Besprechungen Krimis und Thriller

Melanie Raabe – Die Wahrheit

24. Oktober 2016

wahrheit

Vor sieben Jahren verschwand der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen auf einer Geschäftsreise in Südamerika spurlos. Wurde er entführt? Warum gab es keine Lösegeldforderung? Wurde er ermordet? Seine Frau Sarah lebt seit sieben Jahren mit der Ungewissheit, beginnt gerade sich von der Vergangenheit zu lösen, ein neues Leben anzufangen. Da bekommt sie den Anruf, auf den sie so lange wartete. Ihr Mann wurde gefunden, er lebt und kommt zurück nach Hause. Als er aus dem Flugzeug steigt, erwartet sie der nächste Schock. Das ist nicht ihr Mann! Wer ist dieser Fremde und was will er von ihr? Ist er hinter dem Geld her? Ist er eine Gefahr für ihren kleinen Sohn?

Wie schon in ihrem ersten Bestseller „Die Falle“ spielt Melanie Raabe wieder geschickt mit ihren Lesern. Was ist die Wahrheit? Hat Sarah recht und ein Betrüger ist statt ihres Mannes in ihr Leben eingedrungen? Oder sagt der Mann die Wahrheit, wenn er behauptet, Philipp Petersen zu sein? Nach sieben Jahren endlich nach Hause zurück gekehrt? Warum nur will niemand Sarah glauben?

Bis kurz vor Ende werden die Zweifel an der Wahrheit genährt, wird der Leser im Ungewissen gehalten. Wer da nicht atemlos jede Seite verschlingt, der ist wirklich eiskalt. Die Geschichte wird gekonnt zu einer Auflösung geführt, die zur gesamten Geschichte passt.

Ein großartiger Thriller, schnelle Lektüre, keine schwere Kost, aber randvoll mit Spannung und damit sehr gute Unterhaltung. Empfehlung für alle, die es bei Thrillern lieber unblutig mögen.

"buchhandel.de/

Die Wahrheit – Melanie Raabe
448 Seiten, btb Verlag
ISBN 9783442754922, 16,00 €
Broschur

eBook
ISBN 9783641185251, 12,99 €

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3 Kommentare

  • Antworten Nikola Richter 24. Oktober 2016 von 11:33

    Hast du auch “Ich darf nicht schlafen” gelesen? Der Plot kommt mir ähnlich vor. Das ist auch ein unblutiger Thriller, in dem eine Frau nicht sicher ist, ob der Mann, mit dem sie lebt, ihr Mann ist, weil sie an einer seltsamen Vergesslichkeit leidet und sich immer nur einen Tag merken kann …

    • Antworten Papiergeflüster 25. Oktober 2016 von 10:08

      Ja, den hatte ich als Hörbuch gehört. Da wurde es mir in der Mitte allerdings etwas langweilig, weil das Schema für meinen Geschmack etwas zu oft wiederholt wurde. Bei Melanie Raabe gibt es keine Wiederholung, die Geschichte entwickelt sich ständig und sie sät gekonnt immer mehr Zweifel, an beiden Seiten der Geschichte. Bis zum Ende zweifelt der Leser und wird im Ungewissen gehalten, das ist wirklich großartig gemacht. 🙂

  • Antworten thatyvo 29. Oktober 2016 von 18:03

    Ich fand es zum Ende hin tatsächlich leider ein bisschen flach, mir hat da was größeres gefehlt und ich hätte gerne noch mehr aus seiner Sicht gelesen – das fand ich super spannend. Alles in allem fand ich die Die Falle besser, freu mich aber natürlich trotzdem auf mehr von Melanie =)

    LG Yvonne

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