Besprechungen Phantastik

Lian Hearn – Der Pfad im Schnee / Clan der Otori II

11. Juni 2009

„Der Pfad im Schnee“ ist der zweite Band der Reihe „Der Clan der Otori“. Takeo hatte keine Wahl, wollte er nicht getötet werden, musste er sich dem „Stamm“ anschließen, dessen Erbe er in sich trägt. Doch innerlich sträubt er sich noch immer gegen dieses Leben, schließlich ist er auch der Erbe der Otori-Ländereien. Als Lord Otori könnte er seinem Herzen gehorchen und Kaede heiraten, gemeinsam wären sie auch eine große politische Macht im Land, das momentan im Umbruch ist. Wie wird er sich entscheiden?
Kaede sieht sich mit einer Rolle konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet wurde. Die Erziehung von Töchtern und Söhnen ist sehr unterschiedlich, es gibt sogar eine besondere Männerschrift. Doch nun soll sie über Länderein herrschen, gleichzeitig aber den Männern gegenüber den gebotenen Gehorsam zeigen. Wie wird sie sich in dieser Rolle zu Recht finden?

Die Fortsetzung von „Das Schwert in der Stille“ ist ebenso gelungen, wieder werden wunderbare Bilder einer mir ganz fremden Welt gezeichnet. In diesem Band wird sehr auf die Rollenverteilung der Geschlechter eingegangen, vor allem bezüglich der Rolle der Frauen. Kaede ist ein sehr überzeugender Charakter, der hier ebenso als Hauptcharakter auftritt wie auch Takeo. Beide haben Schwierigkeiten mit den ihnen vorgegebenen Plätzen im Leben und versuchen sich die ihnen passenden selbst zu schaffen. Was nicht so einfach ist, wenn die mächtigsten Männer des Landes nicht damit einverstanden sind.

Auf den dritten Band „Der Glanz des Mondes“ freue ich mich schon sehr, es ist immer wieder schön, in diese asiatische Welt abzutauchen. Auch die Spannung kommt in den Büchern nicht zu kurz, sie sind eine gut gelungene Mischung, die sehr gut unterhält.

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