Belletristik

Maja Lunde – Die Geschichte der Bienen

22. April 2017

Die Biologin in mir wurde neugierig, als dieses Buch in der Timeline immer mal wieder vereinzelt auftauchte. Drei Geschichten in drei ganz unterschiedlichen Zeiten und Ländern. England im späten 19. Jahrhundert, Amerika im frühen 21. Jahrhundert und China im späten 21. Jahrhundert. Drei Familien, deren Leben sich um Bienen dreht.

Etwas gezwungen empfand ich, dass die Geschichten der drei Familien so viele ähnliche Aspekte aufwiesen, alle drei verlangen zu viel von ihren Söhnen und verlieren sie, wenn auch auf verschiedene Weisen. Wesentlich interessanter war für mich die Entwicklung der Bienen, vom Beginn der intensiven Imkerei, über das plötzliche Bienensterben bis hin in eine Zeit, in der Menschen die Arbeit von Bienen erledigen und Obstbäume bestäuben, weil es ohne Bienen zu wenig Nahrungsmittel gibt.

Das Bienensterben ist Realität, die ausgemalte Zukunftsvision ist realistisch und beängstigend. Das lässt mich nachdenklich zurück. Der Rest des Buches war nicht schlecht, hätte mich aber nicht besonders beeindruckt. Angenehme Lektüre, aber kein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand hätte legen können.

Die Geschichte der Bienen – Maja Lunde
Deutsch von Ursel Allenstein
btb Verlag

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2 Kommentare

  • Antworten Elke Schneefuß 22. April 2017 von 16:15

    Das klingt für mich nach einer drei minus, in Schulnoten ausgedrückt….mich erstaunt immer wieder, dass Lektoren es nicht spüren, wenn einer Geschichte die wichtigste aller Zutaten fehlt: Spannung…
    Danke für die Rezi!

    • Antworten Papiergeflüster 22. April 2017 von 16:27

      Gedacht war eher als zwei plus. Was aber daran liegt, dass ich momentan sehr wählerisch bin, zuviel gelesen. Etliche andere Leser sind begeistert.

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