Besprechungen Phantastik

Markus Heitz – Judastöchter

19. Dezember 2010

Sia versucht ihre Nachkommen Emma und Elena zu schützen. Sollten sie sterben, könnten sie ebenfalls als Judastöchter auferstehen, dann müsste sie die beiden endgültig töten. Eigentlich keine schwere Aufgabe, wären nicht verschiedene Gruppen auf die Verbindung zwischen Sia und den beiden aufmerksam geworden. Um Sia zu erpressen, entführen sie Emma und Elena, drohen sie zu töten. Wer steckt hinter der Entführung? Kann Sia ihre Nachfahren vor einem Schicksal als Vampire retten?

„Judastöchter“ ist die Fortsetzung zu „Kinder des Judas“ und „Judassohn“, der Leser trifft hier aber noch viele andere Bekannte aus den dunklen Werken von Markus Heitz. Eric und Justine aus „Ritus“ und „Sanctum“ sind ebenso dabei wie einige Figuren aus „Blutportale“. Die Fäden all dieser Geschichten treffen sich hier, werden aber zu einer neuen und wie gewohnt spannenden Geschichte verwoben. Ein paar neue Mitspieler gibt es natürlich auch, man rätselt eine ganze Weile, wer auf wessen Seite steht und mit welchen Wesen man es überhaupt zu tun hat. Wandler? Vampire? Dämonen? Hier ist alles möglich.

Wie schon die oben genannten Werke ist auch „Judastöchter“ wieder ein Pageturner, bei dem es schwer fällt ihn zur Seite zu legen. Das Wiedersehen mit all den mehr oder weniger lieb gewonnenen Charakteren ist alles andere als langweilig, da sie sich weiterentwickelt und teilweise sogar sehr verändert haben. Eric ist mir noch ein ganzes Stück sympathischer geworden als in den ersten Bänden, auch wenn er Sia zum Fressen gern hat. Eine kleine Liebesgeschichte gibt es diesmal auch, aber in sehr angenehmem Rahmen und mit einem Schuss Dramatik. Natürlich fehlt auch der typisch Heitzsche Humor nicht, makaber und tiefschwarz, womit er genau meinen Humornerv trifft.

„Judastöchter“ ist ein Horrothriller mit der perfekten Mischung aus Spannung und Dramatik. Scheint die Handlung anfangs noch schwer durchschaubar, lösen sich langsam immer mehr der Rätsel auf und geben den Blick auf die komplexe Handlung frei, in der sich Elemente aus den verschiedensten Vorgängerwerken finden. Natürlich gibt es auch dramatische Kämpfe, die schon mal ziemlich blutig werden. Wie es sich eben gehört, wenn sich Vampire, Werwölfe und andere dunkle Wesen ein Stelldichein geben.

Wer die bisherigen Bücher von Markus Heitz mochte, sollte sich auch „Judastöchter“ nicht entgehen lassen. Wer bisher noch keinen seiner Horrorthriller gelesen hat, sollte mit „Ritus“ einsteigen, da sich auch schon in den anderen Büchern immer wieder Hinweise auf frühere Werke finden.

Judastöchter – Markus Heitz
603 Seiten, Knaur
ISBN 9783426652305, 14,99 €

1 Kommentar

  • Antworten Prettytiger 19. Dezember 2010 von 19:00

    Hab das Buch auch vor kurzem erst zu Ende gelesen und es hat mir auch ganz gut gefallen 🙂

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