Besprechungen Phantastik

Markus Heitz – Blutportale

16. Januar 2009

Blutportale

Will hat den perfekten Nebenjob, er hütet die luxuriöse Villa eines geheimnisvollen Millionärs, den er allerdings nie zu Gesicht bekommt. Doch dann geschieht ein grausamer Massenmord im Haus, der anscheinend mit einer bis dahin verborgenen Kammer zusammen hängt.
Saskia ist Köchin und nebenbei leidenschaftliche Fechterin in einer geheimen Turniergemeinschaft. Als sie eines Tages gegen den ungeschlagenen Meister antritt, fügt der ihr einige Wunden zu, die sehr seltsam heilen. Was sie nicht ahnt, er hat ihr damit eine Gabe vermacht, die er für sich nutzen will. Saskia wurde zur Öffnerin, kann diese Fähigkeit allerdings nicht gleich beherrschen und es passiert der ein oder andere Unfall.
Auch andere Dämonendiener haben von Saskias Wandlung erfahren und wollen diese Gabe für sich und ihre Herren nutzen.
Verfolgt von den verschiedensten Parteien macht Saskia sich mit einigen wenigen Verbündeten auf den Weg, die Welt vor dem Untergang zu retten.

Bei dem Titel hatte ich mich ja schon auf Markus Heitz’s Spezialität gefasst gemacht, viele extrem blutige Szenen. Die gehören zu einem Heitz Buch schon irgendwie dazu, steigerten sich auch von Werk zu Werk, gerade bei „Kinder des Judas“ hatte ich manchmal den Eindruck das Blut müsse eigentlich schon aus dem Buch tropfen, in solchen Massen wie es dort strömte. Aber gerade in dem Buch mit dem blutigen Titel „Blutportale“ hat er sich eigentlich eher zurück gehalten. Anfangs gibt es zwei ziemlich blutige Kapitel, aber danach wird es eher durchschnittlich. Natürlich sterben etliche Menschen, es wird aber nicht mehr so detailgenau beschrieben, wie es zum Beispiel in den Zwergen des öfteren war.

Spannend ist es trotzdem, von Anfang bis Ende. Wieder einmal hat Markus Heitz einen richtigen Pageturner geschrieben, den ich kaum wieder aus der Hand legen konnte. Die ersten 300 Seiten habe ich am Stück gelesen und auch den Rest in großen Happen verschlungen.

Sehr schön und unerwartet waren die Begegnungen mit einigen Personen aus „Ritus“, „Sanctum“ und auch „Kinder des Judas“. Man muss diese Bücher nicht gelesen haben um „Blutportale“ zu verstehen, es macht aber schon einen ganz eigenen Reiz aus, wenn man einige Hintergründe kennt.

Immer wieder freue ich mich über die kleinen Ausflüge ins Saarland, auch diesmal gab es eine Stippvisite in meine alte Heimat. Für die meisten Leser ist dieser Punkt zwar unwichtig, für mich ist es aber immer wieder ein Pluspunkt in seinen Romanen. Dass Heitz Saarländer ist war vor vielen Jahren der Grund, weshalb ich seine erste Fantasyreihe „Ulldart- die dunkle Zeit“ gelesen habe. Dass er mich damit überzeugt hat zeigt mein Bücherregal, in dem inzwischen alle Romane von ihm versammelt sind.

Auch „Blutportale“ hat mich wieder überzeugt, es hat sehr viel Spaß gemacht es zu lesen und auch der nächste Roman von Markus Heitz wird so schnell wie möglich hier einziehen.

Ist es eigentlich Zufall, dass „Blutportale“ auf Seite 666 endet? ;o)

Keine Kommentare

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: