Belletristik Besprechungen

Michel Birbaek – Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr

13. August 2009

Viktor wurde verlassen, seitdem flüchtet er vor den Erinnerungen an die perfekte Beziehung. Was gar nicht so einfach ist, da seine Ex ein Filmstar wurde und ihn ständig von irgendwelchen Titelblättern oder Plakatwänden anlächelt. Mit dem Lächeln, das mal für ihn reserviert war. Um zu vergessen, vergräbt er sich in Arbeit, jettet von einer Promiparty zur nächsten und schläft überall, nur nicht zu Hause. Bis er ans Meer fährt, um endlich wieder zu sich zu kommen. Dort trifft er eine Frau, die vielleicht die Richtige ist. Aber woher soll er wissen, wer die Richtige ist? Irgendwann kommt der Punkt, an dem er sich entscheiden muss.

Ein Mann, der Frauenbücher schreibt. Mit einem männlichen Hauptcharakter. Endlich habe ich meine Sparte der Frauenbücher gefunden, mit „Chick Lit“ kann man mich jagen, „Freche Frauen“-Bücher überstehe ich auch nur selten. Birbaeks Bücher sind nicht wirklich leichte Kost. Sie handeln von Gefühlen, aber selten den schönen. Trennungen und Abschied sind hier Thema. Auch Liebe kommt vor, doch die ist alles andere als rosarot, sondern so komplex und undurchschaubar, wie im Leben auch.

Dies war mein zweites Buch von Birbaek, seine weiteren Bücher werden definitiv folgen. Er hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Direkt, humorvoll, leicht sarkastisch, manchmal etwas schnodderig. Auch ungewöhnliche Beziehungen spielen eine Rolle, Freundschaften werden genauso hoch bewertet und analysiert wie Partnerschaften. Daher würde ich das Buch gar nicht mal wirklich zu den Frauenbüchern einordnen.

Auf jeden Fall kommt es in das Fach mit den Lieblingsbüchern. Wer eine Sommerlektüre sucht, die nicht seicht sondern eher locker, flockig ist, könnte mit „Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr“ die richtige Begleitung finden. Das ein oder andere Grinsen ist garantiert.

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: