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Mein erstes E-Book #1stebook – und an was ich mich erinnere! (Blogparade)

30. Mai 2016

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Das E-Book Festival hat eine Blogparade zum Thema „Dein erstes E-Book und an was ich mich erinnere“ gestartet. Klar, dass ich da nicht widerstehen kann, oder? Hier also mein erstes Mal mit einem E-Book. Es war einmal, vor vielen Jahren…

Mein erstes E-Book? Lange her.

Was war mein erstes E-Book? Zum Glück wusste meine Festplatte das noch, ich hatte es nämlich längst vergessen. Es war „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer, im Jahr 2009. Das gab es damals im Rahmen einer Aktion kostenlos, so kam ich zu meiner ersten epub Datei. E-Books hatten mich nämlich schon lange interessiert, jetzt konnte ich mir das endlich mal anschauen. Dafür installierte ich mir damals auch schon Adobe Digital Editions, einen E-Book-Reader besaß ich nämlich noch nicht und konnte es nur am Rechner öffnen. Die Lesegeräte waren damals für ein Buchhändler-Gehalt noch purer Luxus. Gelesen habe ich es aber nicht am Rechner, das hatte ich vorher schon auf Papier erledigt. Es war die pure Neugierde, die mich damals trieb.

Danach folgten eine Weile nur ein paar pdf Dateien, weil ich Fahnen zum Rezensieren von Autoren oder Verlagen bekam. Aber sehr selten, weil es nicht wirklich Spaß macht, mit dem Laptop auf der Couch zu sitzen und zu lesen.

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Mein erstes Mal – mit DRM

Ende 2011 konnte ich mir dann endlich meinen ersten E-Book Reader leisten, einen Kobo Touch. Keine Beleuchtung, aber immerhin schon ein Touch-Display, was damals noch nicht selbstverständlich war. Über den ersten Reader wurde natürlich auch gebloggt. Was ich in dem Beitrag verschwieg, war meine allererste Begegnung mit hartem DRM.

Wie so viele, wollte ich meinen neuen Reader „noch eben schnell“ vor einer Reise in Betrieb nehmen. Dummerweise musste ich mich dafür mit Adobe Digital Editions und der Adobe ID auseinandersetzen, der Reader wurde erst einmal nicht von ADE erkannt… Ihr kennt das und ahnt wie es ausging, ich verreiste mit Papierbuch. Als ich mich nach der Reise noch einmal in den Kampf stürzte besiegte ich ADE, kann aber bis heute alle Kunden gut verstehen, die erst einmal an den Geräten und Adobe Digital Editions scheitern.

Zum Glück wurde inzwischen vieles einfacher, immer mehr Verlage verzichten auf hartes DRM und mit manchen der neueren Geräte gibt es Möglichkeiten, den Kopierschutz kaum noch wahrzunehmen. Aber immer noch drehen sich die meisten Beratungsfragen in Buchhandlungen zum Thema E-Book um den Kopierschutz und wie man die Bücher auf den Reader überträgt. Was mich vor einer Weile zu dem Blogeintrag „Macht es ohne! – DRM“ inspirierte.

Mein erstes E-Book auf dem Kobo Touch war „The Color of Magic“ von Terry Pratchett, dicht gefolgt von „Das Känguru-Manifest“ von Marc-Uwe Kling. Beide würde ich heute sofort wieder kaufen, wenn ich sie nicht schon besäße.

Gleichzeitig mit dem E-Book-Reader hatte ich mir auch einen Ausweis für unsere Stadtbücherei zugelegt, um die Onleihe nutzen zu können. Was ich als erstes auslieh, kann ich nicht mehr nachvollziehen, weil ich die Dateien immer wieder lösche, wenn sie abgelaufen sind. Aber sicher ist, inzwischen waren es schon viele ausgeliehene E-Books.

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E-Books lesen

Anfangs las ich E-Books noch ab und an, inzwischen lese ich Romane hauptsächlich als E-Book. Seit mein zweiter E-Book-Reader auch über Beleuchtung verfügte, bin ich den E-Books verfallen. Meine Bücherregale freuen sich, weil sie sonst längst aus allen Nähten platzen würden, ich freue mich über weniger beanspruchte Armmuskeln und bequemere Lesehaltungen, weil ich jetzt einfach überall lesen kann, unabhängig von Lampen und Ablagemöglichkeiten. Als E-Book wiegen auch meine dicken Fantasy-Schinken angenehm wenig. Nur für meine Comic und Graphic Novel Leidenschaft taugen E-Books noch nicht wirklich, die lese ich dann doch weiterhin gedruckt.

Inzwischen sind auch etliche verschiedene E-Book-Reader bei mir eingezogen, weil ich die verschiedenen Vor- und Nachteile gerne selber teste, bevor ich anderen etwas darüber erzähle. Außerdem nutze ich die Geräte auch entsprechend ihren Vorteilen, pdfs lese ich auf dem einen Reader, aus der Onleihe geliehenes auf einem anderen, weil ich ihn dafür nicht an den Rechner anschließen muss und den Rest auf dem dritten Gerät, weil es den besten Bildschirm von allen in meiner Sammlung hat. Die älteren Reader dösen inzwischen eher im Dornröschenschlaf, haben mir aber früher auch schon gute Dienste geleistet.

Verrückt? Vielleicht, ein klein wenig. Aber es gibt eindeutig schlimmere Macken. Und wie war euer erstes Mal? Die Blogparade läuft noch bis zum 15. Juni 2016, erzählt doch mal!

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3 Kommentare

  • Antworten szWebBlog 31. Mai 2016 von 21:08

    Toller Beitrag! Und danke für den Hinweis auf die Blogparade. Da habe gerne auch gleich mitgemacht.
    Liebe Grüsse, Stefan.

  • Antworten #netzrundschau 05/2016 | SchöneSeiten 2. Juni 2016 von 07:02

    […] ihren Erinnerungen lassen uns unter anderem Tania von [ˈiːbʊk] Elektro vs. Print, Simone von Papiergeflüster und die Redakteure von Zebrabutter, darunter Stefan Mesch, teilhaben. Mein erstes E-Book war […]

  • Antworten [Sonntagsleserei]: Mai 2016 oder Warum Lesen?-Über Mickey Maus zur Belletristik – Lesen macht glücklich 5. Juni 2016 von 13:36

    […] Papiergeflüster hat bei der Blogparade, die sich um das erste eBook deht, mitgemacht. Da ich mittlerweile auch voll im eBook- Fieber bin, werde ich auch noch daran teilnehmen. […]

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