten. Vielleicht lag es am Thema, mit dem ich mich nur schwer identifizieren konnte.

Dass er „Herr der Ringe“-Leser als dumm bezeichnet fand ich weniger passend, habe ich ihm aber verziehen. 😉

Für mich bisher das schwächste Buch von Nick Hornby, aber immer noch ein gutes Buch, dass ich weiter empfehlen würde.

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