Bücherwelt

Litsy – Eine App für Bücherwürmer

3. Oktober 2016

litsybeitragsbild

Seit ein paar Tagen tummele ich mich in einem neuen Sozialen Netzwerk, das allerdings nur für Android Nutzer wirklich neu ist. “Litsy” ist eine Social Network App für Bücherwürmer, für Apple schon länger verfügbar, seit 23. September auch für Android.

Auf den ersten Blick sieht Litsy aus wie Instagram, bietet für Buchliebhaber aber noch ein paar Sonderfunktionen. Neben den von anderen Netzwerken bekannten Interaktionsarten wie Liken, Kommentieren und Teilen kann man die Bücher in Regale sortieren und bewerten. Außerdem gibt es drei verschiedene Arten an Beiträgen, passend für Leser.

Die Beiträge verbindet man mit dem entsprechenden Buch, das man über den Titel, den Autor oder die ISBN in der Datenbank suchen kann. Deutsche Bücher findet man dort auch, allerdings nicht alle. Wenn ich mal eines nicht finde, suche ich die englische Ausgabe, sofern es eine gibt, und tagge die.

optionen

Was postet man auf Litsy? Man hat die Wahl zwischen drei Beitragsarten: Review, Blurb und Quote. Gleich ist bei allen die Verknüpfung zum Buch, ein Textfeld für die eigene Meinung, die Möglichkeit ein Bild hinzuzufügen und eine Spoilerwarnung einzufügen, wenn man sich mal so gar nicht beherrschen konnte. Der geübte Buchblogger schreibt natürlich spoilerfrei.

optionscollage

Nur bei einem Review kann man das Buch auch gleich bewerten, in vier Stufen. In der Timeline sieht das dann folgendermaßen aus:

timeline

Ihr seht den kleinen Buchstapel? Dahinter verbergen sich die “Book Actions”. Jedes Buch, über das jemand in Litsy postet, kann ich in eines von drei Regalen stecken. Man hat die Wahl zwischen “To Read”, “Reading” und “Have Read”. Alle Bücher, die im “Reading” Regal stecken, werden in meinem Profil auch angezeigt.

bookactions

Sobald man ein Buch bewertet, wandert es ins “Have Read” Regal. Für die Bewertung gibt es vier Möglichkeiten, “Pick”, “So-So”, “Pan” und “Bail”. Mehr als “Sehr gut”, “Geht so”, “War nichts” und “Abgebrochen” braucht man eigentlich auch nicht, oder?

spoiler

Ganz praktisch kann auch die Spoilerwarnung sein, markiert jemand seinen Post als “Enthält Spoiler”, wird er in der Timeline entsprechend angezeigt und muss erst freigeschaltet werden.

Das Krönchen oben rechts ist eine Spielerei, für Zahlensüchtige. Die Zahl steht für den sogenannten Litfluence und steigt mit jeder Interaktion, den eigenen und denen anderer mit den eigenen Posts. Was mir daran gefällt, es beginnt nicht mit 0, sondern mit 42. Douglas Adams Fans werden mich verstehen.

Litsy ist noch ziemlich jung, etliche Funktionen könnten noch dazu kommen. So fehlt mir zum Beispiel die Möglichkeit, den aktuellen Lesestand in einem Buch anzugeben, also wieviele Seiten man schon gelesen hat. Applenutzer können das scheinbar schon. Angenehm aber überraschend ist die fehlende Verknüpfung zu einem Shop. Da würde ich wetten, dass es irgendwann dazu kommt, wenn Litsy genug Benutzer hat. Momentan ist die App noch komplett auf Englisch, die Funktionen lassen sich aber gut verstehen und was die Inhalte betrifft, das haben wir in der Hand. Ich poste zum Beispiel auf Deutsch.

Wer Lust hat es auszuprobieren, folgt einfach mal ein paar Leuten und schaut es euch an. Um so mehr dabei sind und mitmachen, um so mehr Spaß macht es auch. Es wirkt noch nicht so durchgestylt und perfektioniert wie Instagram, fühlt sich gemütlicher und spontaner an. Mich findet ihr dort als papiergefluester. Vielleicht ist es wieder einmal nur ein kurzes Abenteuer in einem neuen Netzwerk, vielleicht wird es aber auch eine nette Alternative für Bücherwürmer.

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9 Kommentare

  • Antworten sinahar 3. Oktober 2016 von 20:12

    Hallo Simone, vielen Dank für diesen interessanten Netzwerk-Test. Eine spontane Frage: Hast du mal versucht, die Verknüpfung der Inhalte mit einem Buch nachträglich zu ändern? Geht wahrscheinlich nicht, aber wäre ja sehr praktisch, falls die fehlenden deutschen Versionen doch noch dazukommen würden.

    • Antworten Papiergeflüster 3. Oktober 2016 von 20:36

      Doch, die Verknüpfung kann man nachträglich ändern. 🙂 Kämen die fehlenden Daten dazu, ist das wirklich praktisch.

  • Antworten Silvia 3. Oktober 2016 von 20:16

    Litsy kannte ich noch nicht. Wie kann das sein? ich werde es mir gleich mal runterladen! Vielen Dank für die verständliche Anleitung.

  • Antworten Paul Hübscher 3. Oktober 2016 von 21:13

    “Der geübte Buchblogger schreibt natürlich spoilerfrei.”. – Nö. Warum?

  • Antworten sinahar 3. Oktober 2016 von 22:09

    Super. Offenbar noch ein Grund, das mal auszuprobieren.

  • Antworten Ela 4. Oktober 2016 von 07:49

    Danke für den Tipp und vor allem auch die ausführliche Erklärung. 🙂
    Ich schaue es mir mal näher an.
    Liebe Grüße
    Ela

  • Antworten Juliane 4. Oktober 2016 von 09:32

    Klingt nach einer interessanten App. Werde ich gleich mal ausprobieren. 🙂

  • Antworten Thomas 4. Oktober 2016 von 20:42

    Danke für den Beitrag, Habe ich mir natürlich gleich runtergeladen und immerhin habe ich es schon geschafft dir zu folgen 😉 Mit dem Rest der App kämpfe ich noch….wird schon werden, macht auf jeden Fall Spaß.
    Liebe Grüße
    Thomas

  • Antworten Susanne 31. Oktober 2016 von 12:44

    Moin 🙂
    Ich hab mir die App gerade direkt mal runtergeladen 🙂
    Mal sehen, wie lange ich dabei bleibe.

    Viele Grüße
    Susanne

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