Besprechungen Phantastik

Markus Heitz – Wédōra, Staub und Blut

3. August 2016

Wedora

Wédōra ist eine Stadt mitten im Sandmeer. Einst war die Quelle, um die herum die Stadt gebaut wurde, das Heiligtum der Wüstenvölker. Heute ist die Stadt ein wichtiger Handelsstützpunkt, den Sandmeerbewohnern wird der Zugang zu ihrem Heiligtum verwehrt. Die daraus entstandene Unruhe schwelt schon lange, ein Aufstand steht bevor. Mitten hinein in diese für sie ganz fremde Welt geraten Liothan und Tomeija, Freunde von Kindesbeinen an. Daran konnte auch ihre unterschiedliche Entwicklung nichts ändern, Liothan ist ein Halunke mit Robin Hood Allüren, Tomeija die Scharfrichterin des Barons, mit einem dunklen Geheimnis. Gestrandet in der Wüstenstadt versuchen beide auf ihre Weise, einen Weg zurück in die Heimat zu finden. Was nicht ganz ohne Verwicklungen in die örtlichen Unruhen vonstattengeht.

„Wédōra, Staub und Blut“ ist richtig gut gelungene klassische Fantasy, die nicht nur Rollenspieler lieben werden. Aus der Idee einer Rollenspielgruppe ist diese Geschichte über 20 Jahre gewachsen, Tomeija und Liothan sind beide Charaktere, die ich liebend gerne spielen würde. Weil sie keine Stereotypen verkörpern, beide haben Licht- und Schattenseiten. Handeln auch schon mal impulsiv, das bringt immer wieder neuen Schwung in die Geschichte.

Die Stadt Wédōra und die Wüstenwelt drumherum wurde detailreich ausgearbeitet, das spürt man auf jeder Seite des Buches. Nicht nur landschaftlich, auch die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die politischen Verwicklungen und der Aufbau der Gesellschaft sind bis ins kleinste durchdacht. Was man beim Lesen eher nebenbei bemerkt, der Geschichte aber eine besonders realistische Atmosphäre verschafft.

Wer Markus Heitz gerne wegen seiner zupackenden Charaktere liest, wird hier auch nicht zu kurz kommen. Auch wenn weniger Blut fließt als in manch anderen seiner Romane, geht es oft recht handfest zu. Halunke und Scharfrichterin erwähnte ich schon? Wer Markus Heitz kennt weiß, dass er sich den Spaß nicht nehmen lässt, die beiden auch entsprechend agieren zu lassen.

„Wédōra“ hat es geschafft, ich mag ja alle Bücher von Markus Heitz, aber das ist mein neues Lieblingsbuch von ihm. Ich hoffe sehr, dass es nicht bei einem Buch in dieser Welt bleibt, ich würde gerne noch ein paar Ausflüge in die Wüste unternehmen.

"buchhandel.de/

Markus Heitz »Wédōra – Staub und Blut«
Knaur Verlag, 608 Seiten
ISBN 9783426654033, 16,99 €
Broschur

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eBook
ISBN 9783426434512, 14,99 €

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2 Kommentare

  • Antworten Nanni 4. August 2016 von 07:48

    Ach darauf freue ich mich ja auch schon so sehr 🙂

    Liebe Grüße Nanni

  • Antworten Rhukii 4. August 2016 von 09:32

    Tolle Rezension, danke. Wedora hatte ich nun schon ein paar Mal in der Hand und konnte mich bisher nicht entscheiden, ob ja oder nein. Dein Artikel hat mir die Entscheidung gerade leichter gemacht :3
    Lg Meg

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