Besprechungen Kinder-/Jugendliteratur Phantastik

Neil Gaiman – Odd and the Frost Giants

17. September 2010

Der Wikingerjunge Odd hat es wahrhaftig nicht leicht, trotzdem lässt er sich von nichts und niemandem sein Lächeln nehmen. Weder der Tod seines Vaters noch sein verkrüppeltes Bein lassen ihn den Mut verlieren. Als er während eines nicht enden wollenden Winters im Wald die nordischen Götter Thor, Odin und Loki trifft kann er beweisen, dass Köpfchen manchmal wichtiger ist als Körperkraft. Denn die drei wurden aus Asgard verbannt und er muss ihnen nun helfen zurück zu kehren, um dem Winter ein Ende zu bereiten.

Leider ist „Odd and the Frost Giants“ nur ein sehr kurzes Buch, dafür aber mit einigen schönen Illustrationen versehen. Mit Odd selbst wurde ich nicht so richtig warm, sympathischer waren mir da schon die Götter, die trotz aller Göttlichkeit eben doch nicht unfehlbar sind. Für Erwachsene ist die Geschichte etwas zu simpel und zu sehr nach dem typischen Schema gestrickt. Als 9jährige hätte ich aber sicher um Odd gebangt, als er dem Eisriesen gegenüber stand.

Alles in allem eine nette Geschichte zwischendurch, das typische Gaiman-Gefühl hat mir allerdings gefehlt. Diese Geschichte hätte ebenso von einem anderen Autor geschrieben sein können. Sie wird trotzdem ihren Regalplatz neben den anderen Werken von Neil Gaiman bekommen, in der Sammlung sollte sie natürlich nicht fehlen. Als Vorlesebuch für Kinder würde ich sie empfehlen, sie enthält auch die ein oder andere Moral, in einer spannenden Abenteuergeschichte verpackt.

Auf Deutsch erschien das Buch unter dem Titel “Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard” vor kurzem im Arena Verlag.

Odd and the Frost Giants – Neil Gaiman
112 Seiten, Bloomsbury Publishing (World Book Day edition 2008)
ISBN 9780747595380

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