Monatsrückblick

Leserückblick Januar 2017

4. Februar 2017

anschlaege

Der Januar war so trubelig, dass mir die Ruhe für vieles andere fehlte. Nicht nur für Blogbeiträge, auch zum Lesen. Deshalb wird das ein sehr kurzer Leserückblick. Positiver Nebeneffekt: seit langem habe ich endlich wieder richtig Lust auf Bücher und freue mich darauf, endlich wieder mehr Zeit mit ihnen verbringen zu dürfen. Aktuell lese ich “Die Terranauten” von T. C. Boyle. Ein paar Blogbeiträge stehen auch an für die nächste Zeit. Wenn ich in meine Statistik schaue sieht es allerdings so aus, als würdet ihr gar nicht merken, wenn ich mal eine kleine Pause einlege. Aber jetzt zu den gelesenen Büchern im Januar, getrennt nach Romanen und Comics. Wie man sieht, geht ein Comic nebenher noch eher, als ein Buch.

Romane:
John Green – Eine wie Alaska
Hochgelobtes Jugendbuch, längst ein Klassiker der Jugendliteratur, über Freundschaft und den Tod. Mich hat es allerdings nicht so sehr berührt wie “Das Schicksal ist ein mieser Verräter”.

Ivo Pala – Schwarzer Horizont
Die Sonne ist verschwunden, die Welt liegt im Dunkel. Es ist kalt, die Nahrung wird knapp, die Starken unterdrücken die Schwächeren. Kommt das Licht nicht bald wieder zurück, werden die Menschen nicht überleben. Aber es gibt Hoffnung, gleich zwei prophezeite Retter sind unterwegs.
Düstere Fantasy ohne Romantik, nichts für Zartbesaitete. Aber wer richtig gut geschriebene Dark Fantasy mag, der sollte sich diesen Auftakt einer neuen Reihe anschauen.

Comics:
Azzaraello – Wonder Woman I, Blut
Superhelden Comics liegen mir eigentlich so gar nicht. Aber den hier mag ich, vielleicht wegen der grandios eingebauten griechischen Mythologie.

Ben Gijsemans – Hubert
Ein einsamer Mann, dessen Zeitvertreib der Besuch von Museen und das nachmalen von Bildern sind. Feine Nuancen, detailreich gezeichnet, mit viel Empathie. Ein Zufallsfund, der mich sehr beeindruckt hat.

Olivia Vieweg – Antoinette kehrt zurück
In der Schule wurde Antoinette gemobbt. Zum Klassentreffen kehrt sie zurück, um ihre Rache zu Ende zu bringen. Wichtiges Thema, für meinen Geschmack aber etwas zu überzeichnet.

Birgit Weyhe – Madgermanes
20.000 Gastarbeiter aus Mosambik lebten für einige Jahre in der DDR. Geflohen vor dem Bürgerkrieg, mit der Hoffnung auf eine Ausbildung und Geld, dass sie ihren Familien nach Hause schicken konnten. Um festzustellen, dass sie als billige Arbeitskräfte missbraucht wurden, ein Großteil ihres Gehalts wurde einbehalten. Als sie zurück nach Afrika kamen, waren sie dort fremd. Angeblich reich, aber ihr einbehaltenes Gehalt sahen sie nie wieder. Feiglinge, weil sie nicht im Krieg gekämpft hatten. Sie hatten alles verloren, ihre Heimat, ihre Hoffnung, ihr Geld. Vier dieser Geschichten werden hier erzählt.

Ben Aaronovitch, Andrew Cartmel, Lee Sullivan – Rivers of London II, Night Witch
Der erste Band Rivers of London Reihe als Comic hatte mich sehr begeistert, der hier leider eher enttäuscht. Zu wenig war von der ganz besonderen Atmosphäre zu spüren, die die Bücher ausmacht. Ich hoffe auf den dritten Sammelband.

Maxwell Prince, John Amor, Kathryn Layno – One Week in the library
Sehr experimenteller Comic ohne wirklichen roten Faden, der mich eher verwirrt hat. Ich gestehe, mich hatte der Titel gelockt, der Klappentext klang auch interessant. Um es wirklich zu verstehen, müsste ich es wohl noch einmal lesen. Booknapping hat es sehr treffend beschrieben.

4 Kommentare

  • Antworten booknapping.de 4. Februar 2017 von 17:15

    Liebe Papiergeflüster,

    du hast dich an Azzarellos Wonder Woman gewagt und du magst es – das gefällt mir gut 🙂
    Und ich werde mir die Reihe von Ivo Pala vormerken, sie klingt ganz so, als könnte sie mir gefallen.

    Ich lese deine Leserückblicke immer total gerne, vielen Dank für die neuen Wünsche, die du damit pflanzt.
    … und ganz lieben Dank fürs Verlinken … :-*

    LG,
    Sandra

    • Antworten Papiergeflüster 6. Februar 2017 von 19:10

      Danke, da schreibt sich der nächste Rückblick gleich viel leichter. 🙂

  • Antworten thatyvo 4. Februar 2017 von 18:53

    Was Eine wie Alaska (und auch alle anderen John Green Bücher außer TFIOS) angeht, bin ich ganz bei dir. Ich fands okay, aber TFIOS ist alles in allem noch das Beste 🙂

    Mich freut sehr, dass du dich nicht nur an Wonder Woman rangewagt hast, sondern dass es dir auch noch gefällt^^ Verfolge die Reihe selbst von Anfang an und finde sie großartig, selbst wenn Azzarello jetzt nicht mehr dabei ist. Meredith Finch macht aber auch einen guten Job =)

    • Antworten Papiergeflüster 6. Februar 2017 von 19:11

      Ha, danke! Dachte schon, ich wäre damit alleine. 😉 Der zweite Band von Wonder Woman steht schon auf der Wunschliste. 🙂

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