Belletristik Besprechungen

Melina Gerosa Bellows – Wunschgeflüster

5. Februar 2010

wunschgefluester

Bella und Bobby sind Zwillinge. Aber nicht nur äußerlich sind sie sich nicht wirklich ähnlich. Bobby leidet am Asperger Syndrom. Bellas sehnlichster Wunsch ist, ihrem Bruder näher zu kommen, was dessen Erkrankung aber unmöglich macht. In Ausschnitten, ähnlich einem Tagebuch (jeder Abschnitt ist unter anderem mit ihrem derzeitigen Lieblingslied und dem kostbarsten Besitz überschrieben), begleitet man Bella durch ihr Leben. Auf dem Weg zu sich selbst und damit auch zu ihrem Bruder.

Teilweise erinnert „Wunschgeflüster“ an einen typischen Frauenroman. Vor allem im mittleren Teil, in dem sich der Großteil der Handlung um Bellas Beziehungen dreht. Allerdings geht es oft tiefgründiger zu, als man von Büchern dieses Genres normalerweise erwartet. Durch ihre Beziehungen lernt Bella viel über ihre Beziehung zu Bobby. Die Promigeschichten hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht, aber das ist Geschmackssache.

„Wunschgeflüster“ hat mir sehr gut gefallen, immer wieder habe ich noch ein Kapitel mehr gelesen, als eigentlich geplant war. Kaum hat man das nächste angelesen, steckt man schon wieder mitten drin und möchte wissen, wie es weiter geht. Man freut sich mit Bella und leidet mit ihr, wenn mal wieder eine Beziehung nicht das Wahre war. Weil sie auf der Suche nach dem Richtigen nicht erkennt, dass sie den längst gefunden hat. Sie muss nur noch den Weg zu ihm finden.

Wunschgeflüster – Melina Gerosa Bellows
396 Seiten, Knaur
ISBN 9783426652039, 12,95 €
Flexcover HC

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